Biomechaniker gewinnt ersten Rostocker Science Slam

Unterhaltsame Wissenschaft zwischen Sarrazin und Super Mario

10. Mai 2012, von

Peter Westerhoff, der Gewinner des ersten Science Slams im Rostocker Bunker
Peter Westerhoff, der Gewinner des ersten Science Slams im Rostocker Bunker
Poetry Slams sind lyrische Wettkämpfe, die auch in Rostock eine große Anhängerschaft haben. Ein Science Slam funktioniert ganz ähnlich, nur, dass hier, statt kreativer Texte, wissenschaftliche Themen vorgestellt werden.

Die Teilnehmer haben zehn Minuten Zeit, um ihren eigenen Forschungsbeitrag möglichst verständlich vorzustellen. Doch nicht nur die Verständlichkeit zählt, auch ein gewisser Unterhaltungswert hilft, wenn man einen Slam gewinnen will.

Im Bunker fand heute Rostocks erster Science Slam statt. Sieben Teilnehmer aus Berlin, Rostock und Greifswald waren dabei, darunter Mathematiker, ein Philosophiestudent, eine Biomathematikerin, ein Germanist und zwei Abiturienten, die gemeinsam ein neues Rad vorstellten. Die anderen Themen reichten vom Sozialdarwinismus bei Theo Sarrazin, über Alkoholmoleküle bis hin zur Objekterkennung bei Super Mario.

Vor ungefähr 150 begeisterten Gästen konnte Peter Westerhoff aus Berlin den Wettbewerb für sich entscheiden. Der 35-Jährige ist Medizintechniker an der Berliner Charité und stellte mit einer sehr witzigen Präsentation die Erforschung von instrumentalisierten Implantaten vor. Er hat bereits mehrfach an Science Slams teilgenommen und konnte auch schon gewinnen. „Das Tolle an der Veranstaltung ist, dass man aus verschiedenen Bereichen Wissen unterhaltsam erwerben kann“, sagte er. Er durfte sich über eine Flasche Wein und zwei Boxhandschuhe als Gewinn freuen.

Im Herbst soll die zweite Auflage folgen und die Veranstalter hoffen, dass sich dann auch mehr Rostocker Forscher trauen. Anmelden kann man sich über die Homepage des Science Slams.

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