Nahverkehr in Rostock wird bis zu 20 Prozent teurer

Busse & Bahnen werden ab dem 1. Februar 2019 in Rostock deutlich teurer, als kleinen Ausgleich gibt es neue Tarife

17. Dezember 2018, von
Nahverkehr in Rostock wird bis zu 20 Prozent teurer (Foto: Archiv)
Nahverkehr in Rostock wird bis zu 20 Prozent teurer (Foto: Archiv)

Der Verkehrsverbund Warnow (VVW) erhöht seine Preise in der Hansestadt und dem Landkreis Rostock zum 1. Februar teils deutlich. So steigen die Kosten für die Kurzstrecke in Rostock von 1,50 auf 1,80 Euro – satte 20 Prozent mehr. Tageskarten werden um 15, Einzelfahrkarten um 10 (ermäßigt um 13) Prozent teurer. Wochen- und Monatskarten kosten zwischen fünf und acht Prozent mehr.

Als kleinen Ausgleich führt der VVW neue Tarife ein. Mit der 4er-Karte (8,40 Euro) kostet die einzelne Fahrt umgerechnet wie bisher 2,10 Euro. Eine Familien-Tageskarte für 2 Erwachsene und max. 3 Kinder bis zum 15. Geburtstag gibt es für 12,40 Euro. Das ebenfalls neue HappyHourTicket gilt in der Zone Rostock von 19:00 bis 5:00 Uhr des Folgetages und kostet 4 Euro.

Das letzte Mal wurden die Preise zum 1. Februar 2017 angepasst. Begründet werden die höheren Preise mit steigenden Kosten, insbesondere im Bereich Personal und Material, sowie allgemein inflationären Entwicklungen.

Neue ÖPNV-Preise in Rostock ab dem 1. Februar 2019:

ab 01.02.2019seit 01.02.2017
Kurzstrecke1,801,50+20,00%
Einzelfahrkarte2,302,10+9,52%
Einzelfahrkarte, ermäßigt1,701,50+13,33%
4er-Karte (neu)8,40
Fährfahrkarte1,501,40+7,14%
Fährfahrkarte, ermäßigt1,000,90+11,11%
Tageskarte6,005,20+15,38%
Tageskarte, ermäßigt3,903,60+8,33%
Familien-Tageskarte (neu)12,40
Gruppen-Tageskarte (max. 5 Pers.)16,0015,70+1,91%
HappyHourTicket (neu)4,00
Fahrradkarte1,701,60+6,25%
Fahrradkarte-Fähre1,101,10
Fahrrad-Tageskarte3,703,50+5,71%
Wochenkarte20,0018,50+8,11%
Wochenkarte, ermäßigt15,5014,50+6,90%
Monatskarte58,0055,00+5,45%
Monatskarte, ermäßigt43,5041,00+6,10%
Fahrrad-Monatskarte (neu)10,00

Schlagwörter: RSAG (139)Verkehr (385)

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7 Kommentare

  • Norbert Jacob sagt:

    Jetzt ist eine Schmerzgrenze erreicht. Seit 24 Jahre fahre ich mit Monatsabo. War stets höchst zufrieden mit der Leistung. Fahre täglich, bin gehbehindert, muss im Alter von 644,44€ Grundsicherung leben. Ich bin einfach nur sauer.

  • Robert Fischer sagt:

    Seit Jahren reden die Vertreter von Politik und Gesellschaft vom Klimaschutz. So solle man doch bitte die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen, um die CO2-Emissionen möglichst gering zu halten. Nur werden durch die ständigen Fahrpreiserhöhungen vollkommen falsche Anreize gesetzt. 696€ müsste ein Monatskarteninhaber im Jahr bezahlen, um in Rostock stets mobil zu bleiben. Ein recht stolzer Betrag bedenkt man, dass das Autofahren inkl. Steuern und Versicherungen (hier kommt es natürlich auch auf den Fahrzeugtyp an) nicht wesentlich teurer sein dürfte. So lange dieser Sachverhalt anhällt, werden die Autofahrer gewiss nicht auf ihre individuelle Mobilität verzichten.

  • Bernd Hund sagt:

    Eine einzige Schweinerei, die im Widerspruch zu jeglicher politische Äußerung steht. Aber der Deutsche wird auch dieses wieder treu ergeben hinnehmen. Leute holt die Gelbwesten raus!

  • Dieter Huber sagt:

    Verkehrs- und Umweltpolitisch einfach nur dumm.

  • Schmidt sagt:

    Es ist eine Freude, wie sich Verantwortliche Gedanken um den Klimaschutz und die Mobilität der Bürger machen. Dafür ein dickes Lob. Ich hoffe, dass sich möglichst viele Bürger besinnen und nur noch das eigene Auto, Moped usw. nutzen. Das sehe ich als einziges Ziel der beständig wachsenden Kosten des Nahverkehrs für die Bürger. Hab ich das richtig verstanden?

  • Marit sagt:

    Na toll, dann fahre ich in Zukunft nur noch Auto – nicht in die Innenstadt sondern dorthin wo ich auch parken kann.
    Wenn das auch viele andere tun ist die nächste Preiserhöhung vorprogrammiert.
    Schöne Weihnachten

  • Artgee sagt:

    Das ist schön, denn Rostock braucht mehr Autofahrer. Fahrradfahren geht natürlich auch, jedoch bitte auf der Straße. Fahrradwege müssen in einer Universitätsstadt nämlich möglichst reduziert werden. Da kommt Freude auf! Auch bei denen die auf Bus und Bahn angewiesen sind und jede Preiserhöhung hinnehmen müssen. So spaltet man die Gesellschaft zerstört eine lebenswerte Stadt.

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