Fahrradblockade in der KTV

25 Fahrradfahrer mit dem Schild “hier ruht der motorisierte Verkehr” blockieren die gesamte Fahrbahn

1. November 2012
Fahrradfahrer blockieren Fahrbahn
Fahrradfahrer blockieren Fahrbahn

Gestern Nachmittag gegen 16:45 Uhr kam es in der Rostocker Kröpeliner-Tor-Vorstadt zu einem Verkehrschaos. Eine Gruppe von ca. 25 Fahrradfahrern benutzte für sich die gesamte Fahrbahn. Sie fuhren bewusst langsam und ließen keine PKW verbeifahren. Am Schlussfahrrad war ein Schild angebracht mit der Aufschrift: „Hier ruht der motorisierte Verkehr“. Die meisten der Fahrräder waren nicht verkehrssicher nach der StVO. Die Polizei konnte 15 dieser Personen namentlich bekannt machen. Gegen sie werden nun Ordnungswidrigkeitenanzeigen geschrieben. Des Weiteren ist nicht auszuschließen, dass sie sich auch noch wegen eines Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz zu verantworten haben. Dieser Sachverhalt wird heute durch die zuständige Rostocker Ordnungsbehörde geprüft.

Quelle: Polizeipräsidium Rostock

Lest hier unseren Bericht zum Konflikt zwischen der Rostocker Critical Mass und der Polizei.

Schlagwörter: Fahrrad (125)Kröpeliner-Tor-Vorstadt (217)Verkehr (390)

Das könnte dich auch interessieren:

12 Kommentare

  • Marten sagt:

    Journalismus auf höchstem Niveau! Als Quelle wird wohl einer der beteiligte Polizisten genutzt worden, denn auch diese hatten keine Ahnung was das wirklich war.

    Es handelte sich um eine Kritische Masse und zur Blockade kam es erst durch die Polizei die eben das unbedingt und gewaltsam unterbinden musste! Unwissenheit und Machtspiele führten dann zu der hier betietelten Versammlung, die keine Versammlaung war, sondern ein Verband von Fahrradfahren. Die Unverhältnismäßigkeit und Härte mit der die Polizei vorging wird natürlich komplett totgeschwiegen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Critical_Mass_%28Protestform%29

    „Nach § 27 Abs. 1 StVO bilden mehr als 15 Radfahrer einen Verband und dürfen nebeneinander auf der Fahrbahn fahren. Benutzungspflichtige Radwege müssen als Verband nicht befahren werden.“

    Oh herrlicher Rechtsstaat!

  • Horst Hacker sagt:

    An dieser Stelle sollte erwähnt werden, dass die Fahrradfahrer mit unnötiger Gewalt von der Polizei von den Rädern geschmissen, geschupst und gerissen wurden!
    Des Weiteren lag laut § 27 der StVO kein Verstoß vor.
    Zu einer Straßenblockade kam es auch erst als die Polizei jegliche Weiterfahrt verhinderte und die Straßen mit ihren Dienstfahrzeugen Blockierte.

  • Horst Hacker sagt:

    Langsam gefahren wurde im übrigen aus Rücksicht auf Eltern mit ihren Kindern. Jeder sollte die Möglichkeit haben mitfahren zu können.

  • Axel Wüstemann sagt:

    (gekürzt, siehe Anmerkung im Kommentar, Red.)

    Was ist die Aufgabe der Polizei? Volkstümlich ausgedrückt: Uns Bürger vor Schaden zu bewahren bzw. über die Einhaltung der Gesetze zu wachen, richtig? Ihr Auftraggeber dafür ist der Bürger/Steuerzahler.

    Wie kommen die dann also darauf, bevor irgendwas erst einmal geklärt wird, Ihren Auftraggeber höchst aggressiv anzugreifen, wenn der sich mal die Freiheit nimmt, Gesetzeskonform (!) etwas zu tun, was vielleicht nicht jeder jeden Tag tut? Wes Geistes sind die eigentlich? Sind wir noch im Obrigkeitsstaat? 1962 hat solch eine verkorkste Weltsicht in München zu üblen Straßenschlachten geführt: http://www.welt.de/kultur/history/article106631055/Strassenschlachten-in-Muenchen-1962.html

    Wohlbemerkt: 1962. Falls es noch keiner gemerkt hat, wir schreiben 2012!

  • Stefanie sagt:

    Wie unter dem Artikel angegeben, haben wir eine Polizeimeldung veröffentlicht, die nicht redaktionell bearbeitet wurde.

    Aber vielen Dank für die Ergänzung eurer Sicht auf die Ereignisse.

  • Axel Wüstemann sagt:

    Ja, jetzt hab ich’s auch gesehen, dass es der reine Polizeibericht war, sorry! Na denn, wäre es nicht ein Thema, das sich lohnen würde, redaktionell aufgegriffen zu werden?

  • Hannelore sagt:

    Lächerlich! Wie sämtliche Fakten verdreht und verfälscht wurden. Polizisten die auf ihrer Autorität beharren und die deutschen Gesetzestexte nicht kennen. Nachsicht, Toleranz und Friedlichkeit waren Fremdwörter, stattdessen herrschten Aggressivität, Überheblichkeit und Unwissen. Danke liebe Rostocker Polizisten!

  • Wenke sagt:

    Wenn nicht verkehrssichere Fahrräder festgestellt werden, tut die Polizei doch genau das, was Du Dir wünscht: Bürger vor Schaden bewahren!

    Ob unbeleuchtete Räder auf der Straße, Überfahren roter Ampeln, rasende Radler auf den Bürgersteigen – Fahrradfahrer werden viel zu wenig kontrolliert und scheinen doch wohl weitgehend Narrenfreiheit zu genießen.

    Wenn sich die Polizei dann bei einer nicht alltäglichen Aktion ebenso kreativ auf die nicht verkehrssicheren Fahrräder stürzt, kann man nur sagen: Kompliment! Weiter so!

    Und nein, es gab also kein Schild, es wurde nicht bewusst provozierend langsam gefahren und es wurden für diese Aktion auch nicht wieder einmal unschuldige Kinder eingespannt? Schämt Euch!

  • Axel Wüstemann sagt:

    Naja, von solch garstigen persönlichen Erfahrungen mit Radfahrern auf diese Aktion zu schließen und dann noch solche Dinge einzubauen, wie „unschuldige Kinder eingespannt“ finde ich schon etwas bedauerlich und unsachlich. Zweifelsohne gibt es rücksichtslose Radfahrer, genauso wie Autofahrer oder Fußgänger. Da jeweils auf die Gesamtspezis zu schließen finde ich aber nicht korrekt. Im übrigen benutze ich – rücksichtsvoll selbstverständlich – als Radfahrer auch die Gehwege, da mir die Fahrbahn zu gefährlich ist. Ich denke, dass Augenmaß und wechselseitige Toleranz hier die richtigen Ansätze sind!

  • Arne Bauer sagt:

    Vielen herzlichen Dank auch von mir an die Polizistinnen und, oder Polizisten, Hannelore und Wenke.

    Schön wäre es, wenn für die Zukunft beide Seiten von dieser Aktion lernen. Und schön wäre es auch, wenn anscheinlich Unbeteiligte hier und anderswo nicht mit Pauschalisierungen um sich werfen.

    Danke und auf ein Rostock mit mehr Fahrradfahrern auf der Straße

  • jordan sagt:

    die nicht verkehrsicheren fahrräder sind eine nicht beweisbare behauptung…
    ich kann mich da an keine bußgeldzettel oder ähnliche feststellungen erinnern.

  • Axel Wüstemann sagt:

    Danke rostock-heute.de für den Bericht!
    http://www.rostock-heute.de/critical-mass-polizei-konflikt

Hinterlasse einen öffentlichen Kommentar

Hiermit stimme ich der Veröffentlichung meines Kommentars sowie der Speicherung und Verarbeitung meiner Daten incl. meiner IP-Adresse gemäß der Datenschutzerklärung zu.