„Jungpflanzen angezogen & aufgezogen“ im Artquarium

Produzentengalerie Artquarium zeigt Mode von Frieda von de Kyrschen und Fotografien von Silke Paustian

24. Mai 2012, von
Frieda von de Kyrschen im Artquarium
Frieda von de Kyrschen im Artquarium

„Leute, macht euch hübsch und wartet nicht auf einen besonderen Anlass“ – mit diesen ermunternden Worten begrüßte Frieda von de Kyrschen gestern die Besucher ihrer Vernissage.

Viele Interessierte hatten sich in der Produzentengalerie Artquarium eingefunden, als die Mode-Designerin ihre erste Kollektion mit ihrem Label Stadtkleider einmal völlig anders präsentierte, nämlich in einer fotografischen Inszenierung durch die Fotodesignerin Silke Paustian.

Am liebsten arbeitet Frieda von de Kyrschen mit Cord. Ihre Kleider entstanden vor circa einem Jahr. Sie wollte dabei „in der Nichtlösbarkeit etwas Lösbares finden“. Angefangen hatte alles mit dem Entwerfen von Schmuck, bis sie schließlich einen Nähkurs besuchte. Alles Weitere eignete sich die Rostocker Modedesignerin dann autodidaktisch an – mit großem Erfolg, wie die Ausstellungseröffnung bewies.

Silke Paustian im Artquarium
Silke Paustian im Artquarium

Für die Darstellung der Stadtkleider wählte die Fotodesignerin Silke Paustian einen ungewöhnlichen, aber sehr wirkungsvollen Ort: ein mittlerweile abgerissenes Gewächshaus. Besser hätte der Kontrast zwischen Marodem und Elegantem kaum gelingen können: Verfall auf der einen, Stil und Finesse auf der anderen Seite.

Mode von Frieda von de Kyrschen
Mode von Frieda von de Kyrschen

„Jungpflanzenhaus“ ist auf einer der Gewächshausaufnahmen deutlich zu lesen – daher rührt auch der Titel der Ausstellung: „Jungpflanzen angezogen & aufgezogen“. Die Aufnahmen entstanden im März letzten Jahres und wurden nun zur gelungenen Inszenierung der Kleider hervorgeholt. Die gebürtige Schwerinerin Silke Paustian wuchs in Rostock auf und absolvierte hier auch ihre Ausbildung zur Fotografin, bevor sie an der Fachhochschule in Dortmund Kommunikationsdesign mit dem Schwerpunkt Fotografie studierte.

Frieda von de Kyrschen freute es besonders, dass zwei Kundinnen von ihr erschienen waren und Kleider aus ihrer Kollektion trugen. Sie setzen bereits das um, was sich die Modedesignerin wünscht: Die Straße sollte unser Laufsteg sein.

Fast wäre sie das auch für die zehnjährige Greta geworden. Begeistert zeigte sie mir ihr Lieblingsstück unter den ausgestellten Kleidern – ein weinrotes Cordkleid mit sechs Knöpfen und geraffter Bordüre. Doch leider, fügte sie hinzu, sei es ihr ein wenig zu weit.

Mode von Frieda von de Kyrschen
Mode von Frieda von de Kyrschen

Die Ausstellung ist noch bis zum 4. August in der Produzentengalerie Artquarium im Barnstorfer Weg 36 in 18057 Rostock zu sehen.

Darüber hinaus kann man im Artquarium Schmuck von Anna Silberstein, Keramiken von Celine Krüger und Porzellan von Sandra Schmedemann bewundern und erwerben.

Die Öffnungszeiten sind: Dienstag bis Freitag von 11 bis 18 Uhr und Samstag von 12 bis 14 Uhr.

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1 Kommentar

  • richard sagt:

    Die mit Gänseblümchen dekorierte Grüne Wiese fand regen Zuspruch bei den Gästen. Besonders gefallen haben mir die Fotografien von Silke Paustian. Mit ihrer Betrachtungsweise hat sie der Modefotografie die Beliebigkeit genommen. Bitte mehr davon!

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