Erweiterung des Rostocker Seehafens

Wirtschaftsministerium unterstützt den Ausbau des Seehafens Rostock im 3. Bauabschnitt mit 56 Millionen Euro

31. August 2010, von
Holger Matthäus, Liane Melzer, Ulrich Bauermeister und Jürgen Seidel
Holger Matthäus, Liane Melzer, Ulrich Bauermeister und Jürgen Seidel

Wirtschaftskrise war gestern. Wirtschaftsminister Jürgen Seidel räumt zwar ein, dass es im Land noch Probleme gebe, aber im Rostocker Seehafen herrscht derzeit Wachstumsstimmung.

Der Platz für die hier angesiedelten Unternehmen und die, die noch hinzukommen sollen, reicht hinten und vorne nicht. Also muss das größte Gewerbegebiet Mecklenburg-Vorpommerns erweitert werden. Insgesamt 40 ha Ansiedlungsfläche sollen bis 2012 erschlossen werden. Dafür stellt das Wirtschaftsministerium Fördermittel in Höhe von 56,4 Millionen Euro zur Verfügung.

Jürgen Seidel am Pier III des Rostocker Seehafens
Jürgen Seidel am Pier III des Rostocker Seehafens

Am Montag kam der Chef des Hauses persönlich im Rostocker Hafen vorbei, um den Fördermittelbescheid zu übergeben und sich von Bord der MS Wittow aus anzusehen, wohin das Geld fließen wird.

Immerhin handelt es sich, so Jürgen Seidel, um das „größte Vorhaben der Infrastrukturförderung der letzten 15 Jahre in Mecklenburg-Vorpommern“.

Insgesamt 66 Millionen Euro sollen in den nächsten zwei Jahren in die Infrastruktur und die Schaffung neuer maritimer Gewerbeflächen im sogenannten dritten Bauabschnitt im Rostocker Seehafen investiert werden. Mindestens 550 neue und zukunftssichere Arbeitsplätze verspricht sich der Arbeitsminister von dieser Erweiterung. Gegenwärtig sind im Rostocker Seehafen über 150 Unternehmen ansässig, die 4800 Menschen beschäftigen.

Seehafen Rostock
Seehafen Rostock

„Wir verändern ständig den Hafen, um mehr Arbeitsplätze und Umschlag zu erzielen. Für weitere wirtschaftliche Ansiedlungen brauchen wir mehr Flächenangebot. Die Nachfrage ist gut, sonst würden wir nicht so viel Geld ausgeben“, erklärt Dr. Ulrich Bauermeister, Geschäftsführer der Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock (HERO), die bereits 25 Millionen Euro in den Ausbau investiert hat.

Seit diesem Frühjahr sind die Bauarbeiten für die nördliche Erweiterung des Pier III, dem größten Einzelvorhaben, schon in vollem Gange. Ideale Bedingungen herrschen im Rostocker Hafen vor allem für Unternehmen, die besonders große oder schwere Produkte herstellen. Daher ist unter anderem auch der Ausbau von Liegeplätzen, insbesondere mehrerer Schwerlastliegeplätze, geplant. Es bewegt sich also einiges im Rostocker Seehafen. Der Geschäftsführer der HERO rechnet vor: Ein Kilometer neue Uferlinie entsteht, 1,6 Millionen Tonnen Sand werden umgelagert und, und, und.

Vögel im Breitling
Vögel im Breitling

Da werden der Breitling und seine Bewohner bestimmt ins Staunen kommen. Aber Dr. Ulrich Bauermeister versichert, dass die Erweiterung keine Auswirkungen auf die umliegenden Naturräume haben wird, denn man konzentriere sich auf die Entwicklung innerhalb der Hafengrenzen.

„Uns ist bewusst, dass wir in sensible Bereiche kommen“, räumt der Rostocker Senator für Bau und Umwelt Holger Matthäus mit Blick auf die Zukunft ein. Jürgen Seidel ergänzt: „Man muss Standortstärken auch mal nutzen dürfen, natürlich entsprechend behutsam.“ Der Wirtschaftsminister Mecklenburg-Vorpommerns betonte abschließend, dass der Ausbau des Rostocker Seehafens nicht nur für Rostock wichtig sei, sondern für das gesamte Land.

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