Rostock wird Smile City

Als „Modellprojekt Smart City“ will die Hanse- und Universitätsstadt Rostock mit Hilfe von Digitalisierungsprojekten menschenfreundlicher, nachhaltiger und moderner werden

24. September 2020
Smile City Rostock
Smile City Rostock

„Rostock wird Smile City“, verspricht Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen. Heute (8. September 2020, Anm. d. Red.) wurde vom Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, Horst Seehofer, bekanntgegeben, dass die Hanse- und Universitätsstadt Rostock ein „Modellprojekt Smart City“ der zweiten Staffel dieses Bundesförderprogramms ist. „Wir können nun in Rostock zeigen, dass wir mit Hilfe von Digitalisierungsprojekten digitale Bürgerservices und neue Technologien umsetzen, die unsere Stadt menschenfreundlicher, nachhaltiger und moderner machen“, unterstreicht der Oberbürgermeister.

„Als Modellstadt wagen wir nun den Sprung ins Morgen! Dabei steht der Mensch für uns im Fokus. Wir wollen durch Digitalisierung moderne Mobilität, grüne Technologien und Ressourcen schonendes Wirtschaften als Leitbild für unsere Stadtentwicklung begreifen.“

Zugleich will der Oberbürgermeister Ängste vor neuen Technologien nehmen. „Digitalisierungsprojekte sind nur dann erfolgreich, wenn sie die Menschen einbeziehen. Doch das funktioniert nicht von heute auf morgen. Denn es geht nicht darum, Arbeit und Verantwortung wegzurationalisieren. Es geht darum, Prozesse transparenter, effektiver und bürgerfreundlicher zu gestalten, unnötige Arbeiten und lange Wartezeiten zu vermeiden. Die Corona-Pandemie hat uns gezeigt, wie schnell sich Arbeitsvorgänge verändern können, und dass Digitalisierung auch zu mehr Lebensqualität führt. Diesen Schub wollen wir ausnutzen als Rückenwind auf unserem Weg in den kommenden Monaten und Jahren.“

Die Hanse- und Universitätsstadt Rostock hatte sich am 20. Mai 2020 um eine Teilnahme in dem Bundesförderprogramm beworben. Im Mittelpunkt der Bewerbung standen vier Schwerpunkte:

  • Willensbildung und Teilhabe sollen die aktive Bevölkerung darin bestärken, ihr städtisches Umfeld zu verbessern und damit die digitale Transformation zu stärken.
  • Services der Stadt sollen besser miteinander vernetzt werden. Durch den Aufbau einer Datenkompetenz, hoher Agilität und nutzerfokussierten Personadenkens sollen bessere Entscheidungen getroffen werden. Ziel ist die Realisierung einer modernen, zukunftsorientierten und bürgernahen Verwaltung.
  • Intelligent vernetzte und miteinander genutzte öffentliche Räume mit hoher Aufenthaltsqualität sollen entstehen.
  • Eine Kooperationsplattform soll kreiert und der Prozess wissenschaftlich begleitet und dokumentiert werden. Durch die Kooperation mit skandinavischen Städten soll von deren Erfahrungsvorsprung profitiert werden und darauf aufbauend eigene Lösungen entstehen.

Teil der Rostocker Bewerbung war nicht nur die Einbeziehung der kommunalen Unternehmen und von Partnern aus der Region, sondern auch der Wissenstransfer aus und in Partner- und befreundete Städte Rostocks. Insgesamt zwölf Mio. Euro stehen nun für Digitalisierungsprojekte in Rostock zur Verfügung, davon werden etwa acht Mio. Euro vom Bund gefördert.

Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen: „Heute ist ein toller Tag für unsere Stadt! Unsere Vision für Rostock hat in Berlin Anklang gefunden. Jetzt wollen wir gemeinsam Rostock weiter entwickeln! Als OB freut mich das besonders, weil damit trotz Corona ein sehr wichtiger Meilenstein erreicht ist.“

In den kommenden Wochen erfolgt die formelle Antragstellung bei der KfW-Bank, welche das Förderprogramm finanziell betreut. Parallel wird das Gesamtvorhaben projektiert und eine Arbeitsstruktur aufgebaut. Die erste Phase des Vorhabens bindet vor allem die Einwohnerinnen und Einwohner, aber auch die Unternehmen der Stadt ein. Gemeinsam mit der Stadtgesellschaft sollen Digitalisierungsstrategien für Rostock entwickelt werden. Ab Ende 2021 erfolgt dann bereits die Umsetzung von ersten Maßnahmen in der Stadt. Ein erstes erfolgreiches Treffen aller Geschäftsführenden der städtischen Unternehmen und Versorger am 25. August vereinbarte bereits eine stärkere Zusammenarbeit auf dem Weg zur Smile City Rostock.

Mit den Modellprojekten Smart Cities unterstützt die Bundesregierung Kommunen dabei, die Digitalisierung strategisch im Sinne einer integrierten nachhaltigen Stadtentwicklung zu gestalten. Ziel des Förderprogrammes ist es, sektorenübergreifende digitale Strategien für das Stadtleben der Zukunft zu entwickeln und zu erproben.

Quelle: Hanse- und Universitätsstadt Rostock, Pressestelle

Schlagwörter: Digitaliserung (1)Internet (45)Nachhaltigkeit (7)Smile City (1)

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