Sicherer Warnemünde-Urlaub in Corona-Zeiten

Strandvögte, Kommunaler Ordnungsdienst und der Bäderdienst der Polizei sollen in Corona-Zeiten für mehr Sicherheit in Rostocks Seebädern und am Strand sorgen

8. Juni 2020, von
Torsten Sprotte, Leiter des Polizeireviers Dierkow (v.l.), Tourismusdirektor Matthias Fromm und Stefan Damrath (Leiter des Polizeireviers Lichtenhagen) auf der Bahnhofsbrücke Warnemünde
Torsten Sprotte, Leiter des Polizeireviers Dierkow (v.l.), Tourismusdirektor Matthias Fromm und Stefan Damrath (Leiter des Polizeireviers Lichtenhagen) auf der Bahnhofsbrücke Warnemünde

„Wir freuen uns, seit 25. Mai wieder Urlaubsort sein zu dürfen“, bekennt Tourismusdirektor Matthias Fromm, „aber natürlich sind wir uns auch unserer Verantwortung bewusst, alles zu tun zum Schutz der Gesundheit der Gäste und Urlauber, aber auch vor allem der Einheimischen.“ Denn klar ist, „dass unsere Sommersaison nicht so wird, wie in den vergangenen Jahren“, erklärt Fromm. „Da wollen wir entsprechend darauf vorbereitet sein.“

Neben Strandvögten und Bäderpolizei kommt in diesem Jahr erstmals der Kommunale Ordnungsdienst in den Seebädern Warnemünde und Markgrafenheide zum Einsatz, um trotz Corona-Pandemie für einen sicheren Urlaub an der Ostsee zu sorgen.

Kommunaler Ordnungsdienst unterstützt Strandvögte

In den vergangenen Jahren standen die Strandvögte oft in der Kritik. Mangelnde Präsenz wurde ebenso bemängelt wie fehlende Befugnisse. Der Einsatz über einen Sicherheitsdienst gestaltete sich zwar einfacher, hoheitliche Rechte besaßen die Strandvögte jedoch nicht. „Das funktioniert nur, indem der Strandvogt durch den Kommunalen Ordnungsdienst gestellt wird“, so Fromm.

Der Kommunale Ordnungsdienst unterstützt in diesem Jahr die Strandvögte in Warnemünde und Markgrafenheide (Foto: Archiv, 30. Mai 2020)
Der Kommunale Ordnungsdienst unterstützt in diesem Jahr die Strandvögte in Warnemünde und Markgrafenheide (Foto: Archiv, 30. Mai 2020)

In diesem Sommer kommen die Strandvögte weiterhin vom Sicherheitsdienst „JM Event & Security“ und es gibt einen mehr als in der vergangenen Saison. „Drei Strandvögte sind sieben Tage die Woche in Warnemünde acht Stunden, in Markgrafenheide sechs Stunden unterwegs“, erläutert Fromm. Eine „neue Qualität“ sei es, dass sie ab dieser Saison von Mitarbeitern des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) unterstützt werden. Durch ihre hoheitlichen Rechte können diese Kontaktdaten aufnehmen, um – im Fall der Fälle – das Nachverfolgen von Infektionsketten zu erleichtern.

Alles „mit Augenmaß“, betont Fromm, Aufklärung und Sensibilisierung sollen im Vordergrund stehen. So erinnert an jedem Strandaufgang ein zusätzliches Schild an den Mindestabstand von 1,5 bis zwei Metern erinnern. Neuer Richtwert in Warnemünde: eine Strandkorbbreite.

Sukzessive soll der KOD Aufgaben des Strandvogts übernehmen. Ab der nächsten Saison stellt der Ordnungsdienst die Strandvögte komplett. Zusätzlich wird auch der Bäderdienst der Polizei in diesem Sommer wieder aktiv, er soll seine Arbeit nächste Woche aufnehmen und zusammen mit dem Ordnungsdienst auf Streife gehen.

15 Kilometer Strand – Auslastung soll beobachtet werden

Neben der Strandsatzung müssen in diesem Jahr auch die Abstands- und Hygieneregeln durchgesetzt werden. Dass deren Einhaltung am Alten Strom oder in den engen Gassen von Warnemünde gar nicht so einfach ist, hat das Pfingstwochenende gezeigt. Gefühlt strömten fast so viele Urlauber wie im Hochsommer ins Seebad, obwohl große Hotels noch geschlossen haben und Tagestourismus bislang untersagt ist.

Als „eine Art Probelauf für den Sommer“ stuft Fromm das Pfingstwochenende ein. Ob Warnemünde in der Hochsaison möglicherweise ein Stopp für Tagestouristen droht, wenn diese auf Landesebene wieder erlaubt sind, darauf wollte sich der Tourismusdirektor nicht festlegen. Zumindest wollte er es nicht an einer bestimmten Urlauberzahl festmachen. „Wir haben 15 Kilometer Strand im Bereich der Hansestadt Rostock, sodass Raum für die Entfaltung gegeben ist.“

Dennoch soll die Situation im Sommer genau beobachtet werden. Gesundheitsschutz sowie die Durchsetzung der Abstands- und Kontaktregeln stehen im Vordergrund. „Solange das gewährleistet ist, braucht man über eine Schließung erstmal nicht nachzudenken.“

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