Igelschützerin und Öko-Landwirtschaftsprojekt geehrt

Umweltpreis 2018 an Michaela Kleinsorge und die Initiative solidarische Landwirtschaft Rostock

5. Juni 2018
Preisträger des Rostocker Umweltpreises 2018
Preisträger des Rostocker Umweltpreises 2018

Anlässlich des Weltumwelttages wurde heute der Umweltpreis 2018 der Hanse- und Universitätsstadt Rostock im Festsaal des Rathauses verliehen. Den Preis erhielten zu gleichen Teilen Michaela Kleinsorge für das Projekt einer Igelauffangstation in Diedrichshagen und die Initiative solidarische Landwirtschaft Rostock für das Projekt Bunte Höfe.

Michaela Kleinsorge engagiert sich seit vielen Jahren aufopferungsvoll und unter Einsatz eines nicht unerheblichen Teils ihres Einkommens für den Schutz, den Erhalt und die Pflege von kranken und geschwächten Igeln. Die persönliche Betreuung und Finanzierung der Auffangstation zum Schutz der Igelpopulation als Indikator für eine umweltfreundliche, urbane Lebenswelt ist Hauptschwerpunkt ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit.

Eine Sensibilisierung für Igel erfolgt auch durch Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit. Als Redakteurin örtlicher Printmedien informiert sie die Leserinnen und Leser beispielsweise sachkundig über umweltbezogene Themen. Von 2013 bis heute wurden 141 Igel in der Auffangstation abgegeben und 80 Prozent davon konnten wieder gesund ausgewildert werden.

Das Projekt „Bunte Höfe“ der Solidarischen Landwirtschaftsgemeinde (Solawi) ist ein Zusammenschluss von mehr als 100 privaten Haushalten aus Rostock mit zertifiziert ökologisch arbeitenden Landwirten aus dem nahen Umland. Durch die gemeinschaftlich getragene, wachsende Landwirtschaft erfolgt die alltägliche Versorgung der Mitglieder mit regionalen, ökologischen und nachhaltig hergestellten Lebensmitteln im Rahmen des lokalen Wirtschaftskreislaufes. Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit sind ein wichtiger Schwerpunkt der Projektarbeit.

Informationsveranstaltungen, Kinofilme zum nachhaltigen Anbau, Aktivitäten zur Nachhaltigkeitswoche der Universität Rostock, Mitmach- und Kennenlerntage auf den Höfen sind nur einige Beispiele. Praktika für Schülerinnen, Schüler und Studierende werden durchgeführt.

Eine Vorbildfunktion soll durch die regionale Netzwerkarbeit, kurze Transportwege, innerstädtische Verteilung mit dem Lastenrad, Einsatz von wenig Verpackungen, Verzicht u.a. auf Gentechnik, Antibiotika und Pestizide in der Landwirtschaft erfüllt werden. Die Eigenverantwortung der Einwohnerinnen und Einwohner für die Umwelt soll erhöht werden. Die Vereinsmitglieder sind ehrenamtlich tätig. 2017 wurde der Förderverein Bunte Höfe e.V. gegründet, um die Bildungs- und Umweltarbeit zu koordinieren.

Bürgerschaftspräsident Dr. Wolfgang Nitzsche und Prof. Dr. Elmar Mohr, Dekan der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock, würdigten in ihren Laudationes das hohe Engagement der Preisträger. Dr. Wolfgang Nitzsche, Senator Dr. Chris Müller-von Wrycz Rekowski als 1. Stellvertreter des Oberbürgermeisters und Prof. Dr. Elmar Mohr gratulierten herzlich und dankten den Preisträgern für das große Engagement.

Die Verleihung eines Umweltpreises der Hanse- und Universitätsstadt Rostock soll die Auseinandersetzung mit Umweltthemen in der Öffentlichkeit fördern und die Bewältigung von Problemen unterstützen.

Der mit 3.500 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre ausgeschrieben und zum Weltumwelttag am 5. Juni verliehen.

Quelle: Pressestelle der Hanse- und Universitätsstadt Rostock

Schlagwörter: Natur (105)Umweltpreis (3)

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