Rostock Seawolves besiegen Dresden Titans zum Playoff-Start mit 91:88 (34:45)

In einem umkämpften ersten Playoff-Achtelfinalspiel drehten die Basketballer der Rostock Seawolves das Spiel und setzten sich vor 2.500 Zuschauern in der Stadthalle gegen die Dresden Titans durch

20. März 2016
Rostock Seawolves (im Bild behauptet Tim Vogt den Ball) besiegen die Dresden Titans (Foto: Tobias Hahn)
Rostock Seawolves (im Bild behauptet Tim Vogt den Ball) besiegen die Dresden Titans (Foto: Tobias Hahn)

Die Rostock Seawolves setzten sich am OSPA-Spieltag in einem umkämpften ersten Playoff-Achtelfinalspiel vor 2.500 Zuschauern gegen die Dresden Titans mit 91:88 (34:45) durch. Dabei lagen die Wölfe in der 28. Minute mit 13 Punkten zurück und drehten das Spiel durch einen 17:0-Lauf. Matt Hunter trug die Seawolves in der Offensive mit insgesamt 36 Punkten. Im Schlussabschnitt erzielten Daniel Lopez und David Rivers zusammen 14 Zähler für die Rostocker, die mit einem Sieg in Dresden am Ostersonntag um 18:00 Uhr in das Viertelfinale einziehen können. Seitens der Titans kam Daniel Krause auf 22 Punkte.

Zwei Minuten vor dem Ende des dritten Viertels lagen die Seawolves mit 52:65 zurück. Seit der elften Minute, als die Gäste aus Dresden nach einem 8:0-Lauf die Führung zurückeroberten, hatten die Titans das Kommando in der Rostocker Stadthalle übernommen und ihren Vorsprung durch schnelles Passspiel und einfache Punkte in Korbnähe zweistellig ausgebaut. Zwar konnten sich die Seawolves von einem 2:8-Fehlstart (3. Min) erholen und nach einer Auszeit einen 12:0-Zwischenspurt aufs Parkett legen. Doch Dresden präsentierte sich in der Folge als zu abgezockt und unterstrich bis zur 28. Minute, dass sie aus gutem Grund das offensivstärkste Team der gesamten 2. Basketball-Bundesliga ProB stellen und sieben der letzten neun Partien der Hauptrunde für sich entscheiden konnten. Auch den Verlust ihres Star-Spielers Randal Holt, der mit einer Bänderverletzung zuschauen musste, konnten die Titans aus Sachsen auffangen. Insgesamt fünf Spieler aus dem Team von Coach Steven Clauss erzielten mindestens elf Punkte.

In der ersten Halbzeit leisteten sich die Rostocker viele technische Fehler und hatten Pech im Abschluss, so dass sich die Titans bis zur Halbzeit auf 34:45 absetzen konnten. Das Punktepolster der Elbriesen hielt auch im dritten Abschnitt, wenngleich die Seawolves sich aufbäumten, um den Rückstand zu verkürzen. Auf Treffer von David Rivers und dem überragenden Matt Hunter, der nach dem Seitenwechsel allein 20 seiner insgesamt 36 Punkte erzielte, fanden die Dresdner jedoch immer die passende Antwort. Bis zur bereits erwähnten 28. Minute: Plötzlich geriet der Motor der Gäste für fast fünf Minuten ins Stocken. Die Seawolves nutzten diese Chance, um zurück ins Spiel zu finden. Ivo Slavchev traf einen Dreipunktewurf, der einer Initialzündung glich. Der Funke sprang über auf das gesamte Seawolves-Team und brachte das Offensivfeuer zum Lodern. Plötzlich lief es bei den Rostockern im Angriff rund; 17 Punkte in Folge bescherten den Hanseaten eine 69:65-Führung (33. Min). Bis zum Ende hielt der Vorsprung stand, obwohl Dresden mit allen Mitteln erneut die Führung herbeisehnte. Daniel Lopez und David Rivers sorgten mit insgesamt 14 Punkten im Schlussabschnitt dafür, dass die Seawolves das Heft nicht mehr aus der Hand gaben und einen dramatischen 91:88-Heimsieg vor der Rostocker Rekordkulisse von 2.500 Zuschauern feierten.

Matt Hunter erzielte insgesamt 36 Punkte, fünf Rebounds und fünf Steals für die Seawolves. Daniel Lopez kam auf 15 Zähler. David Rivers steuerte 14 Punkte und sieben Rebounds bei. André Murillo verbuchte 13 Punkte und acht Rebounds für die Wölfe, die ingesamt 51 Prozent aus dem Feld trafen (Dresden: 46% FG). Bei den Titans hieß der Topscorer Daniel Krause mit 22 Punkten. David Sturner markierte ein Double-Double mit 15 Punkten und elf Rebounds.

„Heute haben zwei Teams auf Augenhöhe gespielt. Aus meiner Sicht war es auch nicht anders zu erwarten. Es trafen zwei völlig unterschiedliche Spielstile aufeinander. Wir konnten dank einer Energieleistung und einer unglaublichen Kulisse den Rückstand im dritten Viertel einschmelzen. Ausschlaggebend waren am Ende die Foulbelastung der Gäste und zwei, drei Aktionen, die den Unterschied bedeuteten. Riesenkompliment an das Team. Das gesamte Spiel war ein ständiges Auf und Ab. Deshalb kann man das Spiel auch ein wenig als Mikrokosmos unserer Saison bezeichnen. Wir haben das Spiel aufgrund unserer Leistung in den letzten 15 Minuten absolut verdient gewonnen”, urteilte Seawolves-Coach Sebastian Wild nach dem dramatischen Heimerfolg.

Am Ostersonntag, den 27. März, um 18:00 Uhr steht die zweite Achtelfinalpaarung gegen Dresden auf dem Programm. Mit einem Sieg könnten die Rostocker bereits den Einzug in das Viertelfinale feiern. Wer beim Auswärtsspiel der Seawolves dabei sein möchte, kann sich noch bis Dienstag, 18:00 Uhr, für die Fanfahrt per Mail an info@Seawolves.de anmelden. Die Reise kostet pro Person 25 Euro. Der Bus fährt ab 26 Anmeldungen.

Viertelstände (HRO-DD):
19:15, 15:30, 27:20, 30:23

Punkteverteilung der Rostock Seawolves:
Hellmann (6), Hunter (36), Lange (1), Lopez (15), Markert (3), Murillo (13), Rivers (14), Slavchev (3), Vogt (0), Winkler (0)

Quelle: Rostock Seawolves, Foto: Tobias Hahn

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