Umfrage zur Markthalle gestartet

Mit einer Bürgerbefragung zur geplanten Markthalle möchte die Großmarkt GmbH herausfinden, was sich die Rostocker dort an Angeboten und Veranstaltungen wünschen

15. September 2020, von
Ein möglicher Standort für die Markthalle in Rostock ist der Stadthafen, wo sie zur Buga 2025 als Blumenhalle dienen würde (Foto: Archiv)
Ein möglicher Standort für die Markthalle in Rostock ist der Stadthafen, wo sie zur Buga 2025 als Blumenhalle dienen würde (Foto: Archiv)

Bio-Lebensmittel oder konventionelle Produkte, regionale Angebote oder internationale Spezialitäten, preiswert oder hochwertig, mit Gastronomie und Veranstaltungen? Was sich die Rostocker für die geplante Markthalle wünschen, können sie ab heute über eine Online-Umfrage einbringen.

Im Januar hatte die Bürgerschaft den Oberbürgermeister beauftragt, ein Konzept zur Errichtung einer Markthalle als Standort für Veranstaltungen und Handelsplatz regionaler landwirtschaftlicher Erzeugnisse zu entwickeln. Stadt und Großmarkt GmbH haben daraufhin die INIK GmbH aus Cottbus mit der Erstellung einer Machbarkeitsstudie beauftragt. Neben der Befragung von Urlaubern können alle Rostocker ab sofort über einen Online-Fragebogen ihre Wünsche und Vorstellungen äußern.

„Je mehr Rostocker und Rostockerinnen mitmachen, desto belastbarer ist das Ergebnis“, hofft Großmarkt-Geschäftsführerin Inga Knospe auf eine rege Beteiligung der Einwohner an der Bürgerbefragung. Der Fragebogen ist unter dem Link https://lamapoll.de/Umfrage_Markthalle_Rostock/ erreichbar. Die Auswertung der Befragung erfolgt laut Anbieter vollständig anonym.

Standort für Markthalle ist noch unklar

Wo die künftige Markthalle in Rostock entstehen soll, ist noch unklar. Ein möglicher Standort wäre im Stadthafen auf Höhe der Schnickmannstraße. Hier könnte die Halle im Rahmen der geplanten Bundesgartenschau (Buga) 2025 entstehen. Während der Gartenausstellung würde der Bau als Blumenhalle dienen, anschließend könnte er als Markthalle weitergenutzt werden. Für diesen Standort sprechen die in Aussicht stehenden Fördermittel.

Im Gespräch sind neben der Nordkante des Neuen Markts auch zwei Standorte im Seebad Warnemünde. Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen hatte die Mittelmole ins Gespräch gebracht und auch das neue Kreuzfahrtterminal WCC8 könnte außerhalb der Saison als Markthalle genutzt werden. Neben dem Neubau einer Markthalle hatte die Bürgerschaft den Oberbürgermeister in ihrem Beschluss ausdrücklich aufgefordert, auch die „Herrichtung einer Bestandsimmobilie“ zu prüfen.

Schlagwörter: Buga (13)Einzelhandel (3)Gastronomie (22)Markthalle (1)Stadthafen (289)

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9 Kommentare

  • Lena S.R. sagt:

    Langsam sieht man vom Stadthafen nichts mehr, weil alles zugebaut wird…
    Wozu eine riesige Halle neu bauen, wenn man das Kreuzfahrtterminal dafür nutzen könnte? Die Frage besteht überhaupt, ob wir so eine Halle unbedingt brauchen und ob sich ein Neubau diesbezüglich rentiert.

  • Frank czerwinski sagt:

    Eine gute Idee, nur die Kombination aus Markt – Veranstaltungshalle erzeugt Reibungspunkte. Ein Markt beginnt in der Regel früh morgens und einige Veranstaltungen gehen bis früh morgens. Dann steht die Frage ob die Gastro wieder an einem „Vertragspartner“ ausgelagert wird und der Veranstalter alle Kosten ohne Einnahmen aus der Gastronomie zu tragen hat. Wie schaut es mit der Miete aus, auch solche völlig überzogenen Vorstellungen wie bei der Stadthalle oder dem MAU-Club?

  • H.B. sagt:

    Ich finde der Stadthafen sollte als parkähnliche Anlage mit Rasen, Bänken, Feuer-/Grillstellen entwickelt werden.
    Auch könnten Stellwände für Grafitti- Künstler aufgestellt werden.
    Zusätzlich braucht man am Hafen mehr öffentliche kostenfreie Toiletten.
    Er ist einer der wichtigsten Freizeitplätze der gesamten Stadt und ist dafür miserabel aufgebaut.
    Eine Markthalle halte ich für den falschen Ansatz.

  • Pietschmann, Hubert sagt:

    Eine Markthalle zum Einkaufen, Essen. Trinken und sich zu treffen…? („OZ“)
    Diese Zwecke erfüllen bereits die vielen Einkaufszentren in allen Stadtteilen „vor Ort“. Wieder einmal eine Schnapsidee „der Politiker“ der Bürgerschaft – wieder einmal Geld verpulvert für eine „Machbarkeitsstudie“ !
    Warum fragt man nicht zuerst einmal die Markthändler, ob sie die erwartbaren Standmieten
    bezahlen wollen / können ?

  • Rostock-Heute sagt:

    Wie geschrieben und im Bürgerschaftsbeschluss festgehalten geht es primär um einen Handelsplatz für regionale landwirtschaftliche Erzeugnisse und die Großmarkt GmbH dürfte schon wissen/erfragen, was ‚ihre‘ Händler von den Wochenmärkten an Standmieten bezahlen können/wollen, oder?

  • Pietschman, Hubert sagt:

    Auch mit gegenüber den bisherigen Wochenmärkten vervielfachten Standmieten könnte die Großmarkt GMBH eine Markthalle „mit regionalen Produkten“ nicht kostendeckend betreiben.
    Markthallen „in anderen Städten“ stammen noch aus Zeiten, als es noch keine Einkaufszentren mit riesigen Verkaufsflächen Obst und Gemüse gab.
    Wir haben bereits das Volkstheater, die Stadthalle, die Hansemesse, den IGA – Park mit ständigem Subventionsbedarf in Millionenhöhe. Allein der IGA – Park benötigte on 2004 bis 2018 alljährlich 2 Millionen Zuschuss – der neue Geschäftsführer versprach eine Reduzierung
    um 10% , also auf 1,8 Mill. Die Subventionen, die schon laufen und in gesteigerter Höhe noch auf uns zukommen (nach Neubau VTR) sollten nicht unnötig noch weiter in die Höhe getrieben werden.

  • Rostock-Heute sagt:

    Deswegen soll untersucht werden, ob durch Veranstaltungen u.ä. eine bessere Kostendeckung erreicht werden kann und welche Zuschüsse voraussichtlich notwendig sind.

    Genau dafür erstellt man eine Machbarkeitsstudie!

  • Birgit Mennenga sagt:

    Das in der Umfrage nicht gefragt wird, ob man da überhaupt hingehen würde und wenn ja, zu welche Anlässen ist schade. Genau so die Frage wo und wie man sich so eine Halle vorstellen könnte, wird nicht abgefragt.

  • Pietschmann, Hubert sagt:

    Frau Mennenga trifft den Nagel auf den Kopf ! Die Umfrage ist ein Mäntelchen für die „angesagte“
    Bürgerbeteiligung. Die eigentliche Frage ist doch die Nachfrage nach einer Markthalle und nicht, ob man sich dort Mecklenburger Wruggen oder Rapsöl im Sonderverkauf wünscht !
    Durch die Rostocker „Politiker“ werden immer neue Subventionsobjekte kreiert – nach der Volksweisheit : Je mehr da beraten, desto dümmer die Taten !

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