Kurhaus Warnemünde soll zu Ostern wieder öffnen

Torten, Eis und mediterrane Küche soll es nach der Sanierung in den Restaurants des Warnemünder Kurhauses geben

9. März 2011, von
Kurhaus Warnemünde
Kurhaus Warnemünde

Solange das Wetter mitspielt, soll das Warnemünder Kurhaus zu Ostern wieder eröffnen. Das plant zumindest sein neuer Mieter Torsten Klingbeil, der zu Beginn des Jahres das Kurhaus für die nächsten zehn Jahre übernommen hat. Frost hatte bei der Ausbesserung der Klinkerfassade in der letzten Zeit zu Verzögerungen geführt. Ende April soll die Gastronomie aber nach umfangreichen Außen- und Innensanierungen wieder in Betrieb genommen werden.

„Alle, die es von früher kennen, werden es wahrscheinlich nicht wieder erkennen“, kündigt der neue Betreiber an. Eine Millionen Euro haben er und sein Partner Guido Greifenberg für die Instandsetzung des Hauses investiert, so Torsten Klingbeil. Geboren in Bad Sülze, pendelt der Gastronom heute zwischen Warnemünde und Berlin, wo er die Geschäfte mehrerer Restaurants führt.

Kurhaus Warnemünde, Zelte sollen frostbedingte Verzögerungen bei der Sanierung der Klinkerfassade verhindern
Kurhaus Warnemünde, Zelte sollen frostbedingte Verzögerungen bei der Sanierung der Klinkerfassade verhindern

Im Erdgeschoss wird es ein Kaffeehaus mit eigener Torten- und Eisproduktion geben. Oben entsteht ein Restaurant mit mediterraner und regionaler Küche. Auch hier legt Torsten Klingbeil Wert auf Selbstgemachtes und Bodenständigkeit. „Alles wird frisch zubereitet“, verspricht der 49-Jährige.

Für den Saal gibt es ebenfalls schon Nutzungspläne. Bevor er jedoch wieder in neuem Glanz für kulturelle und gesellschaftliche Ereignisse zur Verfügung steht, „muss dringend was gemacht werden“ – das hat sich der neue Betreiber für die nächste Saison vorgenommen.

Solange das Große Haus des Volkstheaters Rostock nicht bespielbar ist, könnte sich Klingbeil hier auch Aufführungen vorstellen – dies habe er dem Volkstheater bereits angeboten.

Kurhausgarten Warnemünde
Kurhausgarten Warnemünde

Bedarf für Verschönerungsmaßnahmen sieht er auch noch im Kurhausgarten. Hier seien bereits 25 Konzerte mit der Tourismuszentrale abgestimmt. „Los geht es zum Muttertag am 8.Mai“, verrät Bettina Krüger von der Tourismuszentrale. Bis Ende September wird dann ein vielfältiges Programm im Pavillion oder in der Konzertmuschel aufgeführt. „Wir hoffen natürlich, dass alles schön wird und sich die Gäste wohlfühlen“, blickt Bettina Krüger zuversichtlich auf die kommenden Sommermonate.

Mit dem Hotel Neptun gebe es ebenfalls Gespräche über weitere Veranstaltungen. Eine eigens dafür eingerichtete Abteilung im Unternehmen soll zukünftig für die Vermarktung und das Management des Veranstaltungsortes zuständig sein.

Das Warnemünder Kurhaus wurde Anfang des 20. Jahrhunderts im Stil der Neuen Sachlichkeit entwickelt und 1928 als Restaurant- und Cafébetrieb mit Kurhausgarten eröffnet. Seither wurden auch kulturelle Veranstaltungen im Kursaal und im Kurhausgarten durchgeführt. Auch ein Casino ist in dem Gebäude untergebracht.

Die letzte große Sanierung des gesamten Kurhauskomplexes wurde Ende 2002 abgeschlossen. Der Gaststättenbetrieb war im Februar letzten Jahres vom Betreiber Ripka Catering überraschend eingestellt worden. Seitdem war die Eigentümerin, die DKB PROGES ZWEI GmbH, auf der Suche nach neuen Investoren.

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