Forscher der Uni Rostock zeigen OP-Saal der Zukunft

Nach vier Jahren endete die Förderung des Leuchtturmprojekts OR.NET zur sicheren und dynamischen Vernetzung in OP-Saal und Klinik mit einer Präsentation des OP-Saals der Zukunft

3. Mai 2016
Demonstrator-OP auf der conhIT Messe 2016 in Berlin: Martin Kasparick (mittig) erläutert die Medizingerätevernetzung (Foto: privat)
Demonstrator-OP auf der conhIT Messe 2016 in Berlin: Martin Kasparick (mittig) erläutert die Medizingerätevernetzung (Foto: privat)

Am 30.04.2016 endete nach vier Jahren die Förderung des Leuchtturmprojekts OR.NET zur sicheren und dynamischen Vernetzung in OP-Saal und Klinik durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Das Institut für Angewandte Mikroelektronik und Datentechnik der Universität Rostock war am Projekt maßgeblich beteiligt.

Im Projekt wurde der Grundstein für den vernetzen OP-Saal der Zukunft gelegt. Der heutige OP-Saal besteht aus Insellösungen einzelner Hersteller. Ein Datenaustausch zwischen den Inseln ist nicht oder nur sehr schwer möglich. Im OR.NET-Projekt wurde dieses Problem durch eine offene herstellerunabhängige Vernetzung behoben. Dies erhöht die Patientensicherheit, vereinfacht die Dokumentation im Krankenhaus und verbessert die Arbeitsabläufe im OP-Saal und in der Klinik entscheidend.

Den Schlussakkord setzte die Präsentation von Projektergebnissen auf der conhIT Messe in Berlin. Das OR.NET Konsortium präsentierte hierfür in einem Demonstrator den OP-Saal der Zukunft. Der Mitarbeiter des Instituts Martin Kasparick stellte die Herausforderungen und technischen Lösungen der Medizingerätevernetzung vor. Neben den technischen Entwicklungen ist insbesondere die Mitarbeit an einem international gültigen Standard von herausragender Bedeutung. Auf dieser Grundlage wird zukünftig die Gerätevernetzung im OP-Saal herstellerübergreifend erfolgen. So wird auch für mittelständische Unternehmen, die die deutsche Medizintechnik prägen, der Marktzugang erleichtert und werden neue Innovationen im Zukunftsmarkt Medizintechnik befördert.

Quelle: Uni Rostock, Foto: privat

Schlagwörter: Medizin (65)Universität Rostock (331)

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