Warnowschwimmen 2012 bei der Holzhalbinsel

Über 70 Schwimmer machten sich beim 11. Eurawasser-Warnowschwimmen an der Rostocker Holzhalbinsel nass

16. Juni 2012, von
Start des Warnowschwimmens 2012 bei der Holzhalbinsel
Start des Warnowschwimmens 2012 bei der Holzhalbinsel

Wasser von oben ist manchmal nicht gut für Leute, die nur Wasser von unten wollen. Das mussten heute die Veranstalter des 11. Eurawasser-Warnowschwimmens feststellen. Den Schwimmern machten der Regen und der bedeckte Himmel zwar nicht so viel aus, dafür fanden sich jedoch nicht so viele Zuschauer wie erhofft auf der Holzhalbinsel ein, die zum ersten Mal der Austragungsort des Wettbewerbs war. Trotzdem war die Veranstaltung für alle Beteiligten auch in diesem Jahr wieder ein Erfolg.

Die Schwimmer vor dem Start
Die Schwimmer vor dem Start

Mit der neuen Wettkampfstätte kam auch ein neues Organisationsteam. Michael Born und Nico Beuster vom Hanse-Schwimmverein Rostock übernahmen in diesem Jahr das Ruder. Sie hatten auch die Idee, das Schwimmen zu verlegen. „Hier können die Zuschauer die ganze Strecke überblicken und die Teilnehmer beim Start und beim Zieleinlauf anfeuern.“ Außerdem wollten sie durch die bessere Erreichbarkeit auch mehr Teilnehmer als in den letzten Jahren zur Veranstaltung locken.

Doch leider wollte auch das nicht ganz klappen. Während im letzten Jahr noch 84 Schwimmer angetreten sind, waren es in diesem Jahr nur noch 72 Mutige, die der 17 Grad kalten Warnow trotzten. Vor allem bei der offenen Strecke über 500 Meter, sozusagen dem Schnupperrennen, trauten sich nur sieben Athleten ins Wasser. „Wir haben wieder mal Pech mit dem Wasser. Bei Regen verlassen die Leute nur ungern das Haus, aber wer hier ist, hat Spaß“, erzählt Michael Born.

Florian Lübs
Florian Lübs

Das bestätigte auch Florian Lübs, der mit elf Jahren einer der jüngsten Starter am heutigen Tag war. Er absolvierte die 500 Meter in 10:13 Minuten und war damit sehr zufrieden. „Naja viel habe ich nicht trainiert, nur ein paar Mal in der Halle.“ Für den Schüler aus Laage, der dort auch beim DLRG ist, war es das erste Freiwasserschwimmen, daher war er vorher auch etwas aufgeregt. Vielleicht war das Warnowschwimmen für ihn der Anfang einer großen Schwimmerkarriere, der nächste Wettkampf in den Ferien ist auf jeden Fall schon mal geplant.

Start des 500-Meter-Schwimmens im Schatten der Petrikirche
Start des 500-Meter-Schwimmens im Schatten der Petrikirche

Bei der Hauptstrecke über 2200 Meter traten in diesem 65 Schwimmer zwischen 14 und 76 Jahren im Schatten der Petrikirche an. Der Schwimmstil war dabei egal. Nach dem Startschuss sah man viele Badekappen kraulen, einige ließen es aber auch etwas ruhiger angehen und wählten das Brustschwimmen. Der Spaß stand im Mittelpunkt, trotzdem gab es neben Punkten für den Mecklenburg-Vorpommern-Pokal der DLRG auch Urkunden für alle Teilnehmer und einen Wanderpokal zu gewinnen.

Ole Eisenberg und Sophie Fischer
Ole Eisenberg und Sophie Fischer

Über diesen und eine prall gefüllte Sporttasche des Sponsors Eurawasser durfte sich der 15-jährige Ole Eisenberg freuen. Er erreichte in 26:06 Minuten als Erster wieder die Start- und Zielbrücke. Bereits vor zwei Jahren konnte er in Gehlsdorf den zweiten Platz erschwimmen. „Für das Schwimmen macht es keinen Unterschied, wo der Lauf stattfindet. Aber es ist natürlich schon schön, dass die Zuschauer einen direkt anfeuern können.“ Für ihn war das Warnowschwimmen ein Trainingslauf für die deutschen Freiwasserschwimmmeisterschaften in zwei Wochen.

Die schnellste Dame im Feld war Sophie Fischer vom SC Empor Rostock, die sonst vor allem in der Halle trainiert. „An sich schwimme ich lieber draußen, da ist mehr Abwechslung am Streckenrand und man muss nicht die ganze Zeit auf den Boden schauen. Aber etwas wärmer hätte das Wasser schon sein können“, gesteht sie lachend. Für sie war es das erste Warnowschwimmen.

Auch im nächsten Jahr wird es wieder ein Warnowschwimmen bei der Holzhalbinsel geben. Allerdings versuchen die Veranstalter es ein wenig nach hinten zu verschieben, damit sowohl für Zuschauer als auch für Teilnehmer bessere Bedingungen herrschen. Wer Lust hat, kann ja schon mal mit dem Training beginnen.

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1 Kommentar

  • Uwe Standfuß sagt:

    Hallo liebe Sportfreunde, den Initiatoren und Machern ein großes Dankeschön; herzlichen Glückwunsch zu der Entscheidung Holzhalbinsel und dem Ansinnen, das Schwimmen ein wenig nach achtern zu verholen. Bis 2013 alles Gute, Fam. Standfuß.

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