Hansa Rostock empfängt Dynamo Dresden

Im Traditionsduell gegen die SG Dynamo Dresden hofft die Hansa-Kogge heute mit einem Sieg auf einen versöhnlichen Abschluss der Hinrunde und etwas Luft auf die Abstiegsplätze

29. November 2014, von
Hansa Rostock empfängt Dynamo Dresden
Hansa Rostock empfängt Dynamo Dresden

„Dass wir nicht die Erwartungen erfüllt haben, die wir uns in der Hinrunde gesetzt haben, ist klar. Da brauchen wir nicht um den heißen Brei herumzureden“, legt Peter Vollmann den Finger in die Wunde. Zum Abschluss der Hinrunde ist heute im Ost-Derby die SG Dynamo Dresden in der DKB-Arena zu Gast. „Ich denke, dass wir natürlich einen schönen Endpunkt hinter dieses letzte Spiel setzen könnten, wenn wir das gewinnen könnten und insofern betrachten wir es auch als sehr, sehr wichtiges Spiel“, so der Hansa-Trainer.

„Es gibt eben auch besonders wichtige Spiele, die für alle noch wichtiger sind als vielleicht das ein oder andere. Und ich glaube, das ist so ein Spiel, gegen Dynamo Dresden“, ist sich der Trainer der besonderen Situation bewusst. Doch es gehe nicht nur darum, sich im Ost-Derby gegen die Gäste aus Sachsen zu behaupten, sondern auch um drei wichtige Punkte. Mit 17 Zählern steht die Hansa-Kogge weiterhin nur einen Punkt überm Strich und muss das Abrutschen auf einen Abstiegsplatz befürchten.

Ein Befreiungsschlag ist dringend notwendig, doch einfach dürfte es gegen den Tabellenelften nicht werden, auch wenn sie jetzt in einer Phase sind, wo es „nicht mehr einhundert Prozent rundläuft“, so Vollmann. Nach einem guten Saisonstart konnten die Sachsen bis an die Tabellenspitze klettern, warten inzwischen aber bereits seit sechs Ligaspielen auf einen Sieg. Bis auf den elften Tabellenplatz abgerutscht trennen die Dynamo-Truppe nach den Freitagsspielen dennoch lediglich vier Punkte vom Relegationsplatz.

Trotz der Niederlage in Cottbus will Vollmann heute mit seinen Jungs „genauso frisch und vom Kopf her frei auftreten wie wir das in den Spielen davor gemacht haben“. „Wir wollen gegen Dynamo Dresden versuchen zu gewinnen“, stellt der Hansa-Trainer klar.

Was den eigenen Kader betrifft, muss Vollmann nur auf die Langzeitverletzten verzichten. Ein kleines Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Dennis Srbeny, der sich im Training diese Woche eine Zerrung zugezogen hat. Nach abgesessener Gelb-Sperre dürfte Marcel Ziemer gegen Dresden in den Sturm der Hansa-Kogge zurückkehren.

Zwanzigtausend Zuschauer werden heute Nachmittag zum Hochsicherheitsspiel zwischen Hansa Rostock und der SG Dynamo Dresden in der DKB-Arena erwartet, darunter 2.400 Gästefans. Anpfiff ist um 14 Uhr, die Stadiontore sind ab 12 Uhr geöffnet, Tickets sind nicht mehr erhältlich. MDR und NDR übertragen die Begegnung live im Fernsehen sowie im Internet. Das letzte Heimspiel der Hansa-Kogge gegen Dynamo Dresden endete vor gut drei Jahren mit einem 2:2-Remis, damals noch eine Klasse höher. Anschließend musste Hansa auf einem Abstiegsplatz überwintern.

Im Vorfeld haben beide Vereine ihre teilweise verfeindeten Fans zu einem friedlichen Miteinander aufgerufen. „Wir appellieren gemeinsam an Fairness auf den Rängen und außerhalb des Stadions! Wir sagen ja zu gesunder sportlicher Rivalität! Wir sagen ja zu packenden Zweikämpfen und leidenschaftlichem Auftreten der Teams auf dem Platz! Wir sagen ja zu ohrenbetäubendem Support und lautstarken Gesängen! Aber: Wir sagen nein zu Gewalt! Nein zu Pyrotechnik! Nein zu Rassismus und Diskriminierung!“, heißt es in einem offenen Brief. Beide Mannschaften stehen wegen Ausschreitungen ihrer Anhänger unter Bewährung – es drohen Teilausschlüsse und ein Geisterspiel.

Bericht vom Spiel Hansa Rostock – Dynamo Dresden

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