Jugend forscht 2019: Landessieger kommen aus Rostock

Schülerinnen des Innerstädtischen Gymnasiums fahren zum Bundeswettbewerb Jugend Forscht

13. März 2019, von
Die Teilnehmerinnen am Bundeswettbewerb Jugend Forscht aus Mecklenburg-Vorpommern
Die Teilnehmerinnen am Bundeswettbewerb Jugend Forscht aus Mecklenburg-Vorpommern

Der Wissenschaftsnachwuchs des Landes ist weiblich und kommt aus Rostock, genauer gesagt vom Innerstädtischen Gymnasium. So sieht es zumindest nach der Preisvergabe des Landeswettbewerbs für Jugend forscht heute in der Stadthalle aus. Zwei Forscherteams wurden mit dem 1. Preis ausgezeichnet und dürfen Mitte Mai am Bundeswettbewerb in Chemnitz teilnehmen. Svea Lübke, Frieda Engel und Franziska Masberg hatten sich in ihrer Arbeit mit der Bestimmung des Rostocker Stadtklimas mit Hilfe von Flechten als Bioindikatoren befasst. „Dazu recherchierten die Teilnehmer akkurat eine Vielzahl an Flechtenarten an verschiedenen Standorten. Auf diese Daten basiert entwickelten sie eine Güteklassematrix, die eindeutige Rückschlüsse auf die Qualität des jeweiligen Standortes zulässt“, lobte die Jury und zeichnete die drei Schülerinnen als Beste im Fachgebiet Biologie aus.

Im Fachgebiet Chemie konnten Lara Jessica Stoklasek, Franka Freytag und Alina Guljam überzeugen. In ihrem Projekt „Paint Flakes – Die bunten Giftbomben der Warnow“ haben sie sich zum Ziel gesetzt, Farbabplatzungen von Bootslacken im Alten Strom und im Fischereihafen nachzuweisen und mittels der RAMAN- und Infrarotspektroskopie zu analysieren. „Dieses Ziel haben wir erreicht. Aber es gibt noch mehr zu erforschen, man müsste beispielsweise noch weitere Analysemethoden hinzuziehen oder könnte noch weiterforschen, inwiefern die Standorte eine Rolle spielen. Es gibt noch Fragen, die offen sind“, erzählt Franka Freytag begeistert. „Mal schauen, wie es weitergeht“, ergänzt Lara Jessica Stoklasek vor der Preisverleihung „In drei Wochen steht erstmal das Abitur an.“

Jugend Forscht ist Deutschlands größter Nachwuchsforscherwettbewerb für Schüler von 15 bis 21 Jahre. In Mecklenburg-Vorpommern beteiligten sich beim 29. Landeswettbewerb 73 Schülerinnen und Schülern mit 33 Arbeiten. 15 Arbeiten wurden von 24 Teilnehmern eingereicht, die jünger als 14 Jahre sind und somit ihre Forschung in der Juniorensparte „Schüler experimentieren“ vorstellten. Der Hauptteil der Projekte stammt aus dem Schulamtsbereich Rostock.

In ihren Forschungsarbeiten stellen sich die Schüler Problemen der Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik. In diesem Jahr war der Landeswettbewerb vor allem von den Themen Müll und Plastikvermeidung geprägt, fasst Landeswettbewerbsleiter Heiko Gallert zusammen. Er freute darüber, dass sich die Qualität der schriftlichen Arbeiten deutlich verbessert hat und auch die Teilnehmerzahlen wieder gestiegen sind.

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