Rostock kauft Werftflächen für Kreuzfahrthafen

Zum Bau eines neuen Kreuzfahrtterminals will Rostock für 4,8 Millionen Euro eine rund 16 Hektar große Fläche am ehemaligen Werftbecken in Warnemünde erwerben

15. April 2016, von
Auf dem Gelände am ehemaligen Werftbecken in Warnemünde soll ein neues Kreuzfahrtterminal entstehen
Auf dem Gelände am ehemaligen Werftbecken in Warnemünde soll ein neues Kreuzfahrtterminal entstehen

Die Hansestadt Rostock will dem asiatischen Genting-Konzern für 4,8 Millionen Euro eine rund 16 Hektar große Fläche auf dem Gelände der Nordic-Werft in Warnemünde abkaufen. Bereits am Dienstag soll die Bürgerschaft in einer Sondersitzung über eine entsprechende Dringlichkeitsvorlage entscheiden. Die Stadt verpflichtet sich darin auch zur Kostenbeteiligung bei Verlagerung der
Betriebsfeuerwehr durch die Werft sowie zur Errichtung einer Zaunanlage zur Abgrenzung des Werftgeländes.

Auf dem Areal am ehemaligen Werftbecken in Warnemünde ist ein neues Kreuzfahrtterminal geplant. Bedarf besteht: Immer mehr Kreuzfahrtreedereien nutzen den Kreuzfahrthafen Rostock-Warnemünde für einen Voll- oder Teilpassagierwechsel. Das einzige Cruise Center am Liegeplatz P7 kann den Bedarf längst nicht mehr decken.

Am Kreuzfahrtterminal P8 in Warnemünde müssen die Passagiere in Zelten abgefertigt werden
Am Kreuzfahrtterminal P8 in Warnemünde müssen die Passagiere in Zelten abgefertigt werden

Zuletzt hatte Michael Zengerle, Geschäftsführer der MSC Kreuzfahrten GmbH, bei der Bekanntgabe der Kooperation des Flughafens Rostock-Laage mit MSC kritisiert, dass sie ihre Passagiere bei der Hälfte der Anläufe am Warnemünder Liegeplatz in Zelten abfertigen müssen. „Wenn wir es hinkriegen würden, das in richtigen Terminals zu machen, würden Sie uns und sich eine große Freude machen“, so Zengerle.

„Wir arbeiten daran“, erklärte Hero-Chef Jens Aurel Scharner und auch das Land signalisierte Bereitschaft, die Hansestadt Rostock bei der Erweiterung der Kreuzfahrtkapazitäten zu unterstützen. „Die Erweiterung der Kreuzfahrtaktivitäten ist aus Sicht unseres Hauses ein ganz wichtiges Anliegen für den Standort Rostock-Warnemünde“, so Dr. Rainer Kosmider, Abteilungsleiter im Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung, „deshalb muss am Standort Warnemünde einiges getan werden.“

Die Hansestadt Rostock ist bereits seit Jahren an den Flächen am ehemaligen Werftbecken in Warnemünde interessiert, die Verhandlungen blieben bislang jedoch ohne Erfolg. Nach der Übernahme der Nordic-Werft durch den Genting-Konzern, scheint es zu klappen.

Kreuzfahrtschiffe in Warnemünde – Anlaufkalender

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