Rostock Seawolves besiegen EN Baskets Schwelm mit 87:71 (44:38)

Nach einem Auswärtssieg beim Tabellenletzten EN Baskets Schwelm treffen die Basketballer der Rostock Seawolves am 19. März im Achtelfinale der Playoffs zuhause auf die Dresden Titans

6. März 2016
Rostock Seawolves (im Bild: Matt Hunter auf dem Weg zu zwei Punkten) besiegen EN Baskets Schwelm (Foto: Thomas Käckenmeister)
Rostock Seawolves (im Bild: Matt Hunter auf dem Weg zu zwei Punkten) besiegen EN Baskets Schwelm (Foto: Thomas Käckenmeister)

Nach einem konzentrierten 87:71-Auswärtssieg beim Tabellenletzten EN Baskets Schwelm starten die Rostock Seawolves am 19. März als Vierter in die Playoffs der 2. Basketball-Bundesliga ProB und treffen dort im Achtelfinale auf die Dresden Titans, Fünfter der Südstaffel.

Beim Sieg in Schwelm mussten die Wölfe auf die drei Leistungsträger David Rivers (Bauchmuskelzerrung), André Murillo und Shawn Gulley (beide Grippe) verzichten, konnten dennoch mit acht Spielern und starker Abwehrarbeit überzeugen. Beim höchsten Auswärtssieg der Saison ragte Matt Hunter als Topscorer mit 35 Punkten und zwölf Rebounds heraus, Kapitän Tim Vogt erbeutete 17 Zähler. Bei den Gastgebern, die die elfte Niederlage in Folge kassierten, kam Sören Fritze auf 14 Punkte und sechs Korbvorlagen.

Der Erfolg gegen Schwelm war ein schweres Stück Arbeit. Von Beginn an wollten die Hausherren vor 800 Zuschauern ihre Negativserie von zehn sieglosen Spielen beenden, um den Rückstand auf die Konkurrenz in der Abstiegsrunde zu verringern. Mit hohen Wurfquoten starteten beide Teams in die Partie. Ivo Slavchev erzielte die ersten fünf Rostocker Punkte, auch Kapitän Tim Vogt hatte von Beginn an ein heißes Händchen und beim Stand von 12:12 (4. Min) bereits fünf Zähler auf seinem Konto. Eine Auszeit von Seawolves-Coach Sebastian Wild bewirkte ein Feinjustieren der Rostocker Defensive. Schwelm traf daraufhin schlechter von außen, die Gäste von der Ostsee spielten eine aggressive Zonenverteidigung und zogen auf sechs Punkte (20:14, 8.) davon.

Im zweiten Durchgang ging es Hin und Her, nachdem die Hausherren einen 6:1-Lauf aufs Parkett legten. Vier Mal sollte die Führung bis zur Halbzeit noch wechseln. Kurz vor Ende des zweiten Abschnitts münzten die Seawolves Ballverluste der Schwelmer in einfache Punkte um: So kamen Tim Vogt und Matt Hunter zu leichten Zählern ohne Gegenwehr. Die EN Baskets schlugen jedoch postwendend zurück und verkürzten in der 19. Minute auf drei Zähler (39:36), ehe sich die Seawolves bis zur Halbzeit erneut ein Sechspunktepolster (44:38) herausspielten.

Zu Beginn des dritten Viertels setzten sich die Wölfe nach zwei Dreiern von Franz Winkler und Vogt auf zwölf Punkte ab (52:40, 22.). Schwelm ließ sich davon nicht beeindrucken und antwortete mit einem 9:0-Lauf, um die Partie wieder offen zu gestalten (52:49, 25.). Nach einem Dunk von Slavchev zum 59:54 (29.) traf der Schwelmer Leo Padberg zur Viertelpause per Buzzerbeater. Somit lagen die Wölfe vor dem Schlussabschnitt nur noch mit zwei Zählern (61:59) vorn. Als Zeljko Novak per Dreier zur erneuten Führung der Hausherren in der 31. Minute traf, drohte die Partie zu kippen. Die Rostocker blieben jedoch kaltschnäuzig und bissig: Sie reagierten mit einem 11:0-Lauf. Vor allem an der Freiwurflinie erbeuteten sie nun einfache Zähler.

Im letzten Viertel verwandelten die Seawolves insgesamt 13 von 18 Freiwürfen. Speziell Matt Hunter trat in dieser Phase häufig an die Linie; er erzielte 15 seiner insgesamt 35 Punkte in den letzten zehn Minuten. So wuchs der Vorsprung der Wölfe auf 16 Zähler bis zum Spielende an. Nach vier erfolglosen Anläufen war das 87:71 der erste Sieg der Rostock Seawolves in dieser Saison in Nordrhein-Westfalen.

„Ich freue mich, dass wir nach langer Zeit mal wieder auswärts gewinnen konnten. Sicherlich war es heute nicht unsere konstanteste Leistung, aber unter den Umständen – es fehlten einige Leistungsträger – bin ich stolz auf das, was das Team gezeigt hat. Als es zwischendurch etwas physischer wurde, haben wir einen kühlen Kopf behalten. Defensiv konnten wir einen Gang hochschalten und im Angriff einige Big Plays machen. Insgesamt war es eine intensive und abgezockte Leistung über 40 Minuten“, freute sich Seawolves-Coach Sebastian Wild nach dem vierten Sieg aus den letzten fünf Spielen.

Nach dem hart erkämpften Erfolg in Schwelm versammelten sich die Seawolves-Spieler auf dem Parkett, hüpften ausgelassen und lagen sich in den Armen. Sie hatten nun ihre Aufgabe erfüllt, um aus eigenen Kräften die Chancen auf den vierten Platz zu bewahren. Als die Nachricht der Oldenburger Niederlage in Wolfenbüttel unter den Rostockern die Runde machte, war die Freude grenzenlos. Zusammen mit den zehn mitgereisten Seawolves-Fans freuten sie sich über den Heimvorteil in der 1. Playoff-Runde. Dort kommt es zum Ost-Derby gegen die Dresden Titans.

Am Samstag, den 19. März, um 19:30 Uhr findet das erste Playoff-Spiel zwischen den Rostock Seawolves und den Dresden Titans in der Stadthalle Rostock statt. Der Ticket-Verkauf für das Achtelfinale startet in der kommenden Woche.

Viertelstände (SCH-HRO):
19:24, 19:20, 21:17, 12:26

Punkteverteilung der Rostock Seawolves:
Gulley (nicht eingesetzt), Hellmann (4), Hunter (35), Lange (3), Lopez (8), Markert (5), Murillo (nicht eingesetzt), Rivers (nicht eingesetzt), Slavchev (10), Vogt (17), Winkler (5)

Quelle: Rostock Seawolves, Foto: Thomas Käckenmeister

Schlagwörter: Basketball (134)Rostock Seawolves (130)Sport (1058)

Das könnte dich auch interessieren:

Hinterlasse einen öffentlichen Kommentar

Hiermit stimme ich der Veröffentlichung meines Kommentars sowie der Speicherung und Verarbeitung meiner Daten incl. meiner IP-Adresse gemäß der Datenschutzerklärung zu.