Rostock Seawolves besiegen die Otto Baskets Magdeburg mit 70:65

Die Basketballer der Rostock Seawolves holen gegen die Otto Baskets Magdeburg einen 13-Punkte-Rückstand auf, feiern ihren zweiten Sieg und stürmen die Tabellenspitze

13. Oktober 2014
Rostock Seawolves gewinnen bei den Otto Baskets Magdeburg mit 70:65, Foto: Thomas Käckenmeister
Rostock Seawolves gewinnen bei den Otto Baskets Magdeburg mit 70:65, Foto: Thomas Käckenmeister

Die Rostock Seawolves gewannen auswärts bei den Otto Baskets Magdeburg mit 70:65 (26:37). Dabei holten sie einen 13-Punkte-Rückstand auf und führten im Schlussviertel zweistellig. Yannick Anzuluni war Topscorer mit 21 Punkten bei den Rostockern, die nun mit zwei Siegen aus drei Spielen auf dem ersten Tabellenplatz der 2. Basketball-Bundesliga ProB stehen. Chris Frazier und Eddie Dennorius Johnson erzielten jeweils 20 Zähler für die Hausherren. Coach Sebastian Wild sprach nach dem Spiel von einem Sieg des Charakters, da es sehr schwer sei, auswärts einen zweistelligen Rückstand aufzuholen.

Die Wölfe starteten furios in die Partie. Tim Vogt, Sven Hellmann, Yannick Anzuluni, Jarrell Crayton und Daniel Lopez starteten für die Seawolves, die bereits nach dreieinhalb Minuten mit 13:2 führten. Vogt erzielte in dieser Phase acht Zähler. Die Auszeit, die die Magdeburger daraufhin nahmen, bewirkte einen Bruch im Spiel der Wölfe. Nun waren die Hausherren am Zug. Angeführt von Chris Frazier, der im ersten Abschnitt allein zehn Punkte markierte, sicherten sich die Magdeburger eine 17:16-Viertelführung und setzten ihren Lauf auch im zweiten Durchgang fort. Insgesamt mussten die Wölfe einen 2:22-Lauf hinnehmen. Die Otto Baskets bauten ihren Vorsprung im zweiten Abschnitt auf 13 Punkte (35:22, 16. Min) aus und verteidigten eine zweistellige Führung (37:26) bis zur Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel zeigten die Wölfe ihre Zähne und ließen im dritten Abschnitt lediglich zwölf Magdeburger Zähler zu. Anzuluni riss nun die Verantwortung an sich und führte das hungrige Rudel an, das sich durch einen 13:2-Lauf zurück ins Spiel biss; der 26:39-Rückstand schmolz binnen weniger als vier Minuten auf zwei Zähler (39:41). Magdeburgs US-Flügelspieler Eddie Dennorius Johnson schraubte kurz darauf die Führung der Gastgeber durch zwei erfolgreiche Dreipunktewürfe auf 39:47 (25. Min). Anschließend übernahmen die Wölfe das Kommando in der Herrmann-Gieseler-Halle, die zum ersten Heimspiel der Otto Baskets mit etwa 450 Zuschauer gut gefüllt war. Die Anfeuerungsrufe der heimischen Anhänger wurden zunehmend von den zehn mitgereisten Seawolves-Fans, die nun lautstark die Wölfe anfeuerten, überboten. Nach dem dritten Abschnitt führten die Rostocker dank eines 28:12-Viertels mit 54:49.

Im letzten Abschnitt wuchs der Vorsprung der Wölfe dank einer konzentrierten Verteidigungsleistung zweistellig auf 66:56 (38. Min) an, nachdem Ivo Slavchev sieben Zähler in Folge einnetzte. Das Trio Slavchev, Anzuluni und Zbigniew Owczarek erzielte 33 der 44 Seawolves-Punkte nach dem Seitenwechsel. In der Schlussphase sicherten sich die Wölfe an der Freiwurflinie den ersten Auswärtssieg in der 2. Basketball-Bundesliga ProB und den zweiten Erfolg in Serie.

Yannick Anzuluni beendete das Spiel mit 21 Punkten, vier Assists und vier Steals. Sven Hellmann und Ivo Slavchev erzielten jeweils zehn Zähler. Bei den Magdeburgern kam das Duo Chris Frazer und Eddie Dennorius Johnson zusammen auf 40 Zähler, traf jedoch nur sieben von 20 Dreipunkteversuchen.

Die Wölfe griffen sich fünf Offensiv-Rebounds mehr als die Magdeburger (9:4, Rebounds insgesamt: 31:31). Trotz einer schwachen Freiwurfquote von 50 Prozent (14/28 FT) gewannen die Gäste aus der Hansestadt das Spiel, da Magdeburg nur sieben von 27 Dreipunktewürfe (26%) traf und 21 Ballverluste verbuchte.

Das nächste Auswärtsspiel steht für die Rostock Seawolves am Sonntag, den 19. Oktober, um 16 Uhr bei den Dresden Titans auf dem Programm. Am Freitag, 17. Oktober begrüßen die Wölfe die Hertener Löwen um 20 Uhr in der Ospa-Arena. Karten gibt es online auf tickets.Seawolves.de.

Zitat von Coach Sebastian Wild: „Eine starke Anfangsphase und ein starkes drittes Viertel haben uns einen hart erkämpften Auswärtssieg ermöglicht. Ich habe dem Team nach dem Spiel gesagt, dass es für mich ein Charaktersieg war. Wenn man auswärts zur Halbzeit zweistellig zurückliegt, dann aus der Kabine kommt und schnell den Rückstand verkürzt, so ist es sehr positiv zu betrachten. Am Ende mussten wir etwas zittern, haben uns trotzdem den Sieg sichern können.“

Viertelstände:
17:16, 20:10, 12:28, 16:16

Punkteverteilung der Rostock Seawolves:
Yannick Anzuluni (21), Jörn Boghöfer (nicht eingesetzt), Jarrell Crayton (6), Niccolò Croci (nicht eingesetzt), Jens Hakanowitz (3), Sven Hellmann (10), Tobias Lange (0), Daniel Lopez (4), David Markert (0), Zbigniew Owczarek (7), Ivo Slavchev (10), Tim Vogt (9).

Quelle: Rostock Seawolves, Foto: Thomas Käckenmeister

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