Hansa Rostock bezwingt 1860 München mit 1:0

Nur noch ein Punkt bis zum Relegationsplatz – mit seinem fünften Saisontreffer gibt Freddy Borg der Hansa-Kogge neue Hoffnung im Kampf gegen den Abstieg

31. März 2012, von
Marek Mintal (Hansa Rostock) im Duell mit Christopher Schindler (1860 München)
Marek Mintal (Hansa Rostock) im Duell mit Christopher Schindler (1860 München)

Befreiungsschlag für Hansa Rostock: Mit seinem fünften Saisontreffer sorgt Freddy Borg gegen die Sechzger aus München für den dritten Saisonsieg und bringt die Rostocker bis auf einen Punkt an den Relegationsplatz heran.

17.700 Zuschauer, darunter etwa 1.500 mitgereiste Hansa-Anhänger, verfolgen in der Allianz Arena das Spiel zwischen Hansa Rostock und dem TSV 1860 München. Im Vergleich zur Partie gegen Erzgebirge Aue nimmt Hansa-Trainer Wolfgang Wolf einige Änderungen in der Aufstellung vor: Für den rot-gesperrten Stephan Gusche kommt Kevin Pannewitz von Beginn an ins Spiel, neben ihm steht Michael Blum in der Viererkette. Vorne vertraut Wolf auf Marek Mintal, Tobias Jänicke und Timo Perthel – Freddy Borg und Edisson Jordanov nehmen vorerst auf der Bank Platz.

Die erste Chance für die Gäste gibt es in der 19. Minute, als Jänicke sich auf halbrechter Position gegen Stefan Buck durchsetzen kann, der Schuss aus etwa 12 Metern geht jedoch weit über den Querbalken. In der 23. Minute ist es erneut Jänicke, der nach einem schönen Solo von Antonio Rukavina abgedrängt wird. Aus gut zehn Metern trifft er den Ball nicht richtig, sodass Sechzger-Keeper Gabor Kiraly den Schuss problemlos parieren kann.

Die Initiative liegt jetzt klar bei den Gästen, allein im Abschluss hapert es wie so oft. In der 26. Minute ist es Tom Weilandt, der nach einem Abwehrfehler der Hausherren kurz vor der Strafraumgrenze frei zum Schuss kommt, Kiraly hat mit dem harmlosen Ball jedoch keine Probleme. Drei Minuten später verpasst Peitz mit dem Kopf einen schönen Freistoß von Blum.

Kevin Pannewitz und Michael Wiemann (Hansa Rostock) gegen Kevin Volland (1860 München)
Kevin Pannewitz und Michael Wiemann (Hansa Rostock) gegen Kevin Volland (1860 München)

Auf der Gegenseite ist es Kevin Volland, der in der 32. Minute Michael Wiemann umtanzt, dann jedoch am gut parierenden Hansa-Keeper Jörg Hahnel scheitert.

Erneut ist es ein eklatanter Fehler der Münchener Defensive, der in der 37. Minute zur nächsten großen Chance für Hansa führt. Nach einem Fehler von Buck kann Marek Janecka auf der rechten Seite unbedrängt in den Strafraum der Gastgeber eindringen, sein Schuss geht jedoch knapp am linken Pfosten vorbei.

Als in der 44. Minute auch noch ein Freistoß von Timo Perthel über die Latte streicht, geht es unter Pfiffen der enttäuschten Sechzger-Anhänger torlos in die Halbzeitpause. 1860 München findet in den ersten 45 Minuten im Angriff kein Mittel gegen die Gäste und leistet sich in der Defensive haarsträubende Fehler – allein Hansa kann daraus wieder einmal kein Kapital schlagen.

Die erste Chance der zweiten Hälfte gehört in der 47. Minute erneut den Rostockern. Einen Blum-Freistoß aus 20 Metern lässt Torhüter Kiraly nach vorne abprallen, doch bevor Dominic Peitz seine Chance nutzen kann, klärt Guillermo Vallori die Situation.

Marek Janecka (Hansa Rostock) im Zweikampf mit Kevin Volland (1860 München)
Marek Janecka (Hansa Rostock) im Zweikampf mit Kevin Volland (1860 München)

In der 55. Minute dann die größte Chance der Gastgeber. Nach einem schönen Zuspiel von Maximilian Nicu läuft Kevin Volland im Strafraum der Rostocker unbedrängt auf Hahnel zu. Rostocks Schlussmann kann parieren und klärt fast zur Ecke, doch Phillipp Steinhart bringt den Ball per Fallrückzieher kurz vor der Linie zurück ins Spiel. An der Torraumlinie ist es erneut Volland, der zum Kopfball kommt, das Leder jedoch über das leere Gehäuse der Rostocker befördert – Glück für Hansa!

In der 69. Minute hat der gerade erst eingewechselte Freddy Borg seine erste große Chance. Kurz vor dem Elfmeterpunkt kann sich Mintal behaupten und legt auf den schwedischen Stürmer ab, dessen Schuss von der Strafraumgrenze Kiraly in einer Glanzparade mit der Hand zur Ecke ablenken kann.

Nach einem schnellen Konter und einem langen Pass auf Volland haben die Löwen in der 74. Minute eine gute Möglichkeit, in Führung zu gehen. Volland läuft allein auf Hahnel zu, spielt dann jedoch quer ins Zentrum zum mitgelaufenen Benjamin Lauth. Lauth lässt sich im Strafraum fallen, doch der Unparteiische Patrick Ittrich lässt weiterspielen.

Hansa Rostock - 1860 München: Jubel nach dem Führungstreffer
Hansa Rostock - 1860 München: Jubel nach dem Führungstreffer

In der 80. Minute können die Hansa-Fans dann endlich jubeln. Von Links kommt eine Blum-Flanke auf den kurzen Pfosten, Borg ist mit dem Kopf zur Stelle und Kiraly bekommt den Ball nicht zu fassen. Das Leder trudelt auf der Torlinie, bevor Unglücksrabe Kiraly am Boden sitzend den Ball mit dem linken Arm ins eigene Netz schiebt.

„Auswärtssieg, Auswärtssieg“, schallt es von den Gästerängen in der Allianz Arena. Und Hansa lässt in den letzten zehn Spielminuten tatsächlich nichts mehr anbrennen. Borg kann in der 86. Minute die Führung sogar fast noch ausbauen, im Nachfassen bekommt Kiraly den Ball aber unter Kontrolle.

Mit seinem dritten Saisonsieg kann Hansa Rostock endlich die Rote Laterne an den Karlsruher SC abgeben, vorerst zumindest, denn das neue Schlusslicht der Liga spielt erst morgen gegen Union Berlin. Mit aktuell nur noch einem Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz gibt es für die Rostocker neue Hoffnung im Kampf gegen den Abstieg.

Torjubel bei Freddy Borg: Mit seinem 5. Saisontor sorgte er für den dritten Sieg von Hansa Rostock
Torjubel bei Freddy Borg: Mit seinem 5. Saisontor sorgte er für den dritten Sieg von Hansa Rostock

Die nächste Chance, Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln, gibt es bereits in fünf Tagen. Am Gründonnerstag ist Fortuna Düsseldorf in der DKB-Arena zu Gast. Um für eine starke Unterstützung auf den Rängen zu sorgen, hat Hansa Rostock eine Fan-Aktion gestartet.

Tore:
0:1 Freddy Borg (80. Minute)

Aufstellung, FC Hansa Rostock:
Jörg Hahnel (Torwart)
Marek Janecka, Matthias Holst (Tom Weilandt, ab 18. Minute), Kevin Pannewitz, Michael Blum
Michael Wiemann, Dominic Peitz, Robert Müller
Tobias Jänicke (Freddy Borg, ab 68. Minute), Marek Mintal (Edisson Jordanov, ab 78. Minute), Timo Perthel

Fotos: Eibner-Pressefoto

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