Zoo und Stadtforstamt laden zur Baumpflanzaktion ein

„Bürger für Bäume“ im internationalen Jahr der Wälder

Baumpflanzaktion in der Rostocker Heide
Baumpflanzaktion in der Rostocker Heide

Am Sonnabend, dem 29. Oktober 2011, startet in der Rostocker Heide die wohl größte öffentliche Baumpflanzaktion des Landes. Unter der Schirmherrschaft der Präsidentin der Rostocker Bürgerschaft, Karina Jens, und in Kooperation mit dem Stadtforstamt werden in Wiethagen die ersten Bäume im Zuge der Ausgleichsmaßnahmen für das DARWINEUM gepflanzt. Dazu sind alle Interessenten, Familien und Baumfreunde recht herzlich eingeladen. Die Initiative für das Baumfest geht auf eine Idee des Stadtforstamtes zurück, das für die Wiederaufforstung verantwortlich ist.

Die Waldumwandlung für das DARWINEUM betraf 3,6 Hektar im über 100 Hektar großen Barnstorfer Wald. Zum Ausgleich werden hierfür insgesamt 8.265 Bäume und 1.545 Sträucher auf 6,3 Hektar in der Rostocker Heide neu gepflanzt. Zur Aufforstung sind die die Baumsorten Stieleiche, Hainbuche, Winterlinde und Ulme sowie die Sträucher Elsbeere, Feldahorn, Wildapfel, Schlehdorn, Pfaffenhütchen und Hasel vorgesehen. Die öffentlichen Baumpflanzungen sollen jährlich fortgeführt werden. Der Zoo Rostock wird sowohl beim Auftakt in der nächsten Woche als auch in den kommenden Jahren als Partner bei den Baumpflanzungen gemeinsam mit dem Stadtforstamt für einen nachhaltigen Umgang mit der Natur werben.

Hinweise zur ersten öffentlichen Baumpflanzaktion „Bürger für Bäume“

Die erste Baumpflanzung findet am Sonnabend, dem 29. Oktober 2011, von 10.00 bis 15.00 Uhr in der Rostocker Heide statt. Treffpunkt ist der Parkplatz am Ortseingang Hinrichshagen aus Richtung Rostock. Der fünfminütige Spaziergang zur Pflanzfläche ist gut ausgeschildert und wird von Forstamtsmitarbeitern betreut. Die Baumpflanzung ist für die ganze Familie geeignet. Empfohlen werden die Mitnahme eines Spatens, festes Schuhwerk und Naturverbundenheit. Förster oder Waldarbeiter helfen bei der fachgerechten Bepflanzung.

Der Zoo Rostock wird mit seinem Zoomobil vor Ort sein und verschiedenste Angebote für Kinder und Erwachsene vorstellen, die neben den Baumpflanzungen genutzt werden können. Auftretender Hunger und Durst können mit Bratwürsten über dem Lagerfeuer und Heißgetränken gestillt werden. Als Erinnerung an die Baumpflanzaktion erhält jeder Teilnehmer ein kleines Andenken.

Quelle: Zoo Rostock

Schlagwörter: Barnstorfer Wald (20)Bäume (33)Darwineum (80)Natur (103)Umwelt (114)Zoo Rostock (209)

Das könnte dich auch interessieren:



2 Kommentare

  • Martin Schmiedel sagt:

    Hier wird so schön aufgelistet, wie viele Bäume gepflanzt werden. Andere Zahlen sind andererseits aber nicht so genau oder korrekt genannt. Waldumwandlung wurde für 4,12 Hektar genehmigt, ca. 10 Hektar sind eingezäunt und stehen somit der Nutzung durch die Rostocker Bürger nicht mehr uneingeschraänkt zur Verfügung. Sicherlich war der Wald mal ungefähr 100 Hektar groß, aber das ist schon lange her. Ein großer Teil ist bereits Zoo (kann also nicht Wald genannt werden!), ein weiterer Teil (um den Kastanienplatz) eigentlich nur noch Park (also auch kein Wald), Straßen zerschneiden das ursprüngliche Waldgebiet. Letztendlich waren nur 20 Hektar naturbelassenen Waldes übrig geblieben und von diesen letzten 20 Hektar sind 10 Hektar vom Zoo einverleibt worden. Es ist schlimm, was dem Barnstorfer Wald in all den Jahren angetan wurde. Es ist schlimm, wie die Rostocker Bürger von Zoo und Stadtpolitikern für dumm verkauft werden sollen! Und es scheint nicht das Ende der Fahnenstange zu sein, denn der Zoo überlegt schon laut, wo er zusätzliche Parkplätze baut…

  • Christa Möhner sagt:

    „Schaffen für die Affen“ war gestern – Subbotnik, das ist der Nagel-neue Trick!
    Im November 2010 erhielt der Zoo vom Forstamt Billenhagen die begehrte Nutzungsartenänderung (Waldumwandlungsgenehminung) für eine Flächengröße von 4,12 ha im Zusammenhang mit dem Neubau des Darwineums. Für die Umwandlung der Waldfläche ist eine Ertaufforstung von 6,20 ha auf Flächen, die nicht Wald sind, durchzuführen.
    Dafür stellte das Stadtforstamt Rostock die entsprechenden Flächen in der Rostocker Heide und in Altbartelsdorf zur Verfügung, ca. 20 km vom Ort der Waldzerstörung entfernt. Für die Durchführung der Ersatzaufforstung wurde dem Zoo eine Frist bis zum 30.11.2011 gesetzt, nachdem er schon im Februar 2011 für eine Terminverlängerung um 6 Monate beim Forstamt nachgesucht hatte.
    Für die Entwicklung eines naturnahen Laubwaldes werden mindestens 25 Jahre benötigt. Die Ausgleichsmaßnahme für das Darwineum muss bis zum 30.11.2011 erfolgen, damit sich wenigstens unsere Enkel und Urenkel dort erholen können. So sieht es die Waldumwandlungsgenehmigung vor. Da wird es nun höchste Zeit!
    Im Barnstorfer Wald, mit seinem wertvollen Laubbaumbestand von Rotbuche, Ahorn, Esche, Ulme, Esskastanie etc. mit einem Alter von 80 bis 120 Jahren, wurden ca. 450 Bäume gefällt. Das Waldbiotop ist zerstört und der Boden versiegelt. Ein wichtiges Naherholungsgebiet und Frischluftversorger für Hansaviertel und Südstadt wurde für ein gigantisches Zooprojekt geopfert, das seine Nachhaltigkeit vor allem im finanziellen Minusbereich zeigen wird. Deshalb müssen auch die Kosten der Arbeitsleistung bei der Erstaufforstung durch die altbewährte Methode des früheren SED-Regimes auf die Bürger umgelegt werden.
    Auf geht’s! Subbotnik ist angesagt!
    Die gesammelten Erfahrungen bei der Aktion „Schaffen für die Affen“ sind mitzubringen!
    Wer keinen Spaten zu Hause hat kann sich vielleicht einen aus der Sammlung des Oberbürgermeisters ausborgen!

Hinterlasse einen Kommentar