Warnemünder Leuchtturm soll WLAN-Hotspot werden

Die Idee eines Bürger-WLAN ist gestorben, neue kostenfrei zugängliche Hotspots soll es in Warnemünde und Rostocks Innenstadt trotzdem geben

9. Oktober 2019, von
Warnemünder Leuchtturm soll WLAN-Hotspot werden (Foto: Archiv)
Warnemünder Leuchtturm soll WLAN-Hotspot werden (Foto: Archiv)

Neun kostenfrei zugängliche WLAN-Hotspots hat Stadtsprecher Ulrich Kunze in Warnemünde gezählt. Zwei davon betreibt die Tourismuszentrale – einen an der Tourist-Info in der Kirchenstraße, den anderen am neuen WC-Häuschen an der Promenade, mit dem auch die Abdeckung am Strand getestet werden soll. Das vom Ortsbeirat gewünschte kostenfreie WLAN in ganz Warnemünde dürfte es so schnell allerdings nicht geben, muss Ulrich Kunze auf der gestrigen Ortsbeiratssitzung im Seebad einräumen.

Die vor über einem Jahr geborene Idee eines Bürger-WLAN mit identischem Netzwerknamen (HROfreeWiFi) muss als gescheitert betrachtet werden, erklärt Kunze. Technische Schwierigkeiten und wenig Interesse bei möglichen Partnern – Restaurants, Pensionen und Hotels – ebenso wie bei den großen und regionalen Telekommunikationsanbietern zählt er als Ursachen auf.

Auch habe die Nutzung beim innerstädtischen WLAN abgenommen. Seit rund sechs Jahren gibt es freies WLAN auf dem Neuen Markt. Waren es anfangs etwa 300 Nutzer am Tag, wählten sich im letzten Monat nur noch durchschnittlich 120 Gäste täglich ein. Das müsse bei der Kosten-Nutzen-Analyse berücksichtigt werden, so Kunze.

Um Erfahrungen zu sammeln, gibt es aber Bestrebungen das bestehende Angebot vom Neuen Mark auf die komplette Kröpeliner Straße zu erweitern. Rund 98 Prozent der Einkaufsmeile könnten mit WLAN abgedeckt werden.

Und auch das Seebad Warnemünde ist nicht komplett abgeschrieben. Für Passagierkai und Strandpromenade sind Hotspots geplant, ebenso wie es temporäre Zugangspunkte während Großveranstaltungen wie der Hanse Sail oder der Warnemünder Woche geben soll. Und auch in den beiden mit Stadtteilförderung geplanten „Erlebnisparks“ in Toitenwinkel und Lütten Klein ist WLAN fester Bestandteil.

Matthias Ehlers, Vorsitzender des Warnemünder Umweltausschusses und bei den Stadtwerken für Netzwerkinfrastruktur verantwortlich, treibt derweil ein anderes Projekt voran. Gemeinsam mit dem Förderverein Leuchtturm Warnemünde, dem Heimatmuseum, Gastronomen und Gewerbetreibenden möchte er entlang der Alexandrinenstraße ein durchgängiges WLAN-Netz aufbauen. Damit das Warnemünder Wahrzeichen „im 21. Jahrhundert eine neue Funktion kriegen kann, nämlich Leuchtturm im Sinne von WLAN“, so Ehlers.

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1 Kommentar

  • Phillipp sagt:

    Tja, was soll man dazu sagen?
    Das die Nutzung am Neuen Markt zurück gegangen ist, ist sicher nicht der fehlende Bedarf, sondern eher, dass es kaum Sinn macht, sein WLAN immerzu angeschaltet zu lassen, wenn es eh nur mal punktuell offenes WLAN gibt. Daher wird die Nutzung zurück gegangen sein, denn die meisten bleiben ja nicht 10 Minuten auf dem Neuen Markt, nur um mal kurz WLAN zu nutzen, bevor sie dann weiter gehen müssen, OHNE WLAN wohlgemerkt.
    Schaut man in andere Länder, ist so vieles möglich! Auch in Kiel habe ich das vor kurzem erst erlebt. Fast dauerhaft ist man in Hotspots vom free wifi dort. Schade, dass man hier noch so hinterherhinkt und hinken wird :(

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