Rostock Seawolves besiegen SC Rist Wedel mit 73:68 (38:27)

Im Nord-Derby gegen den SC Rist Wedel fuhren die Basketballer der Rostock Seawolves einen wichtigen Derby-Sieg im Playoff-Kampf ein und verbesserten sich auf den 8. Tabellenplatz

5. Februar 2017
Rostock Seawolves besiegen SC Rist Wedel - Jarvis Davis auf dem Weg zu zwei Punkten (Foto: Rostock Seawolves)
Rostock Seawolves besiegen SC Rist Wedel - Jarvis Davis auf dem Weg zu zwei Punkten (Foto: Rostock Seawolves)

Die Rostock Seawolves setzten sich im Nord-Derby vor 2.460 Zuschauern in der Stadthalle Rostock gegen den SC Rist Wedel mit 73:68 (38:27) durch und verbesserten sich auf den achten Tabellenplatz der 2. Basketball-Bundesliga ProB Nord. Nach zwischenzeitlicher 17-Punkte-Führung der Seawolves entwickelte sich in der Schlussphase eine offene Partie, in der die Wölfe an der Freiwurflinie Nervenstärke bewiesen und einen wichtigen Heimsieg feierten. Jarvis Davis sammelte 18 Punkte, Ivo Slavchev verbuchte sein erstes Double-Double der Saison (15 Punkte, 10 Rebounds). Bei den Gästen kam Lars Kamp auf 26 Punkte.

Die ersten Minuten im Nord-Derby, bei dem es um den achten Tabellenplatz in der 2. Basketball-Bundesliga ProB Nord ging, gehörten Wedels Aufbauspieler Lars Kamp. Der 20-Jährige erzielte die ersten elf Zähler, darunter drei erfolgreiche Dreier, für die Gäste. Bei den Seawolves, die auf den verletzten André Murillo verzichten mussten, markierte Ivo Slavchev die ersten fünf Zähler für sein Team, das früh mit 5:13 (4. Min) in Rückstand geriet. Anschließend brachte Coach Rehberger die zweite Garde aufs Parkett. Angeführt von Jovonni Shuler, der sieben Punkte sammelte, bissen sich die Hausherren zurück ins Spiel. Durch viele Freiwürfe schmolz der Rückstand. Bis zum Viertelende holten die Wölfe eine 20:18-Führung.

Der zweite Durchgang war zunächst geprägt von einem 15:0-Lauf der Seawolves, die dadurch innerhalb von nur zwei Minuten auf 31:18 (12. Min) davonzogen. Die intensive Gangart behielten die Rostocker bei und brachten so eine zweistelligen Vorsprung in die Halbzeit (38:27). Im dritten Viertel wuchs der Vorsprung auf 17 Zähler an (51:34, 25. Min), doch dann lief nur noch bei den Gästen der Offensivmotor. Wedel erzielte 16 Punkte in Serie und gestaltete die Partie wieder völlig offen. Vor dem letzten Viertel trennten beide Teams nur drei Zähler (53:50).

Im Schlussviertel schenkten sich beide Teams nichts. Die Partie blieb lange offen. Wedel ging kurzzeitig sogar wieder in Führung, doch die Wölfe bissen zurück. 3:51 Minuten vor dem Ende kassierte Jarvis Davis dann ein technisches Foul; es war sein fünftes. Ohne den Topscorer, der bis dahin 18 Punkte für die Wölfe erzielt hatte, gingen die Gastgeber in die Schlussphase beim Stand von 61:60 (36. Min). Luka Buntić traf einen Dreier aus der Ecke, wenig später punktete Ivo Slavchev per Korbleger zum 66:61 (38. Min). Eine spannende Schlussphase folgte, in der vor allem die Nervenstärke der Rostocker Korbjäger getestet wurde. Tim Vogt traf in der letzten Minute vier Freiwürfe, Jovonni Shuler ließ zwei weitere Zähler von der Linie folgen, um fünf Sekunden vor dem Ende den Abstand auf 72:65 auszubauen. Anschließend traf Kamp für Wedel einen Dreier. Zbigniew Owczarek stellte schließlich von der Freiwurflinie den Endstand her.

Der 73:68-Erfolg war der vierte Heimsieg der Rostock Seawolves in Folge. Zum zweiten Mal in dieser Saison stehen die Seawolves auf dem achten Tabellenplatz der 2. Basketball-Bundesliga ProB Nord bei noch vier ausstehenden Partien in der Hauptrunde.

Ivo Slavchev lieferte mit 15 Punkten und zehn Rebounds seine beste Saisonleistung ab. Jarvis Davis kam auf 18 Punkte, sieben Rebounds und vier Assists. Jovonni Shuler sammelte 13 Punkte. Bei den Gästen erzielte Lars Kamp 26 Zähler. Leon Bahner verbuchte ein Double-Double (12 Punkte, 11 Rebounds).

Seawolves-Coach Ralf Rehberger nach dem Spiel: „Unsere Leistung war heute sehr wechselhaft. Wir haben uns gut ins Spiel gearbeitet. Wir haben ein gutes zweites Viertel abgeliefert und starten dann gut ins dritte Viertel, haben dann aber viel zu nachlässig und zu locker das Viertel beendet. In dieser Phase war die Fülle an Fehlern viel zu hoch. Aber dann berappelten wir uns als Team. Obwohl uns in der Schlussphase mit Jarvis Davis und André Murillo zwei wichtige Spieler fehlten, war es eine großartige Teamleistung und wir haben das Spiel diszipliniert und nervenstark nach Hause gebracht.“

Das nächste und zugleich letzte Heimspiel der Hauptrunde 2016/2017 in der Stadthalle Rostock steht am Samstag, den 18. Februar 2017, um 19:30 Uhr gegen die VfL AstroStars Bochum auf dem Programm. Karten für den Wiro-Spieltag gibt es auf tickets.Seawolves.de und an den bekannten Vorverkaufsstellen. In einer Woche, am 12. Februar, um 17:30 Uhr gehen die Wölfe auswärts beim Tabellenelften RSV Eintracht Stahnsdorf auf Korbjagd.

Viertelstände (HRO-WED):
20:18, 18:9, 15:23, 20:18

Punkteverteilung der Rostock Seawolves:
Buntić (4), Davis (18), Lange (1), Lopez (2), Markert (0), Owczarek (4), Rivers (0), Shuler (13), Slavchev (15), Vogt (7), Winkler (9)

Quelle & Foto: Rostock Seawolves

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