Studie zur Smartphone-Nutzung am Strand

Am Strand ist die Nutzung mobiler Endgeräte geringer als im Alltag, hat eine Studie an der Uni Rostock ergeben

19. August 2016
Studierende der Uni Rostock befragten rund 260 Personen am Strand von Warnemünde u.a. danach, welche mobilen Geräte oder auch welche anderen Medien sie am Strand verwenden. (Foto: Franziska Apfel)
Studierende der Uni Rostock befragten rund 260 Personen am Strand von Warnemünde u.a. danach, welche mobilen Geräte oder auch welche anderen Medien sie am Strand verwenden. (Foto: Franziska Apfel)

Im Rahmen ihres Studiums der Medien- und Kommunikationswissenschaften führten vier Master-Studentinnen der Uni Rostock eine Umfrage zur Nutzung mobiler Medien durch. Der Fokus der Studie lag auf der Nutzung mobiler Endgeräte am Strand (Beispiel Warnemünde) sowie auf der Frage, inwiefern der Strand ein geeigneter Ort zur Mediennutzung ist. Insgesamt nahmen 216 Menschen an der Umfrage teil.

Fazit der Studierenden: Die Nutzung der Endgeräte ist geringer als im Alltag, was den Strand zu einer Art „Entschleunigungsinsel“ macht.

Die Studierenden kamen zu folgenden Einschätzungen:

Geringere Mediennutzung am Strand als im Alltag

Das Smartphone ist zwar in allen Bereichen das meist genutzte Gerät – sowohl im Alltag (92%) als auch am Strand (84%) – die Nutzung der Endgeräte am Strand ist jedoch geringer als im Alltag. Am Strand ist das Smartphone das bevorzugte Medium (61%); das Buch folgt auf Platz 2.

Was die Dauer der Benutzung angeht, ergab die Befragung außerdem, dass das Smartphone mit bis zu 60 Minuten am längsten verwendet wird. Andere Medien, wie beispielsweise Bücher, finden während des Strandaufenthalts eine deutlich geringere Beachtung in Bezug auf die Dauer.

Geringere Nutzung basiert auf Entspannungs- und Umweltfaktoren

Auf die Frage, warum digitale Medien am Strand gar nicht, beziehungsweise seltener genutzt werden, geben die Befragten sowohl technische, affektive als auch Umweltfaktoren an. Dabei kristallisieren sich drei Einflussfaktoren heraus: exogene Faktoren (z.B. Hitze, Sand, Empfang, Sonne, Diebstahl), Strandaktivitäten (z.B. sich Sonnen, Strandspiele, Baden, Kontakte) und die Stressfaktoren des Mediums (z.B. Ablenkung, ständige Erreichbarkeit, Akku, Abgrenzung, Benutzbarkeit).

W-Lan-Ausbau am Strand: Sinnvoll?

Um eine breitflächige und repräsentative Ergebnisvorstellung betreiben zu können, würde es sich anbieten, größer angelegte Studien an unterschiedlichen Stränden durchzuführen. Besonders in Bezug auf die derzeitigen Pläne des W-Lan-Ausbaus an öffentlichen Plätzen, und somit auch an Stränden, ist es nach Ansicht der Studierenden wichtig, diesen Bereich genauer zu untersuchen. Die in der Studie erzielten Ergebnisse zeigen deutlich, dass die Nutzung von Internet und digitalen Medien gering ist und sich die Frage stellt, inwiefern ein W-Lan-Netz am Strand sinnvoll ist.

Quelle: Universität Rostock, Foto: Franziska Apfel

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