Kinder im Gleis zwingen S-Bahn zur Gefahrenbremsung

Für Behinderungen im S-Bahn-Verkehr sorgten gestern Abend zwei 13-jährige Mädchen, die sich im Gleisbereich aufhielten

14. September 2018
Kinder im Gleis zwingen S-Bahn zur Gefahrenbremsung
Kinder im Gleis zwingen S-Bahn zur Gefahrenbremsung

Am gestrigen Abend, den 13.09.2018 gegen 20:00 Uhr wurde die Bundespolizei seitens der Notfallleitstelle der Deutschen Bahn alarmiert, da sich offensichtlich am S-Bahn Haltepunkt Personen im Gleis aufhalten sollen.

Nachdem eine sofortige Streckensperrung veranlasst wurde, erreichte eine Streife der Bundespolizei unter Anwendung von Sonder- und Wegerechten den Ereignisort.

Hier wurde der Streife durch den Triebfahrzeugführer der S-Bahn Nr. 33431 eine weibliche Person übergeben. Zum Sachverhalt schilderte er den Beamten, dass bei der S-Bahn am Haltepunkt zunächst zwei Personen liegend im Gleis erkennen konnte. Daraufhin wurde durch ihn sofort eine Gefahrenbremsung eingeleitet. Noch bevor die S-Bahn die beiden Personen erreichte, konnten diese sich aus dem Gleisbereich bewegen und auf den Bahnsteig gelangen.

Nachdem die S-Bahn zum Stillstand kam, konnte durch den Triebfahrzeugführer eine der beiden Personen festgehalten werden. Die zweite Person flüchtete, konnte aber durch eine weitere Streife der Bundespolizei gestellt werden.

Erste Ermittlungen ergaben, dass es sich bei den beiden Personen um zwei weibliche Kinder im Alter von 13-Jahren handelte. Eine der jungen Mädchen gab an, dass ihre Freundin Alkohol getrunken haben soll und sich zunächst auf die Bahnsteigkante gesetzt hat. Nachdem diese versuchte, aufzustehen, soll sie ins Gleis gefallen sein. Um ihrer Freundin zu helfen, sei sie selbst ins Gleis gegangen. Den einfahrenden Zug habe sie bemerkt, und sie konnten sich noch rechtzeitig wieder auf den Bahnsteig begeben.

Durch die Gefahrenbremsung kam es zu keinen Personen- und Sachschäden. Insgesamt kam es bei zwei Zügen zu 86 Minuten Verspätungen, zu fünf Gesamt- und sechs Teilausfällen.

Die beiden Mädchen wurden durch die Bundespolizisten an ihre Fürsorgeberechtigten übergeben.

Quelle: Bundespolizeiinspektion Rostock

Schlagwörter: Polizei (3185)S-Bahn (74)

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1 Kommentar

  • Birger X sagt:

    wegen so einer lappalie, kommt es zu einer 1:30 h dauernden streckensperrung?
    ein zug muss verkehrsbedingt an einem bahnhof bremsen, also nur eine kleine gefahrenbremsung. schon beim stillstand sind die kinder aus dem gleisbett.
    steht ja nicht drinne am welchen haltepunkt das passierte, aber ich sage mal die polizei war nach 15 minuten vor ort. die übergabe der personen von mir aus auch nochmal 15 minuten.

    und was haben die jetzt noch die letzte 1h getrieben? waren die jetzt noch ein kaffee trinken gegangen?

    wenn das natürlich immer so gehandhabt wird, erklärt das so einige zugverspätungen.

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