Fährschiff Trelleborg macht im Stadthafen fest

Die Eisenbahnfähre Trelleborg der Reederei Stena Line, bis vor kurzem noch auf der Route Sassnitz-Trelleborg unterwegs, pausiert im Stadthafen Rostock

10. Oktober 2014, von
Fährschiff Trelleborg im Stadthafen Rostock
Fährschiff Trelleborg im Stadthafen Rostock

Ein weißer Koloss hat sich in die Skyline des Rostocker Stadthafens gedrängt. Die Eisenbahnfähre „Trelleborg“ der schwedischen Reederei Stena Line hat heute Vormittag an der Haedgehalbinsel neben dem blauen Brückenkran festgemacht.

Dort wird das über 170 Meter lange Schiff betriebsbereit gehalten, um es bei Bedarf wieder in Einsatz zu bringen, teilte das Unternehmen mit. Wie lange, das sei noch unklar. Crew und Öl seien jedoch an Bord und falls nötig wieder startklar.

„Wir haben mit verschiedenen Häfen verhandelt. Wegen der Liegeplatzkapazität und der Kosten ist Rostock die beste Variante“, erklärt Hardy Puls, Marketing- und Vertriebsleiter von Stena Line in Deutschland.

Der Stadthafen sei dem Unternehmen vom Hafenamt angeboten worden, ist man nach dem Verlassen der Stubnitz und der Georg Büchner doch bemüht, wieder große Schiffe in die historische Kulisse zu setzen. Erstmal bis Mai könnte die Trelleborg bleiben, stellt Hafenkapitän Gisbert Ruhnke in Aussicht.

Mit Beginn des Winterfahrplans hatte Stena Line die Fähre, die bis zu 900 Passagiere und 220 PKW befördern kann, von der Strecke Sassnitz-Trelleborg abgezogen.

Grund sei der Kostendruck. Denn ab nächstem Jahr gelten neue Umweltrichtlinien, die die Ausgaben für den Treibstoff erhöhen. Außerdem sei im Laufe der Jahre immer weniger Fracht auf der Linie transportiert worden. Mit der Deutschen Bahn habe die Reederei vereinbart, den Frachtverkehr über den Rostocker Seehafen abzuwickeln, wo die beiden Schiffe „Mecklenburg-Vorpommern“ und „Skåne“ zwischen Rostock und dem schwedischen Trelleborg verkehren. Die Route Sassnitz – Trelleborg wird vorerst nur von dem Schwesterschiff „Sassnitz“ bedient.

Wie es mit der 1981 gebauten „Trelleborg“ weitergeht, sei noch nicht entschieden, teilt das Unternehmen. „Wir schauen uns erst einmal in Ruhe an, wie sich das entwickelt und rechnen“, sagt Hardy Puls.

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