Rostock Seawolves verlieren Playoff-Krimi gegen Karlsruhe Lions

50 Minuten Playoff-Schlacht ohne Happy End – nach zweifacher Verlängerung haben die Basketballer der Rostock Seawolves den Auftakt der ProB-Playoffs bei den PS Karlsruhe Lions verloren

12. März 2017
Rostock Seawolves verlieren Playoff-Krimi gegen Karlsruhe Lions - Daniel Lopez (#15) und David Markert (#9) im Kampf um den Ball (Foto: Sylvia Funk)
Rostock Seawolves verlieren Playoff-Krimi gegen Karlsruhe Lions - Daniel Lopez (#15) und David Markert (#9) im Kampf um den Ball (Foto: Sylvia Funk)

In einer dramatischen Schlacht zum Auftakt der ProB-Playoffs haben die Rostock Seawolves bei den PS Karlsruhe Lions mit 105:107 (34:41, 86:86, 95:95) nach zweifacher Verlängerung verloren und liegen nun in der „Best-of-Three“-Serie mit 0-1 in Rückstand. Dabei holten die Wölfe vor 800 Zuschauern einen Rückstand von neun Punkten aus dem zweiten Viertel auf, drehten im vierten Viertel die Partie und lagen 40 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit noch mit fünf Zählern vorn. Doch es reichte nicht zum Sieg. In den Verlängerungen ging es hin und her. Am Ende entschieden Freiwürfe der Lions über den Ausgang der Partie. Jarvis Davis erzielte 35 Punkte, sieben Rebounds und zehn Assists. Daniel Lopez beendete die Begegnung mit einem Double-Double (21 Punkte, 11 Rebounds). Jovonni Shuler kam auf 19 Zähler und acht Rebounds. Kapitän Tim Vogt sammelte zwölf Punkte. Bei den Gästen kam das Forward-Trio Orlando Parker, Bill Borekambi und Jordan Talbert zusammen auf 62 Punkte und 22 Rebounds.

Coach Rehberger schickte Jarvis Davis, Tim Vogt, Franz Winkler, Ivo Slavchev und Daniel Lopez als Starter in das erste Playoff-Achtelfinale. Davis sorgte mit einem Dreier für die ersten Punkte der Partie, Vogt ließ wenig später einen weiteren Distanzwurf zum 6:5 (2.) folgen. Nach einem weitgehend offenen ersten Abschnitt gerieten die Rostocker im zweiten Viertel nach einigen Abspielfehlern und Ballverlusten mit neun Zählern (23:32, 14. Min) in Rückstand und gingen mit einem 34:41-Rückstand in die Halbzeit.

Das dritte Viertel begann mit einem 7:0-Lauf der Wölfe, die zum 41:41 (22. Min) ausglichen. Wenig später liefen sie jedoch wieder einem leichten Rückstand hinterher. Erst im Schlussviertel gelang es Davis, Lopez und Co., das Spiel an sich zu reißen. In der Schlussphase hatten die Seawolves fast schon den Blinker zum Abbiegen auf die Siegerstraße gesetzt (86:81, 38. Min), als Ballverluste und die Karlsruher Treffsicherheit einen Strich durch die Rostocker Rechnung machten; ein Dreier von Deon McDuffie und ein Dunk von Jordan Talbert glichen die Partie aus. Davis hatte im letzten Angriff der regulären Spielzeit die Chance auf den Sieg, doch sein Dreier prallte vom Ring ab – es ging in die erste Verlängerung.

In der ersten Overtime lagen die Wölfe bereits mit vier Zählern zurück, konnten sich aber durch einen 6:0-Lauf wieder in Führung bringen (92:90, 43. Min). Bei den Lions waren mit Dmitrij Kreis und McDuffie bereits zwei Spieler mit fünf Fouls nicht mehr dabei. Rostock hatte am Ende des Durchgangs den letzten Wurf für die erneute Chance auf den Sieg. Auch diesmal landete der Ball nicht im Korb.

In der zweiten Extraschicht waren beide Teams stehend K.O. und schleppten sich über das Spielfeld. Auf Seawolves-Seite kassierten Davis und Vogt jeweils ihr fünftes Foul in dieser physisch geführten Partie, in der Karlsruhe am Ende mit Freiwürfen den hauchdünnen Sieg sicherstellte.

Zwar gewannen die Wölfe das Rebound-Duell mit 47 zu 39, verloren aber 26 mal den Ball, während die Lions lediglich 18 Turnovers produzierten. Insgesamt wurden 68 Fouls gepfiffen. Das Resultat waren in der Summe 84 Freiwürfe (Rostock: 29/40 FT; Karlsruhe: 31/44 FT) in dieser intensiv und hart umkämpften ersten Playoff-Schlacht.

Seawolves-Coach Ralf Rehberger sagte nach dem Spiel: „So brutal ist Basketball! In den Playoffs wiegt das wesentlich schwerer als in der regulären Saison. Die Mannschaft hat alles gegeben. Wir haben ein hochklassiges Basketball-Drama unglücklich verloren. In den entscheidenden Phasen haben wir zu viele Fehler gemacht. Es war ein Spiel, das keinen Verlierer verdient hat. Trotz der Niederlage bin ich sehr stolz auf meine Spieler, denn es braucht Mut, Willen und Teamgeist, um in den Playoffs zu bestehen. Das alles haben wir heute bewiesen. Ich hoffe, dass wir eine ähnlich starke Leistung am nächsten Sonntag nochmal abrufen können.“

Das zweite Spiel dieser Achtelfinalserie wird am Sonntag, den 19. März, um 16:00 Uhr in der Rostocker Ospa-Arena ausgetragen. Die Partie ist bereits ausverkauft.

Viertelstände (PSK-HRO):
21:17, 20:17, 20:22, 25:30, 9:9, 12:10

Punkteverteilung der Rostock Seawolves:
Buntić (7), Davis (35), Hellmann (nicht eingesetzt), Lange (0), Lopez (21), Markert (0), Owczarek (4),  Rivers (2), Shuler (19), Slavchev (3), Vogt (12), Winkler (2)

Quelle: Rostock Seawolves, Foto: Sylvia Funk

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