Eine Schiffsglocke für das Wendländer Schilde

Ein unterirdisches Klangkunstwerk wird ab Herbst 2014 den neuen Platz „Am Wendländer Schilde“ bereichern

14. Februar 2014
Unter einer unscheinbaren Messingplatte findet das unterirdische Klangkunstwerk Am Wendländer Schilde seinen Platz
Unter einer unscheinbaren Messingplatte findet das unterirdische Klangkunstwerk Am Wendländer Schilde seinen Platz

Ein Klangkunstwerk wird ab Herbst 2014 den neuen Platz Am Wendländer Schilde bereichern. Dies teilt das Amt für Kultur, Denkmalpflege und Museen mit. Der von Torben Laib geschaffene Entwurf sieht im westlichen Bereich des zurzeit in Verantwortung der Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtentwicklung und Wohnungsbau mbH neu entstehenden öffentlichen Platzes eine vermeintlich zufällig am Boden liegende Messingplatte vor. Darunter verbirgt sich in einem Klangschacht eine elektrisch betriebene Schiffsglocke, die am Tage stündlich und zu liturgischen Anlässen durch einen Mechanismus zum Klingen gebracht wird. Der aus der Tiefe vernehmbare Klang soll die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich ziehen, die sich auf dem Platz aufhalten.

Torben Laib
Torben Laib

Die Arbeit entstand aus der Idee heraus, innerhalb der historischen Rostocker Altstadt Stadtgeschichte durch künstlerische Objekte zu vermitteln, wie sie etwa im „Glockengießerhof“ oder in der Straße „Am Bliesathsberg“ bereits realisiert wurden. Der neue Platz „Am Wendländer Schilde“ mit Park- und Aufenthaltsflächen wird eine Informationstafel zur Geschichte des Ortes erhalten sowie ein freies Kunstwerk, das sich auf den Ort und seine Historie bezieht. Dafür hat das Amt für Kultur, Denkmalpflege und Museen der Hansestadt Rostock ein Projekt mit Studierenden der Muthesius Kunsthochschule Kiel initiiert. Die Klasse für Bildhauerei von Prof. Elisabeth Wagner, die bereits Arbeiten für den öffentlichen Raum von Kiel realisiert hat, wurde eingeladen, im Wintersemester 2013/2014 einen hochschulinternen studentischen Kunstwettbewerb durchzuführen. Die Studierenden präsentierten kürzlich die Resultate dieses Wettbewerbs einem Auswahlgremium, in dem unter anderem Vertreter der Stadtverwaltung Rostock, des Ortsbeirates Mitte, der Innenstadtgemeinde sowie Rostocker Künstlerinnen vertreten waren. Das Gremium entschied sich mehrheitlich für die Arbeit „Ein Klang“ des 23-jährigen Torben Laib, ein zweiter Preis ging an Hannah Bohnen, ein dritter Preis wurde an Laura Leppert vergeben.

Auswahlgremium:
Fachpreisrichter/innen: Katrin Schmidtbauer (Künstlerin, Berlin), Wolfgang Zeigerer (Direktor der Stadtgalerie Kiel), Tanja Zimmermann (Künstlerin, Rostock), Sonja Rolfs (Künstlerin, Rostock)
Sachpreisrichter/innen: Prof. Dr. Ludwig Fromm (Kunsthochschule Kiel), Prof. Dr. Petra Maria Meyer (Kunsthochschule Kiel), Raingard Kraeft (Ortsbeirat Rostock-Stadtmitte), Dr. Ulrich Ptak (Amt für Kultur, Denkmalpflege und Museen Rostock), Andrea Jentzsch (Kirchgemeinderat, Innenstadtgemeinde Rostock)

Quelle: Hansestadt Rostock, Pressestelle

Schlagwörter: Kunst (143)Östliche Altstadt (63)RGS (31)Sanierung (87)

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