Zoo-Erlebnis im Winterwald

Ein Blick hinter die Kulissen des Rostocker Zoos

27. Dezember 2009, von

Jeden Sonntag vom 27. Dezember 2009 bis zum 28. Februar 2010 bietet der Rostocker Zoo zwischen 14:00 und 17:00 Uhr ein buntes Programm an, das nicht nur Familien aus der warmen Stube lockt. Gleich am ersten Tag wurde das Angebot von vielen gerne angenommen, und so konnten auch wir uns die Gelegenheit nicht entgehen lassen.

Pinguine beim Stöckchenjagen Mein letzter Zoobesuch liegt schon gefühlte zehn Jahre zurück, also ist es nicht weiter verwunderlich, dass alles erstmal ganz anders aussieht als ich gedacht hatte. Die erste Station ist das kleine Pinguin-Gehege. Das Wasserbecken wurde im Winter abgestellt und so müssen die putzigen Humboldt-Pinguine mit einem sandigen Auslauf vorlieb nehmen. Die begehrteste Ablenkung scheinen dünne Stöckchen zu sein, wegen denen sich die kleinen Pinguine durch das ganze Gehege verfolgen. Von ursprünglich vier Arten ist nur noch diese eine geblieben, sodass auch von den niedlichen Goldschopfpinguinen jede Spur fehlt.

Ponyreiten im Zoo An den Gehegen der Menschenaffen vorbei gibt es schon die erste Attraktion, die sich der Zoo für seine sonntäglichen Besucher ausgedacht hat: Ponyreiten. Da der Zoo selbst keine Ponys mehr besitzt, werden diese extra jeden Sonntag von einem nahe gelegenen Reiterhof hergebracht. Sympathisches und erfahrenes Fachpersonal inklusive.

Basteln im Rostocker Zoo Auf der Terrasse vor dem Restaurant „Elefantenlodge“ sind einige Buden aufgebaut, die die Kleinen zum kreativen Handwerk auffordern. Für einen kleinen Aufpreis lassen sich beklebte Holzfiguren basteln, Kerzen ziehen oder bunte Honigkerzen drehen – eine schöne Erinnerung oder ein kleines Geschenk für Oma und Opa.

Elefantendame Sara, Zoo Rostock Direkt gegenüber der „Elefantenlodge“ gibt es zwei weitere Sehenswürdigkeiten.

Zum einen das Aquarium mit seinem großen Süßwasserbecken und den noch größeren Fischen, die mir zu Kinderzeiten immer mächtig Angst gemacht hat. Zum anderen direkt daneben das Elefantenhaus, in dem momentan nur die imposante Elefantendame Sara lebt. Wir kommen direkt zur Fütterungszeit und können sie sogar bei ihrer Mahlzeit beobachten.

Fütterungszeit im Zoo Rostock Gegen 15 Uhr beginnen Führungen „Hinter den Kulissen“, die den Besuchern in kleinen Gruppen Einblicke in den Alltag der Tierpfleger geben sollen, die sonst verwehrt bleiben. Heute sind die Bären dran. Ein Tierpfleger zeigt uns zuerst das Winterquartier eines mächtigen Braunbären, der sich gerade auf seine Winterruhe vorbereitet. Danach dürfen wir bei der Fütterung der Mandrills und Nasenbären zusehen und sogar mithelfen.

Eisbär Churchill im Zoo Rostock Eine Tür weiter stehen wir vor den Käfigen für die Eisbären. Draußen werden die Eisbären nur mit Obst und Gemüse gefüttert, drinnen bekommen sie Fleisch, damit sie das Außengehege ab und an zur Reinigung verlassen. Dass dies nicht immer nach Plan läuft, zeigt das Beispiel einer früheren Eisbärendame, die monatelang einfach im Außengehege blieb.

Der Tierpfleger bittet uns, auf dem schmalen Gang neben den leeren Käfigen zu warten, während er um die Ecke versucht, Eisbär Churchill zur Fütterung reinzulocken. Schließlich dürfen wir ebenfalls um die Ecke gehen und plötzlich steht Churchill, nur durch ein Gitter getrennt, keine 3 Meter vor uns. Beim Anblick des gewaltigen Eisbären sind die Besucher scheinbar wie gelähmt, doch Churchill verbindet Fremde wohl immer mit dem Tierarzt und verschwindet nach einigen Minuten wieder durch die Tür ins Außengehege.

Seehund im Rostocker Zoo Zum Schluss der Führung dürfen wir noch bei der Fütterung der Seehunde zusehen. In einem kleineren Becken nahe den Eisbären und Greifvögeln leben zwei Seehunde abseits der größeren Gruppe im zweiten Teil des Zoos. Beide sind gut dressiert und hören auf die Kommandos des Tierpflegers. Das Männchen kommt für seine Belohnung immer wieder an Land, Seehund Anja ist fast blind und kann den Fisch nur in geringerer Entfernung finden. Mit dem letzten Fisch ist auch die Führung leider schon beendet, beim nächsten Mal am 03.01.2010 werden dann die Katzen genauer betrachtet.

Entzünden der Fackeln im Zoo Rostock Am Ende dieses ereignisreichen Tages steht noch der Fackelumzug auf dem Programm. Dazu wurde auf der Terrasse der „Elefantenlodge“ ein kleines Feuer entfacht, an dem die Erwachsenen ihre Fackeln entzünden können. Geführt von einer Tierpflegerin ziehen die Besucher im Licht des Feuers durch den dunklen Zoo. Während wir an den Anlagen vorbeigehen, hat sie zu jedem Tier etwas Spannendes zu erzählen. Viel zu schnell sind wir am Ausgang angelangt, wo die Fackeln gelöscht werden und jeder, mit neuen Erlebnissen im Kopf, seiner Wege geht.

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1 Kommentar

  • Se He sagt:

    Wir (8 Personen 3 Erw. / 5 Kinder ) waren gestern 4 Stunden im Rostocker Zoo.
    Sehr gut war die Veranstaltung im Elefantenhaus – die Kinder durften füttern – ein Dankeschön für den Mann, der unsere Fragen mit Geduld beantwortete und uns viel Neues über Elefanten vermittelte. Aber auch die Frau, die die Führung leitete, war sehr freundlich, kompetent und gab uns viele Infos – tolle Sache – weiter so.
    Nun wünschen wir uns, dass Sie die zahlreich geschossenen Fotos ins Internet stellen!
    Mit freundlicher Grüßen Senta H.

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