Uniklinik feiert Richtfest auf dem Campus Schillingallee

Der Rohbau für Zentrale Medizinische Funktionen (ZMF) der Uniklinik auf dem Campus Schillingallee ist fertig

14. September 2017, von
Richtfest für das ZMF der Uniklinik auf dem Campus Schillingallee
Richtfest für das ZMF der Uniklinik auf dem Campus Schillingallee

Im zukünftigen ZMF zwischen ZIM, POZ und VEZ wurde heute Richtfest gefeiert. Gemeint ist die Megabaustelle auf dem Gelände der Uniklinik in der Schillingallee. Zwischen den denkmalgeschützten Gebäuden des Zentrums für Innere Medizin, der Chirurgie (perioperatives Zentrum) und dem modernen Ver- und Entsorgungszentrum wird derzeit ein Neubau für Zentrale Medizinische Funktionen (ZMF) errichtet.

Im ZMF soll alles untergebracht werden, was für ein modernes Universitätsklinikum auf internationalem Niveau benötigt wird: von der zentralen Notfallaufnahme mit Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach, über eine moderne Funktionsdiagnostik mit CRT und MRT bis hin zu modernsten Laboren und Pflegestationen. Außerdem umfasst es einen neuen Haupteingang und die zentrale Patientenaufnahme. Als neues Herzstück des Klinikums soll das ZMF mit den bestehenden Gebäuden funktional verwoben sein – damit auf schnellstem Weg in kürzester Zeit wettbewerbsfähige medizinische Versorgung garantiert werden kann. So sollen nicht nur effiziente und wirtschaftliche Strukturen geschaffen, sondern auch die Arbeitsbedingungen für das Personal und Behandlungs- und Pflegebedingungen für die Patienten deutlich verbessert werden, kündigen die Bauherren an.

„So ein Gebäude steht im Wettbewerb: nicht nur um Patienten, sondern vor allem auch um Personal“, erklärt der Vorstandvorsitzende der Universitätsmedizin Prof. Dr. Christian Schmidt. „Wir wollen kurze Wege. Wenn Sie durch die Gänge laufen, dann finden sie hier und da den ein oder anderen Patienten, der seine Sprechstunde sucht, sich in den Katakomben und anderen abgelegenen Bereiche verlaufen hat. Bei uns gibt es sieben verschiedene Eingänge. Nicht alle sind mit einem Pförtner besetzt. Das soll in eineinhalb Jahren anders werden.“

Staub und Lärm der Baustelle und die umständlichen Transporte zwischen den einzelnen Klinikgebäuden sollen dann für Patienten und Klinikpersonal ein Ende haben. „Das ist eine große Herausforderung. Aber es klappt alles super“, kommentiert der kaufmännische Vorstand Harald Jeguschke die einschränkenden Begleiterscheinungen der Baumaßnahme. Man ist zuversichtlich Ende 2019 einziehen zu können, angesichts des zügigen Baufortschrittes, der die Beteiligten nach der langen Planungsphase überrascht. Bereits 1996 wurde die Idee für diesen Neubau geboren. Im Juni letzten Jahres wurde der Grundstein gelegt.

Harlad Jeguschke, Emil Reisinger von der Uniklinik, Finanzminister Mathias Brodkorb und BBL-Projektleiterin Carmen-Alina Botezatu
Harlad Jeguschke, Emil Reisinger von der Uniklinik, Finanzminister Mathias Brodkorb und BBL-Projektleiterin Carmen-Alina Botezatu

Der Rohbau für das Gebäude, welches vom Nürnberger Architektenbüro Haid und Partner entworfen wurde, ist nun fertig. Jetzt folgt die technische Gebäudeausstattung. 50 Firmen müssen dafür gleichzeitig auf dem Campus koordiniert werden.

Der Neubau des ZMFs liege derzeit nicht nur im zeitlichen, sondern auch im finanziellen Rahmen. Es sei die größte und teuerste Baustelle des Landes MV, betonte Finanz- und Bauminister Mathias Brodkorb. Bemessen an der Größe des Landeshaushaltes sei die Baumaßnahme mit einem Investitionsvolumen von 165 Millionen Euro ein herausragendes Großprojekt vergleichbar mit der Hamburger Elbphilharmonie. „Nur hoffentlich nicht mit den Kostensteigerungen.“ Dagegen hat der Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern (BBL), der den Bau umsetzt, ein Risikomanagement eingeführt, das die Sicherheit für 62 Prozent der Ausgaben verspricht.

Neben dem Dank des Bauherren an alle am Bau Beteiligten wurde das Richtfest auch zum Anlass genommen, um an den tragischen Unfall eines Speditionsfahrers zu erinnern. Er verlor auf der Baustelle sein Leben. Die genauen Ursachen werden derzeit noch ermittelt. Ihm gedachten die Anwesenden in einem stillen Moment und sammelten Spenden zur Unterstützung der Hinterbliebenen.

So soll der ZMF-Neubau der Universitätsmedizin Rostock nach der Fertigstellung aussehen:

Visualisierungen: Haid + Partner GmbH Architekten + Ingenieure, Nürnberg

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