Die Hanse Sail 2010 im Rostocker Stadthafen

Strömender Regen zum Start der 20. Hanse Sail in Rostock

5. August 2010, von
Bootsbauer auf der Hanse Sail
Bootsbauer auf der Hanse Sail

„Na das habt ihr euch wohl schon so gedacht“, schien das Wetter heute zu sagen, denn gerade, als wir zu einem Abstecher in den Stadthafen aufbrechen wollten, begann es wie aus heiterem Himmel zu regnen. Nachdem wir während einer kurzen Regenpause dann endlich dort ankamen, war von der Million Besucher natürlich keine Spur.

Statt mit weißen Segeln vor einem strahlend blauen Himmel erwartete uns die Hanse Sail also mit trüben Regenwolken – kein sehr angemessener Start für das diesjährige große Jubiläum.

Taucher auf der Hanse Sail
Taucher auf der Hanse Sail

Unser erster Halt war der historische Markt in Nähe des Theaters. Dort wurden nach originaler Bauweise von 1890 in reiner Handarbeit Fischerboote aus Baumstämmen gebaut. Ein einziges Boot würde mehrere Wochen Arbeit kosten, wie einer der Torgelower Schiffbauer erklärte. Ein fertiges Exemplar stand zum direkten Vergleich direkt daneben.

Mit reichlich neuen Informationen gefüttert ging es weiter zum eher vergnüglichen Teil des Stadthafens. Die erste Attraktion dort war ein großer Wassertank, in dem mit voller Montur getaucht werden konnte.

Segelschiffe auf der Hanse Sail
Segelschiffe auf der Hanse Sail

Ein kleines Mädchen hatte dort gerade ihr nasses Abenteuer beendet, als auch von oben der Regen über Rostock wieder einsetzte.

An volle Segel in der Sommersonne war leider nicht mehr zu denken, einziger Trost war immerhin der Anblick der gewaltigen „Gulden Leeuw“ direkt neben dem großen Riesenrad.

Die „Shantymen“ auf der NDR-Bühne
Die „Shantymen“ auf der NDR-Bühne

Auch auf der nahe gelegenen NDR-Bühne gab es trotz Regenwetters einiges zu sehen. Gerade spielten dort die polnischen „Shantymen“ mit Violine, maritimer Kostümierung und sympathischer guter Laune das bekannte Lied „My Bonnie is over the Ocean“. Leider war das Publikum längst nicht so groß, wie es die Band verdient hätte.

Pirat auf der Hanse Sail
Pirat auf der Hanse Sail

Entlang der unvermeidlichen Buden konnte das Gemüt nur wenig durch das Suchen des schlimmsten Lebkuchenherz-Spruchs und dem schadenfrohen Zusehen beim „Breakdancer“ erhellt werden. Annis Highlight kam jedoch schon kurz darauf beim Piratenschiff, wo einer der gefürchteten Seeräuber extra für ein tolles Foto posierte.

Meinen Geschmack trafen in jedem Fall die alten Koggen am Museumshafen, die in erhabener Größe und mit altmodisch kostümierter Besatzung dem Regen trotzten. Der mittelalterliche Markt nahe den Silos hatte ebenfalls einiges zu bieten, darunter farbenprächtige Gewänder und keltischen Silberschmuck.

Für den Beginn des großen Sommerevents war das Wetter zwar ein ziemlicher Reinfall, aber am Wochenende soll es ja angeblich wieder strahlenden Sonnenschein geben. Hoffen wir das Beste :-)

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