Hansa Rostock unterliegt dem VfB Stuttgart II mit 1:3

Die Hansa-Kogge ist sportlich weiter auf Talfahrt und rutscht nach der Niederlage bei der Reserve des VfB Stuttgart auf einen Abstiegsplatz

30. Oktober 2015, von
Hansa Rostock unterliegt dem VfB Stuttgart II mit 1:3 (Foto: Archiv)
Hansa Rostock unterliegt dem VfB Stuttgart II mit 1:3 (Foto: Archiv)

In der Tabelle vor dem Gegner zu bleiben, lautete das Minimalziel von Hansa Rostock an diesem Abend. Doch trotz 1:0-Führung musste sich die Hansa-Kogge im Gastspiel bei der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart mit 1:3 (0:0) geschlagen geben und rutscht vor den weiteren Partien des Spieltages auf einen Abstiegsplatz.

Gut 1.400 Zuschauer, darunter mehr als die Hälfte Hansa-Fans, sehen im Gazi-Stadion auf der Waldau eine im Vergleich zum Großaspach-Spiel auf zwei Positionen veränderte Rostocker Startelf. Marcus Hoffmann ersetzt in der Innenverteidigung den rot-gesperrten Dennis Erdmann. Marcel Gottschling steht für Hansa-Kapitän Tobias Jänicke auf dem Platz, der heute nach seiner fünften Gelben Karte aussetzen muss. Die Kapitänsbinde trägt gegen die Stuttgarter Matthias Henn.

Die Hausherren starten druckvoll in die Partie. In der 4. Spielminute landet ein Schuss von Caniggia Elva am Außennetz, vier Zeigerumdrehungen später geht ein Stuttgarter nach einer Aktion von Marco Kofler im Rostocker Strafraum zu Boden, die Pfeife der Unparteiischen Dr. Riem Hussein bleibt aber stumm.

Die erste echte Torchance können die Rostocker in der 23. Minute für sich verbuchen. Nach schöner Vorarbeit von Michael Gardawski scheitert Stephan Andrist jedoch freistehend am Stuttgarter Schlussmann Benjamin Uphoff. Ein Andrist-Pass in die Schnittstelle landet bei Benyamina, der dabei allerdings knapp im Abseits steht (33. Minute). Zwei Zeigerumdrehungen versucht es Gardawski aus spitzem Winkel, scheitert jedoch an Keeper Uphoff.

Richtig torgefährlich wird es im ersten Durchgang auf beiden Seiten nur selten und so verabschieden sich die Mannschaften nach 45 Minuten torlos zum Pausentee.

Hansa-Trainer Karsten Baumann scheint in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben. Direkt nach dem Seitenwechsel zeigt sich Hansa torgefährlich, als Benyamina nach einer Flanke von Maximilian Ahlschwede zum Kopfball kommt – Benjamin Uphoff hält den Ball jedoch.

In der 59. Minute bringt Stephan Andrist die Rostocker mit seinem ersten Treffer für Hansa dann jedoch in Führung. Nachdem ein Schuss von Benyamina am Aluminum landet, staubt Andrist aus spitzem Winkel ab.

Lange können die Hansa-Fans jedoch nicht jubeln. Christian Dorda rutscht im eigenen Sechzehner aus und trifft den Ball mit der Hand. Den folgenden Strafstoß verwandelt Boris Tashchy sicher (61. Minute).

Kurz darauf drehen die Stuttgarter dann sogar die Partie. Tobias Rathgeb bringt einen Freistoß in den Rostocker Strafraum, wo Stephen Sama völlig unbedrängt aufsteigt und die Kugel mit dem Kopf über die Linie drückt (67. Minute). Karsten Baumann reagiert und bringt Maik Lukowicz für Marco Kofler sowie kurz darauf Julius Perstaller für Benyamina ins Spiel. Doch wirklich gefährlich werden die Rostocker an diesem Abend nicht mehr. Au den Ausgleich drängend kassiert Hansa in der Nachspielzeit dann sogar noch das 3:1 durch Jerome Kiesewetter.

Speziell beim 2:1 haben es die Rostocker dem Gegner heute wieder einmal viel zu leicht gemacht, als die Hintermannschaft beim Standard der Hausherren kollektiv gepennt hat. So geht der Sieg der Gastgeber insgesamt in Ordnung. Mit 14 Punkten rutscht die Baumann-Truppe aufgrund des schlechteren Torverhältnisses hinter Kiel auf den 18. Tabellenplatz ab und steht damit bereits vor den weiteren Partien des Spieltages erstmals in dieser Saison auf einem Abstiegsplatz. Weiter geht es für die Hansa-Kogge am kommenden Samstag, wenn die Würzburger Kickers im Ostseestadion zu Gast sind.

Tore:
0:1 Stephan Andrist (59. Minute)
1:1 Boris Tashchy (62. Minute, Foulelfmeter)
2:1 Stephen Sama (67. Minute)
3:1 Jerome Kiesewetter (90+2. Minute)

Aufstellung, FC Hansa Rostock:
Marcel Schuhen (Torwart)
Maximilian Ahlschwede, Matthias Henn, Marcus Hoffmann, Christian Dorda (Hasan Ülker, ab 86. Minute)
Jose Alex Ikeng, Marco Kofler (Maik Lukowicz, ab 68. Minute)
Marcel Gottschling, Stephan Andrist
Michael Gardawski, Soufian Benyamina (Julius Perstaller, ab 77. Minute)

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