Freigehege für die Menschenaffen im Zoo Rostock hergerichtet

Assumbo und Co. nehmen in den kommenden Tagen ihre Spielwiese mit Kletterbäumen und „Kräutergarten“ im Außenbereich des Darwineums in Besitz

19. Juni 2013
Darwineum im Zoo Rostock: Außenanlage für die Orang Utans
Darwineum im Zoo Rostock: Außenanlage für die Orang Utans

Für Assumbo und Co. wird die „Freiluftsaison“ eröffnet. Am Dienstag gaben das Veterinäramt und die Untere Naturschutzbehörde grünes Licht für die Inbetriebnahme der Außenanlagen des Darwineum. „Gestern wurde noch einmal kontrolliert, ob die Sicherheit für die Tiere, die Besucher und auch für die Tierpfleger gewährleistet ist“, sagte Kuratorin Antje Zimmermann. „Jetzt können wir damit beginnen, die Schieber zu den Gehegen zu öffnen, damit sich die Tiere langsam an die neue Freiheit gewöhnen. Ab kommender Woche wird dann die erste Gruppe auf das Gelände gelassen.“ 

Den Menschenaffen stehen insgesamt 10.000 Quadratmeter Platz unter freiem Himmel zur Verfügung, aufgeteilt auf vier Quartiere – für jede WG eins. Die Flächen sind durch sieben bis acht Meter breite und etwa 1,50 Meter tiefe Wassergräben von den Besucherarealen begrenzt. Dennoch können die Zoogäste den Orang Utans und den Gorillas fast in die Augen sehen, denn zwei Aussichtshütten – eine im asiatischen aus der Heimat der Orangs und eine im afrikanischen Baustil aus der Heimat der Gorillas – befinden sich mitten im Gehege.

Interessanter als der Kontakt mit dem Besuchern wird für die Menschenaffen in den kommenden Wochen jedoch die neue Umgebung sein. „Das wird großartig, wenn die Tiere das erste Mal auf die Bäume klettern, die Wasserstellen und Sumpfzonen inspizieren und auf der Blumenwiese toben“, so Antje Zimmermann. Die Zoomitarbeiter haben in den vergangenen Wochen dafür gesorgt, dass es auf den Außenanlagen mittlerweile grünt, blüht – und duftet. „Thymian, Zwiebeln, Knoblauch, die Affen werden einiges ausgraben und probieren können, was bislang nicht auf ihrer Speisekarte stand.“

Einen genauen Zeitplan, wann welcher Affe seine Anlage in Beschlag nimmt, gibt es nicht. „Das ist von so vielen Faktoren abhängig, wir wollen ihnen alle Zeit der Welt lassen“, betonte Antje Zimmermann. Am neugierigsten werden wohl die Gorillamädchen Eyenga und Zola sein. Die beiden Jungspunde seien in ihrem Entdeckerdrang schon jetzt kaum zu bändigen, sagte die Kuratorin. Bedächtiger werden wohl die älteren Menschenaffen folgen.

Die Menschenaffen werden am Abend wieder in die Gehege gelockt, damit den Tierpflegern Zeit bleibt, die Außenanlagen zu kontrollieren und zu säubern. Auch einige der Zäune werden nach den ersten Tagen der Eingewöhnung wieder verschwinden. „Wir begrenzen die Außenanlagen zum Anfang noch mit einem farbigen Zaun als sichtbare Grenze für die Tiere“, erklärte Zimmermann. Später reichen die Wassergräben selbst als Barriere sowie die kaum sichtbaren niedrigen Stromdrähte.

Der Rostocker Zoo ist täglich ab 9.00 Uhr geöffnet.

Die Anlagen stehen künftig folgenden Tier-WGs zur Verfügung:

  • Gorilla 1 (2.468 m²):
    Assumbo, Yene, Eyenga, Zola, später kommen die Brazza-Meerkatzen dazu (5 Tiere)
  • Gorilla 2 (2.474 m²):
    Gorgo und Bebe
  • Orang Utan 1 (1.853 m²):
    Sabas, Miri, Hsiao ning, es folgen die beiden Weißhandgibbons
  • Orang Utan 2 (1.815 m²):
    Sunda, Edje

Quelle: Zoo Rostock, Foto: Maria Zepplin

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