Hansa Rostock unterliegt dem Halleschen FC mit 0:1

Nach schwacher Leistung kassiert Hansa Rostock gegen den Halleschen FC die vierte Saisonniederlage und muss sich im Ost-Derby mit 0:1 (0:0) geschlagen geben

6. September 2014, von
Die Hansa-Fans warten nach der Niederlage gegen den Halleschen FC weiter auf den ersten Heimsieg des Jahres
Die Hansa-Fans warten nach der Niederlage gegen den Halleschen FC weiter auf den ersten Heimsieg des Jahres

Hansa-Fans müssen leidensfähig sein! Seit nunmehr fast neun Monaten (14. Dezember, 1:0 gegen Elversberg) warten die Rostocker Anhänger auf den ersten Heimsieg ihrer Mannschaft in einem Punktspiel. Auch im heutigen Ost-Derby gegen den Halleschen FC konnte die Hansa-Kogge ihren Heimfluch nicht besiegen und musste sich im vierten Heimspiel der Saison mit 0:1 (0:0) geschlagen geben. Andy Gogia sorgte in der 63. Minute mit einem Freistoß für die Entscheidung. Während sich der HFC durch seinen Sieg auf den 8. Tabellenrang verbessert, verharren die Rostocker weiter auf Platz 16.

9.500 Zuschauer, darunter etwa 800 Gästefans, sehen bei schönstem Spätsommerwetter in der DKB-Arena eine im Vergleich zum Mainz-Spiel auf zwei Positionen veränderte Rostocker Startelf. Für Denis-Danso Weidlich (Bänderriss am Sprunggelenk) und Max Christiansen (abgestellt für die U19-Nationalmannschaft) rücken Sascha Schünemann und Halil Savran ins Mittelfeld der Anfangsformation.

Hansa Rostock unterliegt dem Halleschen FC mit 0:1
Hansa Rostock unterliegt dem Halleschen FC mit 0:1

Nach einem langen Ball von Sascha Schünemann kommt Christian Bickel in der 4. Spielminute kurz hinter der Strafraumgrenze zum Abschluss, jagt die Kugel jedoch deutlich über den Querbalken. Dies sollte die einzige nennenswerte Chance der Hausherren im ersten Durchgang bleiben.

Hansa wirkt verunsichert. Zahlreiche Fouls und Fehler im Spielaufbau kennzeichnen die Partie. Sturmspitze Marcel Ziemer bleibt weitgehend auf sich selbst gestellt. Übers Mittelfeld läuft bei den Rostockern kaum etwas, die langen Bälle bleiben unpräzise und den Kampf um den zweiten Ball kann Hansa nur selten für sich entscheiden.

Marcel Ziemer (Hansa Rostock) konnte gegen den HFC kaum in Szene gesetzt werden
Marcel Ziemer (Hansa Rostock) konnte gegen den HFC kaum in Szene gesetzt werden

Doch auch die kompakt aufgestellten Gäste aus Sachsen-Anhalt strahlen kaum Torgefahr aus. Erst in der 25. Minute wird es vor dem Rostocker Kasten erstmals gefährlich, als ein Schuss von Max Jansen aus 15 Metern nur knapp über die Latte streicht. Nach einem Gogia-Eckball kommt Kapitän Tim Kruse an der Torraumgrenze völlig frei zum Kopfball, der Versuch geht jedoch rechts am Tor vorbei (32. Minute). So verabschieden sich die Mannschaften nach einem ereignisarmen ersten Durchgang torlos in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel präsentieren sich die Gäste offensiver und können sich deutlich mehr Chancen erarbeiten. Robert Schick verlängert eine Ecke auf Dominic Rau, dessen Kopfball vom Elfmeterpunkt jedoch knapp am rechten Pfosten vorbeistreicht (49. Minute). Nach einem Fehlpass von Krauße schnappt sich Schick kurz hinter der Mittellinie die Kugel und zieht aus 20 Metern ab, der Schuss streift jedoch nur den linken Außenpfosten (56. Minute).

Hansa-Keeper Jörg Hahnel macht bei dem Freistoß-Treffer von Andy Gogia (Hallescher FC) keine gute Figur
Hansa-Keeper Jörg Hahnel macht bei dem Freistoß-Treffer von Andy Gogia (Hallescher FC) keine gute Figur

In der 62. Minute klärt Innenverteidiger Steven Ruprecht einen Ball auf der Torlinie, nachdem ein missglückter Abwehrversuch von Hansa-Kapitän Christian Stuff über den herausgelaufenen Hahnel hinweg fast im eigenen Tor gelandet wäre. Nur eine Zeigerumdrehung später passiert es dann aber: Nahe der linken Außenlinie tritt Andy Gogia einen Freistoß aus knapp 30 Metern. Doch der Ball kommt nicht als Flanke in den Sechzehner, sondern wird immer länger und landet schließlich direkt im rechten Winkel (63. Minute). Der zu weit vor seinem Kasten stehende Hahnel macht bei diesem Treffer keine gute Figur.

Mit der Führung im Rücken steht der HFC noch kompakter und lässt den Hausherren wenig Chancen zum Ausgleich. Wenn Hansa einen Hauch von Torgefahr ausstrahlen kann, dann nach Standards, etwa nach einem Freistoß des eingewechselten Julian Jakobs. HFC-Keeper Pierre Kleinheider hat mit der Kopfballverlängerung von David Blacha jedoch keine Probleme (83. Minute).

Hansa kassierte gegen Halle die vierte Saisonniederlage - keine einfache Situation für Trainer Peter Vollmann
Hansa kassierte gegen Halle die vierte Saisonniederlage - keine einfache Situation für Trainer Peter Vollmann

Umgekehrt schaffen die auf den Ausgleich drängenden Rostocker Raum für schnelle Konter der Gäste und so ist Halle dem Führungsausbau näher als Rostock dem Ausgleich. Erst lenkt Hansa-Schlussmann Jörg Hahnel den Ball nach einem tollen Solo von Schick gerade noch mit den Fingerspitzen übers Tor (87. Minute), dann klärt Ruprecht zwei Minuten später erneut in höchster Not für seinen bereits geschlagenen Schlussmann auf der Torlinie. So bleibt es bei einem verdienten Sieg der Gäste, der durchaus höher hätte ausfallen können.

„Wenn ich meine eigene Mannschaft sehe, dann waren da nicht viele Möglichkeiten, die aus dem Spiel heraus zu Torchancen hätten führen können“, musste sich Hansa-Trainer Peter Vollmann nach der Partie eingestehen. „Das ist im Moment unser großes Problem, dass wir nach vorne einfach nicht durchschlagskräftig sind und uns selbst keine großen Möglichkeiten erspielen.“ Trotz der „sehr, sehr unbefriedigenden Situation“, bliebe nur, den stark verunsicherten Spielern individuell neues Selbstvertrauen zu geben und auf die Rückkehr des einen oder anderen Verletzten zu hoffen, so Vollmann. Weiter geht es am kommenden Sonntag, wenn Hansa Rostock im nächsten Ost-Duell beim Tabellendritten Chemnitzer FC antreten muss.

Tore:
0:1 Andy Gogia (63. Minute)

Aufstellung, FC Hansa Rostock:
Jörg Hahnel (Torwart)
Markus Gröger, Christian Stuff, Steven Ruprecht, Sebastian Pelzer
Robin Krauße
Christian Bickel, Sascha Schünemann (Dennis Srbeny, ab 66. Minute), Halil Savran (Julian Jakobs, ab 74. Minute), David Blacha
Marcel Ziemer (Nico Matern, ab 80. Minute)

Fotos: Joachim Kloock

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