Rostock Seawolves besiegen AstroStars Bochum 81:77 n.V.

Die Basketballer der Rostock Seawolves feiern gegen den VfL AstroStars Bochum ihren fünften Sieg in Folge und behaupten die Tabellenspitze

26. Oktober 2014
Rostock Seawolves besiegen AstroStars Bochum 81:77 n.V., Foto: Tobias Hahn
Rostock Seawolves besiegen AstroStars Bochum 81:77 n.V., Foto: Tobias Hahn

Die Rostock Seawolves bleiben Tabellenführer in der 2. Basketball-Bundesliga ProB nach einem hart umkämpften 81:77-Heimsieg nach Verlängerung gegen die VfL AstroStars Bochum. Das Team aus dem Ruhrgebiet machte den Wölfen das Leben schwer und lag in der ersten Halbzeit phasenweise mit 14 Zählern vorn. In der Verlängerung holten die Rostocker einen Fünf-Punkte-Rückstand auf und feierten vor 831 Zuschauern den fünften Sieg in Folge. Yannick Anzuluni (25 Punkte, 14 Rebounds) und Ivo Slavchev (12 Punkte, 14 Rebounds) ragten aus dem Seawolves-Kollektiv hervor. Bei den Gästen erzielte Ryon Howard 18 Punkte und zwölf Rebounds.

Zum dritten Mal in Folge bestand die Anfangsformation der Seawolves aus Tim Vogt, Sven Hellmann, Yannick Anzuluni, Jens Hakanowitz und Daniel Lopez. Kapitän Hakanowitz ersetzte erneut Jarrell Crayton, der sich nach seiner Sprunggelenksverletzung zwar mit dem Team aufwärmte, jedoch nicht eingesetzt wurde. Niccolò Croci fehlte aufgrund von Knieproblemen.

Rostock startete mit 6:2 (2. Min) in die Partie, gab daraufhin aber das Heft aus der Hand. Ryon Howard markierte allein im ersten Viertel 13 Punkte für die Gäste aus Bochum, die nach neun Zählern in Folge mit 6:11 (4. Min) in Führung gingen. Insgesamt sorgte ein 19:2-Lauf, der die Gäste auf 8:21 davoneilen ließ, für Verwunderung unter den 831 Zuschauern in der Ospa-Arena. Auch eine Auszeit von Coach Wild zeigte keine Wirkung. Bochum spielte clever seine Systeme durch und kam zu offenen Würfen aus der Distanz oder unmittelbarer Korbnähe. Der Seawolves-Rückstand auf bis zu 14 Zähler (12:26, 9. Min) an. Beim Stand von 16:26 endete das erste Viertel.

Durch einen 12:5-Zwischenspurt, der der aggressiveren Seawolves-Defensive geschuldet war, kämpften sich die Hausherren im zweiten Viertel wieder in Schlagdistanz (28:35, 17. Min). Bis zur Halbzeit verkürzten die Wölfe den Abstand weiter, so dass die Teams beim Stand von 34:37 in die Kabine gingen.

Nach dem Seitenwechsel starteten die Gäste erneut besser ins Spiel. Ein 7:0-Lauf brachte die AstroStars wieder zweistellig in Führung (34:44, 32. Min). Rostock reagierte und zog die Schrauben in der Abwehr noch fester; in den verbleibenden acht Minuten des dritten Abschnitts erzielte der VfL nur noch acht weitere Zähler. Tobias Lange blockte dabei einen Wurf von Ryon Howard spektakulär; auf der Gegenseite traf Ivo Slavchev per Korbleger zum 46:49 (28. Min). Die Seawolves lagen nach 30 Minuten mit 47:52 zurück.

Im vierten Abschnitt verschaffte ein 8:0-Zwischenspurt den Seawolves die erste Führung seit den Anfangsminuten. In der 34. Minute hatten die Wölfe die Partie gedreht und führten mit 55:52. Das eigene Revier wurde nun vehement verteidigt, doch Bochum zeigte keine Schwächen und gestaltete das Spiel trotz einer zwischenzeitlichen 59:54-Führung der Seawolves (35. Min) wieder offen. Vier Minuten vor dem Ende traf Felix Wenningkamp zum 59:59-Ausgleich. Die letzten zehn Seawolves-Zähler des vierten Abschnitts erzielten Anzuluni und Hakanowitz. Beim Stand von 69:69 ging es in die Verlängerung, nachdem Howard für Bochum den potenziellen Siegtreffer verwarf.

In den fünf Zusatzminuten gerieten die Wölfe schnell mit fünf Zählern (70:75, 43. Min) in Rückstand, ehe Anzuluni Verantwortung übernahm. Der Kanadier mit afrikanischen Wurzeln erzielte sieben der letzten elf Seawolves-Zähler des Spiels. Am Ende hatten die Seawolves einen 81:77-Sieg gegen die VfL AstroStars Bochum errungen und Anzuluni 25 Punkte, 14 Rebounds, fünf Assists und vier Steals auf seinem Konto. Ivo Slavchev erzielte mit zwölf Punkten und 14 Rebounds ebenfalls ein Double-Double. Auch Sven Hellmann (15 Pkt) und Daniel Lopez (14 Pkt, 8 Reb) punkteten zweistellig. Bei den Gästen, die zum zweiten Mal in Folge verloren, kam Ryon Howard auf 18 Zähler und zwölf Rebounds. James Sherburne verbuchte 15 Punkte, sechs Rebounds und fünf Assists. Die Deutschen Felix Wenningkamp und Felix Engel trafen zusammen für 26 Punkte.

Die Seawolves dominierten die Rebounds (61:44, davon offensiv: 24:11). Somit kompensierten die zweiten Wurfchancen und insgesamt 20 Punkte durch Schnellangriffe die Rostocker Feldwurfquote von 37 Prozent.

Am kommenden Wochenende haben die Rostock Seawolves spielfrei in der 2. Basketball-Bundesliga ProB. Eine Woche später, am Freitag, den 7. November, um 20 Uhr findet das nächste Heimspiel in der Ospa-Arena statt. Dann ist die Baskets Akademie Weser-Ems / Oldenburger TB zu Gast. Tickets gibt es auf www.tickets.Seawolves.de.

Zitat von Coach Sebastian Wild: „Ein Riesenkompliment an Bochum. Es ist ein sehr starkes Team mit einem unheimlich starken Frontcourt und intelligentem Aufbauspiel. Jeder Flügelspieler ist sehr gefährlich von der Dreipunktelinie. Wir wussten, dass es ein sehr schweres Spiel wird, weil sie sehr strukturiert spielen, also hohe Wurfquoten haben und wenige Ballverluste produzieren. Wir mussten konzentriert dagegen verteidigen. Das ist uns zum Spielbeginn nicht gelungen und wurde knallhart von Bochum bestraft. Gerade dann ist es sehr schwer, sich wieder heranzukämpfen. Am Ende muss man sagen, dass wir überragend gereboundet haben mit 17 Rebounds mehr. Es war im Angriff nicht immer schön, aber wir waren im Fight-Modus. Wir haben den Ball reingewillt. Die Stopps am Ende waren entscheidend. Dass wir uns mehrfach zurückgekämpft haben und am Ende den Deckel drauf machen konnten, spricht für die Moral und die Qualität unserer Mannschaft.“

Viertelstände:
16:26, 18:11, 13:15, 22:17, 12:8

Punkteverteilung der Rostock Seawolves:
Yannick Anzuluni (25), Jörn Boghöfer (nicht eingesetzt), Jarrell Crayton (nicht eingesetzt), Jens Hakanowitz (8), Sven Hellmann (15), Tobias Lange (1), Daniel Lopez (14), David Markert (0), Pavel Mokrys (nicht eingesetzt), Zbigniew Owczarek (0), Ivo Slavchev (12), Tim Vogt (6).

Quelle: Rostock Seawolves, Foto: Tobias Hahn

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