Ausstellung „Stadtansichten“ auf der Stephan Jantzen

Gemälde der Künstlerin Heidi Hopfmann werden auf dem Eisbrecher „Stephan Jantzen“ ausgestellt

14. September 2011, von
Der Eisbrecher Stephan Jantzen im Rostocker Stadthafen
Der Eisbrecher Stephan Jantzen im Rostocker Stadthafen

Es mutet im ersten Moment sehr seltsam an. Eine Ausstellung auf einem Eisbrecher? Auf einem Schiff? Diese eigenwillige Idee wurde tatsächlich umgesetzt. An Bord der „Stephan Jantzen“ zeigt nun eine Ausstellung Gemälde der Künstlerin Heidi Hopfmann.

Die „Stephan Jantzen“ ist ein stillgelegter Eisbrecher, der unweit des Theaters im Stadthafen zu finden ist. Betrieben und erhalten wird er ehrenamtlich von einer gleichnamigen Interessengemeinschaft, der IG Eisbrecher „Stephan Jantzen“.

Heidi Hopfmann stellt ihre "Stadtansichten" in der Stephan Jantzen aus
Heidi Hopfmann stellt ihre "Stadtansichten" in der Stephan Jantzen aus

Normalerweise finden auf dem Schiff Besucherführungen oder auch der eine oder andere Vortrag statt. Aber eine Ausstellung, das ist neu. Es war dem Kapitän der IG, Michael Egelkraut, ein Bedürfnis, das Angebot des kulturellen Beitrags zu vergrößern. Die nun ausgestellten Gemälde sollen eine Kombination von „maritimem Milieu und architektonischer Realität“ schaffen, so Egelkraut.

Marienkirche gemalt von Heidi HopfmannWie der Name schon andeutet, zeigt die Ausstellung „Stadtansichten“. Ihre Thematik gehe allerdings über bloße Stadtansichten hinaus, erzählte die Künstlerin selbst. Viel mehr habe sie bei ihrer immerwährenden Suche nach Motiven „Steine der Vergangenheit“ gefunden, die nun ihr großes Rahmenthema seien. Die derzeitige Ausstellung zeigt vor allem Motive aus der Hansestadt Rostock, wie die Nikolai- oder Petrikirche. Manche Motive habe sie auch in den umliegenden Städten und Orten gefunden. Doch alle Gemälde zeigen die „Norddeutsche Backsteingotik“.

Was bei der Betrachtung der Ölbilder auffällt, sind die bewusst eingesetzten „schiefen“ Linien. Heidi Hopfmann beschreibt den Grund dieser Eigenheit damit, dass sie nicht nur die Häuser gesehen habe, sondern auch die Menschen darin. Diese Menschen seien fröhlich gewesen und daher würden die „wackelnden“ Steine und Mauern ihr selbst und dem Betrachter „zuwinken“ und ihn grüßen.

Die aktuelle Ausstellung ist noch bis zum 25. Oktober auf der „Stephan Jantzen“ zu finden. Es soll die erste von vielen weiteren derartigen Veranstaltungen sein.

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