Klima-Aktionstag am Hauptbahnhof

Preisverleihung Stadtradeln, Pedelectest und buntes Bühnenprogramm am Hauptbahnhof

16. September 2011, von

Umweltsenator Holger Matthäus, Wilfried Eisenberg (RSAG), Staatssekretär Sebastian Schröder, Martin Elshoff (ADFC), Peter Westenberger (DB), Architekt Christian BlauelUnter dem Motto „Mobil fürs Klima in Rostock!“ stand am Freitag ein Aktionstag der Hansestadt Rostock und des Amts für Umweltschutz. Auch die Deutsche Bahn, die RSAG sowie der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club waren an der Ausrichtung beteiligt.

Für solch eine Veranstaltung gab es mehr als nur einen Anlass. Zunächst einmal ist da die alljährlich stattfindende Europäische Mobilitätswoche zu nennen, eine Initiative des Klimabündnisses europäischer Städte. Dabei soll es zwar vor allem, aber nicht nur darum gehen, darauf aufmerksam zu machen, etwa öfter das Fahrrad zu benutzen. Auch die Förderung des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs ist Thema. Dieses Jahr wurde der Rostocker Hauptbahnhof 125 Jahre alt. Was liegt da also näher, als diese Ereignisse zu kombinieren, und den Klimatag gleich vor dem Bahnhof zu veranstalten.

Und was kann der Hauptbahnhof noch gebrauchen? Die Radler und die Stadtverwaltung waren sich schnell einig: Eine Fahrradstation sollte hier entstehen. In dieser könnten Fahrräder nicht nur abgestellt werden, sie wären auch bewacht und vor Witterung geschützt. In Kooperation mit DB, RSAG und ADFC beauftragte man ein Rostocker Architekturbüro mit einer Machbarkeitsstudie. Die Studie geht von Stellplätzen für zunächst 400 Fahrräder aus. Auch eine Werkstatt und Ladestationen für Pedelecs sollen dazugehören.

Die Studie wird in den nächsten Monaten als Grundlage für weitere Gespräche dienen, in denen ergründet werden soll, wer ab wann diese Station bauen und betreiben könnte und welche Fördermöglichkeiten es zu deren Finanzierung gibt. Schon jetzt werden am Hauptbahnhof täglich über 300 Fahrräder abgestellt.

stadtradeln_2011_rostock_lukas_vogel
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Ebenfalls ein großes Thema war das Stadtradeln 2011. „Die Grundidee des Stadtradelns ist eigentlich, dass bundesweit möglichst viele Städte für drei Wochen aufs Fahrrad steigen und das Auto einfach stehen lassen“, so Ilona Hartmann vom Amt für Umweltschutz. Die Radfahrer traten in Teams an und registrierten ihre gefahrenen Kilometer online.

In Rostock beteiligten sich 27 Teams mit über 370 Teilnehmern. Sie sind innerhalb von drei Wochen zusammengerechnet über 47000 Kilometer gefahren. Auszeichnungen gab es am Klima-Aktionstag unter anderem für das aktivste oder das originellste Team. Über einen Preis als bester Radler durfte sich Lukas Vogel vom ebenfalls prämierten Team „Bunte Speiche“ freuen. Er legte in den drei Wochen satte 1044 Kilometer zurück.

fahrradcodierung_uwe_gruner_verkehrswacht
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Die Veranstaltung bot interessierten Radfahrern auch die Möglichkeit der kostenlosen Fahrradcodierung zum besseren Diebstahlschutz.. Uwe Gruner, ehrenamtlich bei der Deutschen Verkehrswacht tätig, führte diese Codierung durch und erklärte die Vorteile: „Durch die Codierung kann die Polizei im Fall eines Diebstahls den wirklichen Eigentümer des Fahrrads ermitteln“.

Zunächst wird ein Code in den Rahmen graviert und dann zusammen mit Namen und Anschrift des Eigentümers an die Polizei übermittelt. Bei begründetem Verdacht, dass ein Fahrrad gestohlen ist, kann die Polizei dann aktiv werden und den wirklichen Eigentümer des Rades ermitteln.

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