Lucie und Karl-Heinz – Theater für Kinder im Klostergarten

Nach der Bilderbuchgeschichte von Franz Zauleck präsentiert von der Compagnie de Comédie

13. August 2010, von
Lucie und Karl-Heinz im Klostergarten
Lucie und Karl-Heinz im Klostergarten

Hund und Katze friedlich unter einem Dach? Das geht bekanntlich selten gut! Aber verträgt sich eine Katze mit einem Schwein? Das können die Zuschauer des Sommertheaters im Klostergarten herausfinden. Denn dort zeigt die Compagnie de Comédie noch bis zum 22. August das Theaterstück „Lucie und Karl-Heinz“ nach der gleichnamigen Bilderbuchgeschichte von Franz Zauleck.

Lucie
Lucie

Die Katze Lucie hat großen Kummer. Seit einiger Zeit wohnt ein Hund bei ihrer Familie. Da ist kein Platz mehr für die Samtpfote. Deshalb zieht sie hinaus, um ein neues Zuhause zu suchen. Draußen ist das Wetter ungemütlich (im Buch ist es Winter, im Klostergarten gibt es mit viel Glück echten Regen von oben). Lucie ist froh, als sie endlich ein Haus erreicht und von seinem Bewohner Karl-Heinz, „dem intelligentesten Schwein der Welt“, freundlich aufgenommen wird. Die beiden sind sich auf Anhieb sympathisch. Gern ist Karl-Heinz bereit sein Haus mit Lucie zu teilen, die dann auch prompt bei ihm einzieht.

Karl Heinz
Karl Heinz

Schnell zeigt sich aber, dass die beiden doch sehr unterschiedliche Vorlieben haben. Das fängt schon mit dem Essen an. Als Schwein bevorzugt Karl-Heinz natürlich vegetarische Kost. Nach dem langen Weg völlig ausgehungert, ist die Katze auch nicht wählerisch und verschlingt die ungeliebten Karotten, die ihr vom Gastgeber serviert werden. Ein weitaus größeres Problem stellt jedoch die Unordnung im Haus dar. Denn Karl-Heinz ist nicht nur ein Schwein, sondern auch ein emsiger und genialer Erfinder. Seine Maschinen, Apparate und Werkzeuge lässt er dabei gerne mal liegen. Beim Tüfteln bleibt zum Aufräumen einfach keine Zeit. Und wie sagte Einstein schon so schön „Das Genie beherrscht das Chaos!“ Die reinliche Katze Lucie hingegen mag es lieber sauber und ordentlich. Streit scheint also programmiert.

Hausputz
Hausputz

Anfänglich bemüht sich Karl-Heinz ja noch, seine Sachen aufzuräumen. Aber als es trotzdem unordentlich bleibt, übernimmt schließlich Lucie, dem alten Rollenmodell entsprechend, den Hausputz. Immerhin unterstützt sie Karl-Heinz, indem er so tolle Hilfsapparate wie die Kaschäpukoma (KArtoffel-SCHÄl-PUtz-KOch-MAschine) und einen Staubsauger erfindet. Doch mit ihrer Reinlichkeit macht die Katze ihrem Mitbewohner keine Freude. Denn ihre Ordnung bringt alles durcheinander. Der Erfinder findet seine Werkzeuge nicht mehr und ist genervt. „Keiner versteht mich“, jammert Lucie verzweifelt: „Ich will immer alles richtig machen und dann mache ich immer alles falsch!“ So kann das jedenfalls nicht weitergehen zwischen Katze und Schwein. Ob sie eine Lösung finden und sich wieder vertragen oder ob Lucie auszieht – das soll hier aber noch nicht verraten werden.

Zuschauer
Zuschauer

Den großen und kleinen Zuschauern jedenfalls gefiel die liebevolle und lustige Vorstellung mit Texten von Karen Bruckmann und der Musik von Wolfgang Bretschneider. Gespielt wurde die Katze Lucie von Jacqueline Maria Rompa und Karl-Heinz von Eckhard Ischebeck. Auch der dreijährige Jannes lachte und fieberte mit seiner Oma Bärbel Schulze kräftig mit. Vielleicht wird sich ja auch der ein oder andere im Publikum in einer der beiden Figuren wiedererkannt haben.

Karl Heinz und Lucie
Karl Heinz und Lucie

Uneinigkeit wurde allerdings bei der Frage deutlich, ob Kinder, sowie das Schwein Karl-Heinz, Matsch mögen. Einige Zuschauer stimmten freudig zu, andere protestierten vehement. Eine sichere Erkenntnis hingegen war am Ende, soviel sei hier schon einmal vorweggenommen, dass Alleinsein und Aufräumen nicht glücklich machen.

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