Volkstheater Rostock bekommt neuen Generalmusikdirektor

Florian Krumpöck wird neuer Generalmusikdirektor des Volkstheaters Rostock und Chefdirigent der Norddeutschen Philharmonie Rostock

18. Juni 2011, von
Florian Krumpöck - neuer Generalmusikdirektor am Volkstheater Rostock
Florian Krumpöck - neuer Generalmusikdirektor am Volkstheater Rostock

Der Wiener Pianist und Dirigent Florian Krumpöck wird neuer Generalmusikdirektor (GMD) des Volkstheaters Rostock und Chefdirigent der Norddeutschen Philharmonie Rostock, wie Intendant Peter Leonard heute bekannt gab.

Krumpöck ist in Rostock kein Unbekannter. Bereits Ende letzten Jahres sprang er kurzfristig als Gastdirigent für den erkrankten Niklas Willén ein. Im Mai nahm er mit dem Orchester die erste Hälfte einer Prokofiew-CD für Sony auf, der zweite Teil soll im Herbst folgen.

Für Krumpöck ist es eine „Form von Liebesbeziehung“, was zwischen ihm und dem Orchester entstanden sei. „Ich habe selten so viel Gemeinsames bei der Arbeit gespürt“, zeigt sich der 32-Jährige von den Rostocker Philharmonikern begeistert.

Peter Leonard, Intendant des Volkstheaters Rostock
Peter Leonard, Intendant des Volkstheaters Rostock

„Diese Bestellung ist eine der glücklichsten, die ich machen darf in meiner Zeit als Intendant“, freut sich Intendant Peter Leonard. Und auch das Orchester steht hinter Krumpöck. Mit großer Mehrheit hat es sich dafür ausgesprochen, so Leonard, dass er als GMD nach Rostock kommt.

„Man muss sich unverzichtbar machen“, setzt Krumpöck sich selbst große Ziele für das „wichtigste und beste Orchester des Landes.“ Dazu gehören für ihn Tourneen ebenso wie Plattenaufnahmen.

Trotz der sehr kurzfristigen Planung sei es gelungen, namhafte Solisten und hervorragende Gastdirigenten einzuladen, gibt der neue Generalmusikdirektor einen kurzen Ausblick auf die kommende Spielzeit. Wichtigstes Projekt ist die Premiere von Puccinis Oper „La Bohème“ am 1. Oktober im neuen Theaterzelt, zu deren Proben er bereits im nächsten Monat nach Rostock kommt.

Anlässlich des 200. Geburtstages soll Franz Liszt mit Beginn der Spielzeit gewürdigt werden. Nicht mit einem einmaligen Konzert, sondern mit einem eigenen Liszt-Programm im philharmonischen Zyklus. Dafür habe er den Pianisten Gerhard Oppitz gewinnen können, verrät Krumpöck.

Freuen kann sich das Rostocker Publikum in der kommenden Spielzeit auch auf den Gastdirigenten Arthur Fagen, der ebenfalls ein philharmonisches Programm übernehmen wird. Es wird einen groß angelegten Zyklus mit den Mahler-Sinfonien geben und in den späteren Spielzeiten soll ein Schwerpunkt auf Beethoven gesetzt werden, schaut Krumpöck in die Zukunft.

Florian Krumpöck tritt die Nachfolge von Niklas Willén an, der seit 2009/2010 Generalmusikdirektor am Volkstheater Rostock ist und dieses zum Ende der aktuellen Spielzeit verlässt.

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1 Kommentar

  • Thomas Beier sagt:

    Wurde auch der neue GMD mit unhaltbaren Zusagen wie einem Theaterneubau geködert?

    Wie viele GMDs fallen noch auf die Zusagen des Senats herein? – Das Orchester hofft ja schon seit Jahrzehnten auf einen Neubau für den Konzertbetrieb.

    Die Niederländer machten es vor: In Groningen mit dem „Oosterpoort“ und in Enschede usw.: hier wurden alte, unzulängliche Theater durch große multifunktionale Kulturzentren ergänzt. Kleinere Orchester wurden weitgehend OHNE Orchesterstellenkürzungen zusammengefasst.

    Rostock hilft wirklich nur noch ein NEUBAU! Und zwar ein multifunktionaler. Nutzbar als Kongresszentrum und für andere (Kultur)veranstaltungen. Dieser Neubau sollte am Stadthafen stehen: 1a-Lage, genügend Parkplätze, zentral gelegen, gut erreichbar.

    Architekten werden sicher einen preiswerten, funktionellen Bau planen können.

    Die jetzige Situation am alten Standort wird auch nach einem Umbau inakzeptabel bleiben. Millionen also werden versenkt. Die so genannte Minusakustik, in der ein Ton bereits erstirbt, bevor er gedacht wird, war, ist und bleibt DER Sargnagel für das Rostocker Theater.

    Die Probebaracke des Orchesters taugt nach Aussagen der Musiker nicht mal mehr als Witz. Jede Schulaula bzw. Turnhalle ist besser geeignet.

    Und wenn jetzt 2 Mio. € fehlen, so ist das nichts im Verhältnis zu den offiziellen und versteckten Fördermillionen, die alljährlich in Unternehmen versenkt werden. Wo sind z.B. die Millionen für die AKER-Werft geblieben? Was passierte mit den Millionen für Warnowtunnel, IGA, Hohe Dühne?

    Was geschieht demnächst mit dem Scandlinesgrundstück in Warnemünde?

    MAUSCHELEIEN überall!

    Aber an der Kultur kann man ja immer sehr schön und vor allem medienwirksam sparen.
    Die angeblich spinnerten „Künstler“ sollen als Schuldige dargestellt werden. – Sie sind lediglich das Bauernopfer, das von anderen, größeren, weiter reichenden Fehlentscheidungen ablenken soll.

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