Weiterer Warnstreik bei der RSAG

Verdi hat für morgen (Montag, 17. Februar 2020) erneut zum Warnstreik beim Nahverkehr der RSAG in Rostock aufgerufen

16. Februar 2020, von
Weiterer Warnstreik bei der RSAG (Foto: Archiv)
Weiterer Warnstreik bei der RSAG (Foto: Archiv)

Busse und Straßenbahnen bleiben am Montag in Rostock erneut in den Depots. Bereits zum vierten Mal in diesem Jahr hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) für morgen (17. Februar 2020) zu einem Warnstreik im öffentlichen Personennahverkehr in der Hanse- und Universitätsstadt aufgerufen.

Bei der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) sind voraussichtlich sämtliche Bus- und Straßenbahnlinien ab Betriebsbeginn um 3 Uhr morgens betroffen. Der Warnstreik soll um 10 Uhr enden, anschließend dürfte es noch Behinderungen geben, bis der Verkehr wieder nach Fahrplan rollt.

Nicht vom Streik betroffen sind die S-Bahn sowie die Warnow-Fähren zwischen Warnemünde und Hohe Düne sowie Kabutzenhof und Gehlsdorf. Die Regionalzüge mit RSAG-Personal zwischen Bad Doberan und Graal Müritz fahren ebenfalls planmäßig, da für diese Mitarbeiter ein anderer Tarifvertrag gilt.

Rebus ist nach bisherigen Informationen nicht vom morgigen Warnstreik betroffen.

Nach dem Scheitern der dritten Verhandlungsrunde zwischen Verdi und dem Kommunalen Arbeitgeberverband Mecklenburg-Vorpommern (KAV MV) gab es bereits am 1. Februar einen Warnstreik in Rostock. Nun erhöht die Gewerkschaft noch einmal den Druck, bevor morgen die nächste Verhandlungsrunde stattfindet.

Zuletzt hatte die Arbeitgeberseite ein Angebot über monatlich 70 EUR für 2020 und 40 EUR für 2021 vorgelegt, was einer Lohnsteigerung von etwa 4,4 Prozent in zwei Jahren entspricht.

Verdi fordert weiterhin eine Erhöhung des Stundenlohns um 2,06 Euro und zusätzlich eine monatliche Pauschale von 100 Euro. Dieser Angleichungsschritt an andere Tarifgebiete soll die Ost-West-Unterschiede etwa zum Nachbarland Schleswig-Holstein abbauen, wo Busfahrer trotz vergleichbarer Lebenshaltungskosten rund 250 Euro pro Monat mehr verdienen, begründet Verdi-Verhandlungsführer Karl-Heinz-Pliete die Forderung. Der Tarifvertrag soll rückwirkend ab dem 1. Januar 2020 gelten und eine Laufzeit von 12 Monaten erhalten.

Auf 15 bis 20 Prozent taxiert der KAV die von der Gewerkschaft angestrebten Lohnerhöhungen. RSAG-Vorstand Yvette Hartmann beziffert die Mehrkosten für ihr Unternehmen mit 4,4 Mio. Euro pro Jahr. „Das ist durch die Stadt Rostock nicht finanzierbar und würde direkte Auswirkungen auf unsere Fahrpreise und Angebote sowie unsere zukünftige Stellung im Wettbewerb haben“, so Hartmann.

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4 Kommentare

  • U.lewerenz sagt:

    Es R E I C H T jetzt . Schluss mit STREIKS auf Kosten der Fahrgäste. Verdi GAUKELT der Öffentlichkeit eine Interessenvertretung vor. Angeblich verdienen die Beschäftigten in westlichen. Bundesländer mehr, somit müssen die Rostocker 2 € pro Std. mehr haben. Nur diese wollen auch , per Streik, 2 € Gehaltserhöhung haben. Somit müssten die Mitarbeiter in Rostock, lt. Adam Riese, 4 € mehr bekommen. Welcher Arbeitnehmer verdient, ab sofort min. 300 € mehr im Monat, bei gleichem Arbeitsumfang ??????. FRECHHEIT

  • Ronald Schmidt sagt:

    Es ist wirklcih eine Frechheit so etwas auf dem Rücken der Kunden auszutragen. Wir überlegen ob wir nicht das Abo kündigen. Wenn ich meine Frau eh immer zur Arbeit bringenmuss, dann können wir uns den teuren Monatspreis auch sparen.

  • Robin.J sagt:

    Ich finde das man langsam Verdi und die RSAG, VERKLAGEN!!! Und zu verantwortung ziehen Solte. Weil die Streiks auch auch wirtschaftlichen Schaden nehmen. Weil Mitarbeiter teilweise auf dem Nahverkehr angewiesen sind. Können sie garnich oder nur beschenkt zu Arbeit kommen.

  • Kerstin Heller sagt:

    Langsam reicht es bei der RSAG die kassieren doch genug Geld (Strafe von Kunden Umfragen und so weiter) und wo bleibt der Service für die Kunden es hat sich nichts getan obwohl die RSAG jede Menge versprochen hatte das einzige was die wirklich können sind
    Unpünktlichkeit und Fahrpreise erhöhen

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