Intercity Dresden - Berlin – Warnemünde gestartet

Seit heute verkehren nicht nur die S-Bahnen wieder bis zum umgebauten Bahnhof in Warnemünde, mit dem Intercity geht es direkt nach Berlin, Dresden und Wien

19. Mai 2020, von
Mit dem Intercity von Warnemünde nach Berlin, Dresden und nachts nach Wien
Mit dem Intercity von Warnemünde nach Berlin, Dresden und nachts nach Wien

Nach dem Umbau des Warnemünder Bahnhofs sind die S-Bahnen seit heute wieder unterwegs. Gleichzeitig beginnen und enden die neuen Intercity-Doppelstockzüge der Linie Rostock–Berlin–Dresden ab heute im Seebad Warnemünde.

Mit dem Intercity von Warnemünde nach Berlin und Dresden

Die neue Intercity-Linie von Rostock-Warnemünde, über Berlin nach Dresden wird täglich im Zwei-Stunden-Takt bedient. Von Dresden dauert die Fahrt 4 Stunden und 42 Minuten. Wer um 05:19 Uhr in der sächsischen Landeshauptstadt abfährt, ist um 10:01 Uhr (fast) am Ostseestrand. In die Rückrichtung fährt der letzte Intercity um 17:52 Uhr in Warnemünde ab. Berlin Gesundbrunnen ist in 2 Stunden und 27 Minuten erreichbar, bis zum Hauptbahnhof der Hauptstadt dauert es sieben Minuten länger. Einen zusätzlichen Halt gibt es am Flughafen Schönefeld, ab Herbst soll der neue BER-Flughafen bedient werden.

Nachtzug von Warnemünde nach Wien

Über Nacht gibt es sogar eine Direktverbindung zwischen Warnemünde und Wien. Wer um 19:56 Uhr im Seebad in den Zug steigt, kommt am nächsten Vormittag um 10:45 Uhr in der Hauptstadt Österreichs an. In der Gegenrichtung trifft der Zug aus Wien um 8:59 Uhr an der Ostseeküste ein – heute Morgen zum ersten Mal.

Bei einer Fahrtzeit von knapp 15 Stunden ist allerdings Sitzfleisch angesagt, Schlafwagen gibt es nicht. Hintergrund dieser Verbindung ist vielmehr, dass die Züge im Stadler-Werk in Wien gewartet werden und die Bahn die Überführungsfahrt für Kunden geöffnet hat. Die Nachtverbindung führt nicht über Dresden, sondern von Warnemünde aus über Leipzig, Jena, Nürnberg und Linz.

Moderne Doppelstockzüge des Herstellers Stadler

Auf der Fernverkehrsstrecke zwischen Warnemünde und Dresden kommen KISS-Doppelstockzüge des Herstellers Stadler zum Einsatz. Die Deutsche Bahn hat diese 2019 von der der österreichischen Westbahn übernommen.

Der Züge verfügen über 300 Sitzplätze, einen Familienbereich sowie zwei Rollstuhl- und acht Fahrradstellplätze. Es gibt Steckdosen am Platz und kostenloses W-Lan.

Nach dem Umbau geht es am Bahnhof Warnemünde barrierefrei um die Gleise statt durch den Tunnel
Nach dem Umbau geht es am Bahnhof Warnemünde barrierefrei um die Gleise statt durch den Tunnel

Umbau des Bahnhofs Warnemünde

Rund 65 Millionen Euro haben Bund, Land, Stadt und Deutsche Bahn in den Umbau des Warnemünder Bahnhofs investiert. Die Arbeiten begannen im Oktober 2018 mit dem Bau eines digitalen Stellwerks, das die Züge zwischen Bramow und Warnemünde steuert. Im September 2019 startete der eigentliche Umbau des Bahnhofs. Entstanden sind neue Bahnsteige mit modernen Beschallungsanlagen, neuer Beleuchtung und digitalen Informationsanlagen sowie neue Wetterschutzhäuschen und Wegeleitsysteme.

Der über 100 Jahre alte Bahnhofstunnel wurde zugeschüttet und durch einen barrierefreien, ebenerdigen Weg ersetzt. Zwei neue Fernbahnsteige mit einer Länge von jeweils 370 Metern wurden für Intercity- und ICE-Züge errichtet. Vom östlichsten Bahnsteig 5, der gleichzeitig als Hochwasserschutzmauer dient, gibt es künftig drei ebenerdige Zugänge zum Neuen Strom. Auf Höhe des bisherigen Tunnels ist dieser bereits fertig, an den Zugängen zu den beiden Kreuzfahrtterminals wird noch gearbeitet.

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