Exhibitionistische Handlungen im Rostocker Stadtgebiet

Mit heruntergelassener Hose saß ein Mann auf einer Parkbank im Lindenpark und nahm an sich selbst sexuelle Handlungen vor; später gab es in Warnemünde einen ähnlichen Vorfall

8. Oktober 2012
Exhibitionistische Handlungen im Rostocker Stadtgebiet
Exhibitionistische Handlungen im Rostocker Stadtgebiet

Die Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Rostock hat am Sonntag zwei Notrufe von besorgten Frauen über einen Exhibitionisten in Rostock entgegengenommen. Trotz sofort eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen unter Einsatz von Fährtenhunden gelang es nicht die Täter zu ergreifen.

Zunächst wurde gegen 11:30 Uhr eine Frau im Rostocker Lindenpark auf einen Mann aufmerksam. Dieser saß mit heruntergelassener Hose auf einer Parkbank und nahm an sich selbst sexuelle Handlungen vor. Die couragierte Zeugin sprach den Mann an. Dieser entfernte sich daraufhin in Richtung Saarplatz.

Kurz nach 18:00 Uhr wurden dann drei Spaziergängerinnen an der Strandpromenade in Rostock Warnemünde, Strandaufgang 21/22 durch einen Mann verbal belästigt. Dieser saß ebenfalls auf einer Bank und manipulierte an seinem Geschlechtsteil. In diesem Fall sprach der unbekannte Täter die Damen sogar an, verfolgte diese offenbar kurz und verschwand dann in unbekannter Richtung.

Trotz der räumlichen und zeitlichen Entfernung zwischen beiden Taten gleichen sich die Personenbeschreibungen:

  • männliche Person von normaler schlanker Statur
  • ca. 20 bis 25 Jahre alt
  • ca. 175 cm bis 180 cm groß
  • bekleidet mit einem dunklen, braunen Sweatshirt (eventuell mit Aufschrift) / Kapuzenpullover und einer weiten, dunklen / schwarzen Hose und einem schwarzem Basecap bzw. ähnlicher Mütze ohne Schirm
  • gebräunter Teint, kurze schwarze Haare
  • sprach deutsch, ohne Akzent

Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Aufklärung der Straftaten und bei der Fahndung nach den Tatverdächtigen.

Hinweise nimmt die Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Rostock unter der Telefonnummer 038208 /888 – 22 22, jede andere Polizeidienststelle oder die Internetwache unter www.polizei.mvnet.de entgegen.

Quelle: Polizeipräsidium Rostock

Schlagwörter: Exhibitionist (37)Lindenpark (5)Polizei (3484)Warnemünde (908)

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1 Kommentar

  • alfred esser sagt:

    Man kann eine Sache/Verhalten bagatellisieren oder dramatisieren. Beim Exhibitionismus (jedoch nur beim männlichem) wird eindeutig dramatisiert.
    Welchen Schaden verursacht eigentlich ein Exhibitionist der sein “Ausstellungsstück/Exponat” einer erwachsenen Frau vorführt? Die Frage stellt sich daher; verstößt der § 183 gegen die Gleichstellung von Mann und Frau – gegen die Verhältnismäßigkeit und ist er noch Zeitgemäß? Als Ordnungswidrigkeit es zu ahnden mag gerechtfertigt sein nicht aber mit den jetzigen oftmals mittelalterlichen barbarischen Sanktionen die einen Betroffenen ins soziale Elend stürzen kann.

    Ungereimtheiten bei der strafrechtlichen Verfolgung der Exhibitionisten“ beklagt in der Zeitschrift für Rechtspolitik die Bremer Juristin Anja von Hören, die von einer nur „geringen Sozialschädlichkeit“ dieses Sittendelikts ausgeht: Es gebe dabei, urteilt sie, letztlich keine „Opfer, allenfalls Adressaten“ der Tathandlung. (Und das sagt wohlgemerkt eine Frau)
    Wenn einige Frauen denen sich ein Mann schamlos zeigt sich als “Opfer” sehen und Polizeibeamte oder sonstige Personen ihnen einreden Opfer zu sein – ist das leichtfertig übertrieben und lächerlich. Alfred Esser

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