Papp Cup - 7. Pappboot WM 2013 im Stadthafen

Spaßevent im Stadthafen: Boote aus Pappe und einer Menge Klebeband widersetzen sich dem Untergang

28. Juli 2013, von
Rebecca vom Team Beasty Berlin Belly Fighters war die einzige Frau, die sich bei der Pappboot WM in ein Boot wagte
Rebecca vom Team Beasty Berlin Belly Fighters war die einzige Frau, die sich bei der Pappboot WM in ein Boot wagte

Schiffe werden nicht für die Ewigkeit gebaut. Irgendwann werden sie als Schrott entsorgt oder gehen vorher unter. Ein besonders kurzes Leben hatten die Pappboote gestern bei der Pappboot Weltmeisterschaft im Stadthafen. Obwohl: Die Konstruktionen werden immer ausgefeilter. Wurde die Pappe früher nur mit Klebeband zusammengeklebt, wurden sie bei der 7. Auflage des sommerlichen Spaßevents nahezu komplett mit der klebenden Kunststofffolie abgedichtet.

Und so mussten die Zuschauer an der Kaikante in Höhe der Wasserschutzpolizei aufs dritte Boot warten, bis es zum ersten Untergang kam. Auch wenn am Ende das schnellste und damit sicherste Boot bei der Pappboot Weltmeisterschaft zum Sieger gekürt wird, so sind es doch vor allem die Teams, die mit ihren Vehikeln kentern, die für besondere Spannung und Unterhaltung beim Publikum sorgen.

Frank musste als erster ins kühle Nass. Mit einer gewagten Trimarankonstruktion seines Teams Baltic Sea Spirit hatte er sich aufs Wasser gewagt. Doch der Rumpf hielt seinem Gewicht nicht stand. Nach der Hälfte der Strecke sackte er ein.

Auch Felix kam mit seiner Pappnussschale nicht weit. Nach nur wenigen Metern verlor er das Gleichgewicht und kippte ins Wasser. Ein Wiedereinstieg misslang. Damit war das Rennen für das Team WIRO Bauservice vorbei. Umso erfolgreicher verlief es für die Kollegen von WIRO Marketing. Die hatten nämlich ihren Hausarchitekten zur Konstruktion des Bootes eingespannt und spontan zwei Studenten zum Paddeln gewinnen können. Elegant und schnell steuerten diese die 50-Meter lange Strecke bis zur Wendemarke hin und zurück und absolvierten den Fahrerwechsel problemlos. Der 1. Platz war ihnen damit sicher.

Sieger der Herzen dürfte aber das Team vom Rostocker Kanuclub geworden sein. Nachdem Claas die „Käpt‘n Hässlich“ in einem 2:13 Minuten Sprint im ersten Lauf wieder ins Ziel gebracht hatte, hatte sein Teamkollege Karl in der zweiten Runde erhebliche Probleme sich über Wasser zu halten. Doch er gab nicht auf. Obwohl er schon fast bis zum Hals im Boot abgesunken war, kämpfte er weiter und erreichte doch noch die Zielboje. Das erleichterte Publikum spendete begeisterten Beifall.

Insgesamt neun Teams nahmen an der 7. Pappboot WM 2013 teil. Bevor es an den Start ging, hatten sie zwei Stunden Zeit, ihr Boot aus etwa 14 qm Pappe, also ungefähr vier Fahrradkartons, und vier Rollen Klebeband mit einem Cuttermesser zu bauen.

Dass dabei noch genügend Zeit für liebevolle Details bleibt, bewies die „Pappe ante portas“. Mit Spoiler, Anker, Beiboot und Zielfernrohr hatte das Team seine Konstruktion aufgepimpt. Einen Preis für das beste Kostüm erhielt Pirat Sascha, der sich mit seinem „Transcom U-Boot Chantal“ als Erster auf den Weg gemacht hatte.

Fotos von der 7. Pappboot WM 2013 im Rostocker Stadthafen:

Schlagwörter: Papp Cup (6)Stadthafen (294)

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