Neue Studentenwohnheime als Mietpreisbremse?

Angesichts der Mietpreisentwicklung in den Innenstadtvierteln schlägt die Rostocker SPD den Bau weiterer Studentenwohnheime in der Hansestadt vor

11. Oktober 2013
Neue Studentenwohnheime als Mietpreisbremse?
Neue Studentenwohnheime als Mietpreisbremse?

„Die Rostocker Studierenden leiden unter den steigenden Mietpreisen, vor allem in der KTV und der Innenstadt. Gleichzeitig sind Studierende aber auch eine der Ursachen für steigende Preise, da häufige Neuvermietungen Mieterhöhungen erleichtern, und da Wohngemeinschaften oft zahlungskräftiger sind als z.B. junge Familien oder Senioren. Der Neubau eines Wohnheim-Campus könnte die Stadtmitte spürbar entlasten. Zugleich würde es sozial schwächeren Abiturienten leichter gemacht, ein Studium zu beginnen“, so der SPD-Kreisvorsitzende Dr. Ait Stapelfeld.

Die deutschen Studentenwerke, darunter auch das Studentenwerk Rostock, geben als Ziel vor, 15% der Studierenden mit Wohnheimplätzen zu versorgen. In unserer Stadt fehlen dazu gut 750 Studentenzimmer. Die derzeit extrem günstigen Hypothekenzinsen sollten daher genutzt werden, um zusätzliche Wohnheimplätze in Größenordnungen zu errichten.

Als mögliche Standorte schlägt die SPD die Südstadt oder die Möllner Straße in Lütten Klein vor. Dazu Erhard Sauter, Bürgerschaftsmitglied im Bauausschuss: „Langfristiges Ziel muss sein, mindestens ein Neubauviertel zur studentisch akzeptierten Wohnalternative gegenüber z.B. der KTV oder dem Tweelviertel zu machen. Vorzugsstandort wäre sicherlich die Südstadt. Aber ein neuer Wohnheim-Komplex mit Mensa, Copyshop, Kneipe und Café könnte auch in Lütten Klein gut funktionieren, denn von dort ist man mit der S-Bahn binnen 15 Minuten am Campus Ulmenstraße, in der Uniklinik oder auch am Strand in Warnemünde“, so SPD-Bauexperte Sauter. Weitere Pluspunkte: Die Grundstückspreise in Lütten Klein wären günstiger, und ein solcher Wohnheim-Campus in der Nähe würde auch Stadtteile wie Schmarl oder Lichtenhagen für Studierende attraktiver machen.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Steffen Wandschneider dazu: „Unsere Bürgerschaftsfraktion wird daher beantragen, dass die Stadtverwaltung auf das Studentenwerk zugeht, um gemeinsam ein Konzept für neue Wohnheimplätze in Rostock zu entwickeln. Auf Basis dieser Planungen sollten dann Gespräche mit der Landesregierung über mögliche finanzielle Hilfen für das Vorhaben aufgenommen werden. Im Schulterschluss aller Beteiligten könnte ein solches Projekt binnen drei Jahren realisiert werden“, so Wandschneider abschließend.

Quelle: SPD-Fraktion Rostock

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