Gefährlicher Spaziergang in den Gleisen

Der Weg in den Gleisen erschien einem angetrunkenen 23-Jährigen in der vergangenen Nacht als beste Verbindung von Rostock nach Schwaan

17. Februar 2012
Gefährlicher Spaziergang in den Gleisen
Gefährlicher Spaziergang in den Gleisen

In der gestrigen Nacht (16.02.) gegen 01:00 Uhr wurde die Bundespolizei verständigt, dass sich eine Person in den Gleisanlagen der Bahnstrecke Rostock – Pölchow aufhält.

Die sofort eingesetzten Beamten stellten 10 Minuten später einen 23-jährigen Mann im Bereich des Haltepunktes Pölchow fest. Der 23-Jährige erklärte, dass er gegen 23:30 Uhr in Rostock losgegangen sei und der Weg in den Gleisen der beste Weg nach Schwaan erschien. Wenn ein Zug kam, trat er aus dem Gleis und nach der Vorbeifahrt des Zuges marschierte er weiter.

Bei der Erklärung des 23-Jährigen für diesen Fußweg wunderten sich die eingesetzten Beamten nur. Eine Atemalkoholkontrolle ergab 0,5 Promille. Auf Grund der kalten Witterung und der leichten Bekleidung des Mannes nahm ihn die Bundespolizei in Gewahrsam und fuhr ihn nach Schwaan.

Dieser Fußmarsch hat noch Konsequenzen für den Mann. Zu einem ein Bußgeldverfahren wegen dem Aufenthalt in den Gleisen und die Rechnung für die Fahrt im Polizeiwagen nach Schwaan. Die Gefahren, die vom Gleisbereich, von herannahenden Zügen und auch Oberleitungen ausgehen, werden regelmäßig unterschätzt! Die Bundespolizeiinspektion Rostock weist ausdrücklich darauf hin, dass das Betreten von Gleisanlagen lebensgefährlich und für unberechtigte Personen verboten ist. Züge nähern sich lautlos und können je nach Windrichtung erst sehr spät wahrgenommen werden.

Der durchschnittliche Bremsweg eines Zuges bei 100 km/h beträgt 1.000 m. Die Oberleitungen führen eine Spannung von 15.000 Volt. Der Kontakt mit diesen, unabhängig in welcher Form, ist für den Menschen tödlich.

Quelle: Bundespolizeiinspektion Rostock

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