„Rostock’s Eleven“ 2013 geht an Petr Zajicek

Thünen-Institut für Ostseefischerei kann zum dritten Mal den Nachwuchswissenschaftler-Wettbewerb Rostock’s Eleven für sich entscheiden

14. Juni 2013
Rostock's Eleven 2013: Sieger Petr Zajicek, Jola Pospech und Mark Schlutow (v.l.)
Rostock's Eleven 2013: Sieger Petr Zajicek, Jola Pospech und Mark Schlutow (v.l.)

Sieger des Nachwuchswissenschaftler-Wettbewerbs Rostock’s Eleven ist Petr Zajicek vom Thünen-Institut für Ostseefischerei, der mit seinem Vortrag (Hoch)Spannung auf dem Krabbenkutter – löst die Pulsbaumkurre das Beifangproblem? die Jury überzeugte. Der 1981 in Nymburk (Tschechische Republik) geborene junge Forscher zeigte, wie eine neue Krabbenfangtechnik in der Nordsee gleichzeitig den Beifang verringert, das Ökosystem weniger schädigt und den Kraftstoffverbrauch der Fangkutter reduziert. „Ein so komplexes und relevantes Thema in Wort und Bild derart plastisch umzusetzen, ist große Klasse“, urteilte die Jury. Damit ging der Preis bereits zum dritten Mal an das Thünen-Institut für Ostseefischerei.

Der Rektor der Universität Rostock, Prof. Dr. Wolfgang Schareck, überreichte den Preis, der mit 365 Euro dotiert ist und von Rostock Business, der Gesellschaft für Wirtschafts- und Technologieförderung Rostock mbH, gestiftet wurde. Der Rektor würdigte das Anliegen des Wettbewerbs und sagte: „Zur Tätigkeit eines Wissenschaftlers gehört heute auch, dass er seine Forschungsergebnisse gut kommunizieren kann – einfach, originell und anschaulich, so dass auch Nichtfachleute sie verstehen und sich dafür begeistern können.“

Der Sonderpreis für die beste Sprache ging in diesem Jahr an Jola Pospech vom Leibniz-Institut für Katalyse Rostock, die mit ihrem Beitrag Catalysis – Escaping the maze ein Grundlagenthema der Chemie mit sprachlich einprägsamen Begriffen, wie „gierige Elemente“, leichter verständlich machte. Den Sonderpreis für das beste Experiment  erhielt Mark Schlutow vom Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik Kühlungsborn, dessen Experiment zur Veranschaulichung von Diffusionen in der Atmosphäre, wozu sonst komplizierte Simulationsmodelle nötig sind, mit konsequenter Vereinfachung zeigte, worum es geht. Sein Vortrag lautete: Vom Winde verweht –Transport von Spurenstoffen in der Atmosphäre.

Rostock’s Eleven fand in diesem Jahr zum fünften Mal statt. Elf junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Rostock und aller wissenschaftlichen Institute der Region Rostock präsentierten in 15-minütigen wissenschaftlichen Vorträgen ihre Forschungsergebnisse, die von Journalisten aus dem gesamten Bundesgebiet bewertet werden. Im Vordergrund stehen dabei Relevanz, Verständlichkeit und Charme der Präsentation.

Veranstalter von Rostock’s Eleven sind die Universität Rostock mit ihren vier Profillinien, die Leibniz-Institute für Ostseeforschung (IOW), Katalyse (LIKAT), Nutztierbiologie (FBN) und Atmosphärenphysik (IAP), das Max-Planck-Institut für Demografische Forschung (MPIDF), das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung (Fh IGD), das Fraunhofer-Anwendungszentrum für Großstrukturen in der Produktionstechnik (Fh AGP), das Thünen-Institut für Ostseefischerei (Thünen OF), die Hochschule für Musik und Theater Rostock und der Verein Rostock denkt 365 Grad.

Quelle: Universität Rostock, Foto: IT- und Medienzentrum, Thomas Rahr

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