Randalierende Hansa-Anhänger am Leichtathletikstadion
Etwa 50 Anhänger von Hansa Rostock randalierten in der Nacht zum Samstag im Bereich des Leichtathletikstadions und lieferten sich eine Auseinandersetzung mit der Polizei
13. September 2014
Gegen Mitternacht wurde die Polizei über Notruf darüber verständigt, dass eine Gruppe von Anhängern des F.C. Hansa Rostock im Bereich des Leichtathletikstadions in Rostock randalieren.
Bei Eintreffen der ersten Funkstreifenwagen stellten die Polizeibeamten eine Gruppe von ca. 50 Personen fest. Teilweise waren die Personen vermummt. Aus der Gruppe heraus wurden große Mengen von Pyrotechnik gezündet und auch gezielt gegen die Polizeibeamten geworfen. Auf Grund der starken Rauchentwicklung konnte sich ein Großteil der Personen aus der Gruppe in unbekannte Richtung entfernen. Durch zusammengezogene Polizeikräfte aus fünf verschiedenen Revieren konnten vor Ort insgesamt 23 Personen noch vorläufig festgenommen werden. Während der Identitätsfeststellung griff ein 25-jähriger Rostocker einen Polizeibeamten tätlich an. Der Polizeibeamte erlitt durch einen Fußtritt leichte Kopfverletzungen.
Der 25-Jährige hatte einen Atemalkoholwert von 2,67 o/oo und wurde in polizeilichen Gewahrsam genommen. Alle anderen Personen wurden nach Feststellung ihrer Identität aus den polizeilichen Maßnahmen entlassen. Im Zuge der Klärung des Sachverhaltes stellten die Beamten fest, dass im Bereich des Leichtathletikstadions großflächig Wände mit beleidigendem Inhalt über die Polizei und zu einzelnen Polizeibeamten besprüht waren. Durch den Kriminaldauerdienst wurden umfangreiche Spuren sowie noch kleinere Mengen an Pyrotechnik sichergestellt. Die Rostocker Kriminalpolizei ermittelt wegen Landfriedensbruch, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung und Verstoß gegen die Sprengstoffverordnung.
Quelle: Polizeipräsidium Rostock
Stellungnahme des Vereins:
Der F.C. Hansa Rostock verurteilt die Vorkommnisse auf das Schärfste und distanziert sich ausdrücklich von den Tätern und deren Verhalten. Die Tatsache, dass rücksichtslos und gedankenlos Menschen verletzt und gefährdet wurden, macht uns traurig und fassungslos zugleich. Wir wünschen den verletzten Beamten gute Besserung.
Wir sind beschämt, dass der F.C. Hansa Rostock mit Straftaten wie diesen in Verbindung gebracht wird. Durch das Verhalten dieser Einzeltäter wird der gesamte Verein in Verruf gebracht. Wer die Normen und Werte des Vereins in dieser massiven Weise verletzt, wird durch den F.C. Hansa Rostock nicht geduldet und wird durch diesen im Rahmen seiner Möglichkeiten mit entsprechenden Konsequenzen zur Verantwortung gezogen werden.
Quelle: F.C. Hansa Rostock
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