Wiro baut 147 Wohnungen in Thierfelderstraße

Direkt neben dem Barnstorfer Wald, an der Thierfelderstraße baut die Wiro bis 2023 ein neues Quartier mit insgesamt 147 Wohnungen, darunter 13 im sozialen Wohnungsbau

20. Oktober 2020
Die Wiro baut 147 Wohnungen in Thierfelderstraße (Grafik: Planungsbüro Albert Wimmer ZT GmbH aus Wien, (c) ZOOMVP.AT)
Die Wiro baut 147 Wohnungen in Thierfelderstraße (Grafik: Planungsbüro Albert Wimmer ZT GmbH aus Wien, (c) ZOOMVP.AT)

Sieben Mehrfamilienhäuser, darunter zwei mehrgeschossige Wohnriegel und fünf polygonale Punkthäuser, sollen auf der zirka 22.000 Quadratmeter großen Grundstücksfläche errichtet werden. Die insgesamt 147 Wohnungen mit 2 bis 5 Zimmern, Loggien, Terrassen oder Mietergärten im Erdgeschoss eignen sich für viele verschiedene Geschmäcker, sodass eine vielfältige Quartiersgemeinschaft entstehen kann. Zur Unterstützung von Haushalten, die sich am Markt nicht aus eigener Kraft mit Wohnraum versorgen können, sind im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus 13 Wohnungen vorgesehen. Als Generalplaner wurde das Planungsbüro Albert Wimmer ZT GmbH aus Wien von der Wiro beauftragt. In der zweiten Jahreshälfte 2021 soll mit dem Hochbau begonnen werden, nach zwei Jahren Bauzeit – im Sommer 2023 – könnten die ersten Umzugswagen rollen.

Grüne Fassaden und Dächer mit Wintergärten

„Die Konzeption unseres Entwurfs nimmt Rücksicht auf die einzigartige Lage des Grundstücks, das vom Barnstorfer Wald und der Tiergartenallee umgeben ist“, erklärt Projektarchitekt DI Michael Frischauf vom Planungsbüro Albert Wimmer. Besonderes Augenmerk wurde auf die Erhaltung des alten Baumbestands gelegt. Neue Bäume werden in freier Stellung angepflanzt, um den natürlichen Charakter des Quartiers zu unterstreichen und Stadt- mit Naturraum zu verbinden. Die Wohngebäude werden auf grüne, leicht erhobene Gartenschollen gestellt. Auf den Pflanzflächen sollen hauptsächlich Ostsee-Gräser wogen.

„Unsere Idee, Fassaden und Dachflächen zu begrünen“, macht Michael Frischauf deutlich, „bildet nicht nur optisch einen Mehrwert, sondern trägt auch positiv zum Quartiersklima und zur Wärmedämmung der Gebäude bei.“ Die dafür angedachten Pflanzen seien Kletterhortensien, Waldreben, Spalthortensien und Kiwipflanzen. Besonderes Extra: Auf dem Dach eines Hauses werden Wintergärten platziert.

Die Wiro baut neues Wohnquartier in der Thierfelderstraße (Grafik: Planungsbüro Albert Wimmer ZT GmbH aus Wien, (c) ZOOMVP.AT)
Die Wiro baut neues Wohnquartier in der Thierfelderstraße (Grafik: Planungsbüro Albert Wimmer ZT GmbH aus Wien, (c) ZOOMVP.AT)

Treffpunkte für Nachbarschaften

Drei Spielplätze auf einer Gesamtfläche von zirka 800 Quadratmetern, ausgestattet mit Sandbaustelle, einem Kletter- und Balanciergerät oder einer Schaukel, bieten Treffpunkte für die Nachbarschaft und stellen für alle Generationen einen lebendigen Anziehungspunkt mit Aufenthaltsmöglichkeiten dar. Wer möchte, kann mit einem Concierge Extra-Services vereinbaren, zum Beispiel Blumengießen und Postholen in der Urlaubszeit. Der Hausempfang nimmt auch Pakete für die Mieter an. Um die Autos aus den ruhigen Innenhöfen herauszuhalten, sind 155 Tiefgaragen-Stellplätze geplant.

Klimafreundlich und energieeffizient wohnen

Im Quartier sollen, erklärt Michael Frischauf, erneuerbare Energien den ökologischen Fußabdruck klein halten und die Kosten für die Mieter senken. Die Wärmeversorgung der Häuser ist deshalb mittels Wärmepumpenanlagen unter Ausnutzung von Geothermie geplant. Fernwärme sorgt für warmes Wasser.
Auf allen Dachflächen, wo dies möglich ist, kommen Photovoltaikpaneele zum Einsatz. Die durch Photovoltaikanlagen gewonnene Energie wird der Haustechnik, unter anderem für die Hausbeleuchtung oder den Wärmepumpenbetrieb, zugeführt.

Eine der wichtigsten und kostbarsten natürlichen Ressourcen unseres Ökosystems ist Wasser. In der Thierfelderstraße soll ein nachhaltiges Regenwassermanagement mit unterirdischen Rigolen und Regenwasserzisternen sicherstellen, dass fallender Niederschlag möglichst vollständig an Ort und Stelle in den natürlichen Wasserkreislauf zurückkehren kann. Damit wird das Grundwasser geschont und ein sparsamer Umgang mit Wasser verfolgt.

Zahlen und Fakten

  • Planungsbeginn 10/2019
  • Baubeginn Herbst 2021
  • Fertigstellung Sommer 2023
  • 2-Zimmer-Wohnungen: 64
  • 3-Zimmer-Wohnungen: 48
  • 4-Zimmer-Wohnungen: 28
  • 5-Zimmer-Wohnungen: 7
  • Gesamt: 147 Wohnungen, davon 13 im sozialen Wohnungsbau
  • PKW-Stellplätze Tiefgarage: 155

Hintergrund

Im Zentrum der Hanse- und Universitätsstadt Rostock zwischen Zoologischen Garten, Satower- bzw. Parkstraße und der Tiergartenallee, südlich des Stadtteils Hansaviertel, befindet sich der Umring des rechtskräftigen B-Planes Nr. 08.WA.170 „Thierfelderstraße“. Die Wiro Wohnen in Rostock hat hier zirka 2,5 Hektar Nettobauland erworben. Der neue Wohnstandort zeichnet sich durch optimalen Anschluss an das öffentliche Nahverkehrsnetz aus. Von hier aus ist das Stadtzentrum nur wenige Minuten entfernt. Neben zahlreichen Bildungs- und Sozialeinrichtungen kommen das Freizeit- und Kulturangebot ebenfalls nicht zu kurz. Der Barnstorfer Wald in der unmittelbaren Nachbarschaft ist das beliebteste Naherholungsgebiet der Rostocker.

Quelle: Wiro, Grafik: Planungsbüro Albert Wimmer ZT GmbH aus Wien, (c) ZOOMVP.AT

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1 Kommentar

  • T. Lange sagt:

    bauen Sie bitte nicht zu flach, Höhen zwischen 5 und 7 Etagen im Stadtraum sind gut auszuhalten und bei entsprechender Rückstufung der OGś (wie vorgesehen). das schafft ausreichend Platz für Sport-, Freizeit-, Erholungsflächen und vor allem naturgerechtem Grün als wildem Entdeckungsraum für Kinder (es muss nicht immer alles reguliert und gestaltet werden, das verursacht unsinnigen Energieaufwand und Folgekosten), das Gelände gewinnt auch an Spannung und Vielfalt wenn es kleine Höhen und Senken (Regenwasser- vor-Ort-Versickerung / Froschteiche) erhält. Mir erscheint der Vorschlag an dieser Stelle technisch zu überfrachtet (Folgekosten!!)
    wenn ich das China-Schilf auf dem Bild sehe kräuseln sich die Nackenhaare. aktueller wären die Empfehlungen oder halt Richtlinien des Naturgarten e.V. (Bonn) oder die Empfehlungen aus dem Hortus-Netzwerk nach Markus Gastel (siehe auch youtube Hortus Insectorum etc.).
    ferner bitte ich um und empfehle ich die Hybriedbauweise aus Stahlbeton-Tragwerk, Lehmwänden, Ballenstroh-Isolierung, Holzverschalungen mit Glas.
    Die Autos sollten nicht den Lebensraum verstellen, sie gehören wie Selbsthilfe-Werkstätten, Räume der sozialen Teilhabe etc. in das Untergeschoss (in den Niederlanden meist mit Überdachung durch Terrassen und zur Straße hin halboffen mit bepflanzten Böschungen zur Klimatisierung.
    Die Bürger sind sicher selbst in der Lage sich nachbarschaftlich zu organisieren, ein Concierge Extra-Services ist Unsinn und verdrängt eher einkommensschwächere Bewohner.
    Insgesamt wünsche ich Ihnen viel Glück bei allen Bauabläufen!! Und den zukünftigen Mietern viel Freude und eigene Ideen für ein soziales Miteinander (Interkultuelle Gärten, SoLawi, Wald-Kita, Naturbauspielplätze über eigenen Verein etc.) Ich freue mich mit Ihnen.

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