Seawolves besiegen Aschersleben Tigers mit 71:64

Die Basketballer des EBC Rostock Seawolves bleiben auch im vierten Saisonspiel ungeschlagen und führen weiter die Tabelle der 1. Regionalliga Nord an

20. Oktober 2013
EBC Rostock Seawolves besiegen Aschersleben Tigers mit 71:64 - Das neue Seawolves Dream Team: Ivo Slavchev & Keith Radcliff (v.l.)
EBC Rostock Seawolves besiegen Aschersleben Tigers mit 71:64 - Das neue Seawolves Dream Team: Ivo Slavchev & Keith Radcliff (v.l.)

Das Spitzenspiel der 1. Regionalliga Nord zwischen den EBC Rostock Seawolves und der BG Aschersleben Tigers hielt, was es versprach. Im Duell des Tabellenersten gegen den Dritten der Rangliste setzten sich die Rostocker am Samstag, 19. Oktober 2013, mit 71:64 durch und bleiben damit auch im vierten Saisonspiel ungeschlagen an der Tabellenspitze. Keith Radcliff trug sein Team mit 21 Punkten, darunter fünf erfolgreiche Dreier. Ivo Slavchev zeigte eine Energieleistung mit 16 Punkten, acht Rebounds und vier Ballgewinnen. Bei den Gästen war der US-Amerikaner Louis Birdsong mit 16 Punkten und acht Rebounds am stärksten.

Keith Radcliff, Sven Hellmann, Zbigniew Owczarek, Ivo Slavchev und Jens Hakanowitz starteten für die EBC Rostock Seawolves in das dritte Heimspiel der Saison 2013/2014. Unter den Augen von 504 Zuschauern in der stimmungsvollen Ospa-Arena waren die Wölfe auf der Jagd, auch in der vierten Begegnung dieses Spieljahres als Sieger das Parkett zu verlassen.

Der ungeschlagene Tabellenführer der 1. Regionalliga Nord startete mit einem Ballgewinn und den ersten beiden Zählern des Abends durch Kapitän Hakanowitz in die Partie. Die Konzentration der Wölfe im eigenen Revier war anfangs auf hohem Level, als Hellmann mit einem No-Look-Pass den frei stehenden Schützen Owczarek an der Dreipunktelinie bediente, der den ersten Dreipunktewurf des Spiels einnetzte. Die anschließende Faust des polnischen Flügelspielers war symbolisch für die Kampfbereitschaft, mit der die Seawolves den Raubkatzen aus Sachsen-Anhalt die Zähne zeigten. Nach zweieinhalb Minuten führten die Hausherren mit 8:6 und blieben weiterhin bissig in der Verteidigung. Mit seiner gewohnten Leidenschaft und Energie zeigte Seawolves-Forward Slavchev an beiden Enden des Feldes seine Qualitäten, sammelte einige Rebounds ein und traf in der 5. Minute einen Dreier zum 13:9. US-Guard Radcliff erhöhte wenig später mit einem weiteren Distanztreffer auf 16:9 (17. Min). Gäste-Coach Michael Opitz sah sich daraufhin zur ersten Auszeit gezwungen, um den Lauf der Gastgeber zu unterbinden. Prompt antworteten die Gäste mit sechs Punkten in Folge, um das Spiel wieder spannend zu gestalten. Die Führung konnten die Tigers aber nicht erobern, Rostock erzielte die letzten Zähler des ersten Viertels (20:15).

Im zweiten Durchgang kämpften sich die Raubkatzen innerhalb von knapp zwei Minuten auf einen Punkt heran (22:21, 13. Min), glichen einige Angriffe später durch einen Dreipunktewurf des Franzosen Borgia M’bala zum 24:24 aus und krallten sich in der 15. Spielminute erstmals die Führung (26:28). Es dauerte nicht lange, bis die Seawolves antworteten: Keith Radcliff nahm drei Mal Maß von jenseits der Dreipunktelinie und brachte das Netz mit neun Punkten in Folge zum Glühen (35:33, 18. Min). Nun ging es Schlag auf Schlag. Die Fans sahen das erhoffte Kräftemessen zweier ebenbürtiger Gegner. Für das Sahnehäubchen der ersten Hälfte war Slavchev verantwortlich, der zunächst mustergültig an der Grundlinie von Axel Stüdemann in Szene gesetzt wurde und eine Sekunde vor Schluss nach Anspiel von Radcliff spektakulär zur 41:39-Halbzeitführung der Seawolves dunkte.

Es war erneut Slavchev, der die ersten Zähler der zweiten Hälfte per Korbleger erzielte. Doch die Ascherslebener erwischten den besseren Start nach dem Seitenwechsel. M’bala eroberte zweimal den Ball und punktete ebenso wie sein US-amerikanischer Kollege Louis Birdsong, der vier Punkte am Brett erzielte, um sein Team in Führung zu bringen (43:45, 23. Min). Seawolves-Coach Sebastian Wild nutzte eine Auszeit, um seinen Spielern neue taktische Vorgaben zu vermitteln. Danach startete Kapitän Hakanowitz einen Angriff mit einem Block gegen M’bala, Hellmann glich nach einem Fastbreak-Korbleger zum 45:45 aus. Das Spiel glich nun einem Schwergewichtskampf im Boxen: Auf Treffer der einen Mannschaft folgte postwendend die Antwort der anderen. Zwei Dreipunktewürfe durch David Markert und fünf Zähler durch Radcliff ließen die Seawolves-Fans nach einem 8:0-Lauf jubeln (55:48, 27. Min). Ein energiegeladener einhändiger Dunking und ein gefühlvoller Korbleger von Birdsong stoppten schließlich den Seawolves-Express. Mit einem Zwischenergebnis von 55:52 für die Hausherren starteten beide Teams in das Schlussviertel.

Es dauerte über drei Minuten, bis Sven Hellmann die ersten Zähler des letzten Durchgangs auf die Anzeigetafel brachte (57:52, 34. Min). Bis dahin behakten sich beide Teams mit knallharter Verteidigung, die bis zum Ende anhielt. In der intensiven Schlussphase holten sich die Tigers nach einem Dreier von M’bala die Führung zurück (59:60, 37. Min), Hakanowitz und Radcliff trafen je zwei Mal von der Linie zum 63:60 (38. Min). Hellmann erhöhte die Führung 100 Sekunden vor dem Ende auf fünf Punkte (65:60). Nachdem Slavchev zwei Freiwürfe verfehlte und Hellmann nur einmal von der Linie traf, antworteten die Gäste durch Guard M’bala, der aus der Distanz zum 66:64 traf. Bei 21,3 Sekunden Restspielzeit traf Seawolves-Spieler Markert an die Linie und verwandelte sicher zur Vierpunkteführung (68:64). Aschersleben versuchte in der verbleibenden Zeit, das Ergebnis aus der Distanz zu verkürzen, verfehlte aber das Ziel. Slavchev pflückte sich den Rebound, wurde gefoult und trat an die Linie. Dort verwandelte er einen von zwei Versuchen. In der Schlusssekunde netzte Markert zwei Freiwürfe zum 71:64-Endstand ein.

Die EBC Rostock Seawolves bleiben auch im vierten Saisonspiel ungeschlagen. Obwohl die Gastgeber bei den Rebounds mit 30:48 das Nachsehen hatten, forcierten sie elf Ballverluste mehr als die Tigers (25:14), das letztlich in 26:15 Punkten mündete. Ein weiterer Grund für den Sieg war die Dreipunktequote: Die Seawolves trafen acht ihrer 18 Versuche (44,4%) von jenseits der Dreipunktelinie, während die Gäste nur jeden vierten Treffer verwandelten (7/28, 25,0%). Die besten Korbjäger der Seawolves waren Keith Radcliff (21 Punkte, 3 Assists), Ivo Slavchev (16 Punkte, 8 Rebounds, 4 Steals) und Sven Hellmann (11 Punkte). Bei den Gästen punkteten insgesamt sechs Spieler. Erfolgreichster Punktesammler war Louis Birdsong (16 Punkte, 8 Rebounds).

Das nächste Heimspiel der Seawolves findet am Sonntag, 17. November 2013 um 16.00 Uhr gegen die Itzehoe Eagles statt.

Für die EBC Rostock Seawolves punkteten:
Jörn Boghöfer (-), Domink Breitschuh (-), Jens Hakanowitz (6 Punkte, 6 Rebounds), Sven Hellmann (11 Punkte), Lucas Kilian (-), David Markert (9), Pavel Mokrys (-), Zbigniew Owczarek (4), Keith Radcliff (21, 5/9 Dreier), Ivo Slavchev (16 Punkte, 8 Rebounds, 4 Steals), Steffen Stöhr (2), Axel Stüdemann (2)

Quelle: EBC Rostock Seawolves, Foto: Tobias Hahn

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