Barnstorfer Wald: Darwineum-Gegner machen mobil

Affen, Bäume, Sportler – Wem gehört der Barnstorfer Wald?

16. Januar 2011, von

2011 wurde von der UNESCO zum internationalen Jahr des Waldes ausgerufen. Auch in Rostock erhitzt das Thema Wald derzeit die Gemüter. In unserer Hansestadt ist es der Barnstorfer Wald, um dessen zukünftige Nutzung heftig gestritten wird.

Auf 40.000 Quadratmetern soll hier das Darwineum entstehen, eine Erweiterung des Rostocker Zoos, in dem unter anderem die Menschenaffen artgerecht untergebracht werden sollen.

Bereits Ende des letzten Jahres begannen die Vorbereitungen für den Baustart, der für das kommende Frühjahr geplant ist. Zäune wurden aufgestellt und Bäume gerodet. Anwohner, Sportler und Spaziergänger sehen sich seither mit Einschränkungen konfrontiert, die sie nicht hinnehmen wollen.

Protest für den Barnstorfer Wald
Protest für den Barnstorfer Wald

Gestern versammelten sich etwa 100 Gegner des Zoo-Projektes, um sich vor Ort ein Bild von der Baustelle im Barnstorfer Wald zu machen. Denn viele von ihnen fühlen sich durch den Zoo, die Politik und die Medien nicht angemessen informiert.

So war Arne Welenz, Initiator der Aktion, ursprünglich davon ausgegangen, dass das neue Menschenaffenhaus auf dem bisherigen Gelände des Zoos gebaut wird. „Wären die 1,1 Millionen Euro für ‚Schaffen für die Affen‘ gespendet worden, wenn die Bürger gewusst hätten, dass dieser Teil des Barnstorfer Waldes dafür benutzt wird?“, stellt er als Frage in den Raum.

Gudrun Kiesendahl
Gudrun Kiesendahl

„Dieser Laubwald mit vielen Buchen – so etwas muss geschützt werden. Das wird jetzt hier richtig platt gemacht“, ist Gudrun Kiesendahl überzeugt. Die Anwohnerin ist selbst oft laufend im Barnstorfer Wald unterwegs ist und zweifelt die Rechtmäßigkeit des Bauvorhabens aus naturschutzfachlicher Sicht an.

Arne Welenz
Arne Welenz

Angesichts der durch die Einzäunung des neuen Zoo-Geländes veränderten Wegführung kritisiert Arne Welenz nicht nur den Wegfall des 200 Meter langen Weges zur Jägerhütte als „den wichtigsten Weg“. „Mehrere Querwege sind auch nicht mehr begehbar. Selbst die Wege, die noch da sind, wurden halbiert“, empört er sich über die Zäune, die mitten auf den Weg gesetzt wurden.

Der Einwand, dass dies deshalb erfolgt sei, um die Rodung weiterer Bäume zu verhindern, konnte die mehrheitlich anwesenden Gegner des Projektes kaum überzeugen.

Dr. Jens Schweder
Dr. Jens Schweder

Dr. Jens Schweder, der bereits im Gespräch zwischen den Sportvereinen und dem Zoo den TC Fiko Triathlonclub Rostock vertrat, fordert, dass die Zäune um fünf Meter zurückgesetzt werden und der Durchgang zur Jägerhütte erhalten bleibt. Sein dritter „Hauptkompromissvorschlag“ sieht vor, dass das Erbbaurecht, welches der Zoo am Barnstorfer Waldes besitzt, an die Stadt zurückgegeben werden solle.

Für Kompromissvorschläge waren zahlreiche der anwesenden Gegner jedoch nicht zu haben. Sie forderten einen sofortigen Baustopp.

Oswald und Christa Möhner und Werner Garlipp
Oswald und Christa Möhner und Werner Garlipp

„Die Baugenehmigung ist illegal, weil hier ein Museum hergerichtet wird. Dafür ist der Wald überhaupt nicht vorgesehen“, sagt der Anwohner und ehemalige Bau-Senator Oswald Möhner. Enttäuscht zeigte er sich über die Arbeit des zuständigen Ortsbeirates, der dem Bau zugestimmt hat.

Auch was die Finanzierung des Zoo-Projektes angeht, wurde der verantwortungsvolle Umgang mit öffentlichen Mitteln seitens politischer Entscheidungsträger der Stadt und des Landes infrage gestellt.

„Wir haben hier eine unsichere Finanzierung, bei der noch nicht alle Gesichtspunkte erörtert wurden“, äußert Werner Garlipp seine Bedenken.

Zaun des Darwineums im Barnstofer Wald
Zaun des Darwineums im Barnstofer Wald

Denn wie für viele andere auch, ist für ihn noch völlig unschlüssig, woher die 250.000 Besucher kommen sollen. Diese seien zusätzlich erforderlich, um die Unterhaltung des Darwineums zu finanzieren. Im letzten Jahr besuchten – laut Angaben des Zoos – etwa 505.000 Gäste den Rostocker Tiergarten.

„Die Stadt ist zu fast 100 Prozent Gesellschafterin des Zoos. Das heißt, das finanzielle Desaster bekommt die Stadt, der Bürger am Ende ab“, befürchtet ein weiterer Gegner.

Viele offene Fragen und noch mehr Skepsis wurden bei den Teilnehmern der Ortsbesichtigung deutlich. Dennoch betonten viele ausdrücklich, dass sie zwar Gegner des Projektes, nicht aber des Zoos seien.

Der Zoo hat bereits auf das Informationsbedürfnis interessierter Bürger reagiert. So will er unter anderem Baustellenführungen und Themenabende anbieten. Auch ein Modell soll erstmals präsentiert werden.
Zwischen den Sportlern und dem Zoo wird es am 21. Januar eine weitere Gesprächsrunde geben.

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26 Kommentare

  • MM sagt:

    Und wo soll ich dann laufen wenn die den Wald platt machen?!?

  • Franzi sagt:

    Der Zoo hat auf das Informationsbedürfnis reagiert? Das ist ein Witz!
    Er soll auf die Forderungen umgehend reagieren und einen Baustopp veranlassen.
    Im bisher vom Zoo genutzten Gebiet ist genügend Platz, auch für eine großzügige Affenanlage. Auf Kino, Souvenirshops und Gaststätte kann man doch aber schließlich verzichten. Die Affen kommen ohne dies drumherum auch gut aus…
    Der ZOO feiert das Internationale Jahr des Jahres NICHT!!!

  • Annika sagt:

    Nichts gegen den Zoo, aber wie wollen die 50% mehr Besucher bei gleichzeitig erhöhten Eintrittspreisen (die ja geplant sind) schaffen? Das widerspricht sich doch. Der Eintritt ist so schon recht teuer. Auch die Einzigartigkeit des Darwineums, mit der ja oft argumentiert wird, stimmt nicht. Darwineen gibt es in anderen Zoos (wenn auch kleiner als das geplante Rostocker) und ihr Erfolg hält sich in Grenzen.
    Klar wärs schöner für die Tiere, wenn sie neue, größere Gehege kriegen. Aber muss dafür eines der wichtigsten Laufgebiete der Stadt weichen? Die Laufgemeinde in HRO ist nicht klein, die Mitgliederzahlen des LVA sprechen für sich. Zoo und Stadt sollten das Projekt dringend überdenken und nicht rücksichtslos und blind durchdrücken à la S21.

  • Kreikemeyer sagt:

    Darwineum ja, aber auf wesentlich kleinerer Fläche bitte. Restrukturierung angrenzender Zooflächen unter Einbeziehung von maximal 1/3 der bisher umzäunten Fläche sollten doch reichen.
    Was ist eigentlich mit den Plänen auch die verbleibenden Flächen „touristisch zu nutzen, z.B. großer Spielplatz vor der Jägerhütte und zusätzlicher kommerzieller Kletterwald…..kann man darüber mal aufgeklärt werden? Dann gibt es dort keine Erholungsflächen mehr und Sportler, Walker, Hundebesitzer und natürlich auch Anwohner des Tannenweges schauen dann in eine düstere Zukunft! Womöglich wird der Restwald dann auch noch gerodet, denn es müssen bestimmt noch Parkplätze her, oder?
    Also: Baustopp und bitte eine vernünftige Diskussion mit allen Beteiligten ohne eine Vorverurteilung des Zoos oder eben der kritischen Stimmen aus der Bevölkerung!

  • Franzi sagt:

    Warum 1/3 der geplanten Fläche? Im bisherigen Zooteil ist wirklich genügend Platz. Nicht umsonst ist Rostock einer der flächenmäßig größten Zoos, aber keineswegs einer mit den meisten Tieren und Tierarten.
    Die Standortalternativen sollten umgehend geprüft werden, und zwar unabhängig und nicht von Gefälligkeitsgutachtern! Notfalls geht es auch ein kleines bisschen kleiner…
    Bis dahin sollte auf alle Fälle umgehend ein Baustopp verhängt werden.

  • werner sagt:

    „Schaffen für die Affen“ hieß jahrelang die PR-Parole der Geldeinwerbung für ein vernünftiges Zooprojekt und nicht „für ein „Darwineum“ und „Barnstorfer Wald – Einzäunung und -Abholzung“.
    So etwas nennt man dann auch schon mal Etikettenschwindel!
    Außerdem ist es ganz einfach absurd und in höchstem Maße abenteuerlich, 250000 Besucher mehr p. a. hier im Rostocker Zoo erwarten zu wollen!
    Die nächste Finanzpleite (nach Warnowtunnel, IGA-Park, u. a. Projekten) ist schon absehbar! Den Zoo kann man schon heute kaum mit nur einem Besuch durchmessen und eine 4-köpfige Familie ist schon heute mit € 40,- Ticketpreise dabei!
    Wenn man es finanzieren kann, soll man das „Darwineum“ bauen, aber bitteschön an zentralem Standort – z. B. dort wo die großen Affen schon heute zu finden sind – Nähe Trotzenburger Eingang- aber man sollte bitte nicht mit schneller Refinanzierung rechnen!
    Die Baustelle im Barnstorfer Wald gehört geschlossen – dieser Standort ist Unsinn pur, nicht nur wegen berechtigter Interessen von Anwohnern, Umweltschutz und Jahr des Waldes 2011 – BAUSTOPP – heißt die Konsequenz!
    Schaut euch mal „HAGENBECK“ in HH an! Das ist ein Zoo mit Weltruf auf nur einem Bruchteil der Rostocker Zoofläche.
    Der Rostocker Zoo gehört nicht Herrn Nagel und einigen „Ehrgeizligen“, die meinen, dem Stralsunder „Ozeaneum“ unbedingt Konkurrenz machen zu müssen! Dieser Zoo gehört den Menschen dieser Stadt und die wollen nicht noch mehr Eintritt zahlen müssen für bloßen Ehrgeiz einiger weniger!

  • udo sagt:

    Der Zoo Rostock hat 56 Hektar Fläche. Mal zum Vergleich: Der Zoo München-Hellabrunn hat 36 Hektar, Leipzig 26, Schwerin 25, Hamburg 39 (25+14), London 15 Hektar und der unvergessene Prof.Grzimek mußte in Frankfurt mit 11 Hektar auskommen… Und da ist in Rostock kein Platz für ein Affenhaus auf 56 Hektar??? Die Schlußfolgerung ist doch wohl einleuchtend und kann nur heißen: Affenhaus ( ich vermeide hier bewusst das Mogelwort „Darwineum“) auf das Gelände des Zoos und dazu in einem finanziellen Rahmen, der für Rostock realistisch ist! Ich bin überzeugt: Das wollen die Rostocker, und nicht irgendwelche profilneurotischen Hirngespinste eines überehrgeizigen Zoodirektors! Man kann sich aber natürlich auch nach ganz oben orientieren: Der Zoo in der Bronx in New York hat 300 Hektar Fläche…

  • Manfred sagt:

    @Udo: Die 56 Hektar sind der nächste Etikettenschwindel. Auf der Zoo-Website gibt es den Lageplan, in dem die jetzige bebaute Fläche gezeigt wird und darüber steht „56 Hektar grüne Oase“ (im westlichen Teil, der auch einmal Wald war, kann man m.E. kaum noch von grüner Oase sprechen). Diese 56 Hektar beinhalten aber schon den kompletten Barnstorfer Wald (bis auf die Jägerhütte). Das kann man ganz gut im Geoportal der Hansestadt Rostok nachvollziehen (http://geoportal.rostock.de/mapbender/frames/index.php?&gui_id=GeoPort.HRO). Trotzdem ist der Zoo mit jetzigen 36 Hektar schon so einer der größten Zoos Deutschlands, kaum ein Zoo hat mehr Fläche.
    Hat der Zoo nicht in Biestow auch noch ein Gelände, wo damals der Streichelzoo war?
    Die nächste Zahlenirritation/-täuschung steht auf dem Informationsschild am Bauzaun. Hier wird von 20.000 m² gesprochen, eingezäunt sind aber ca. 100.000 m².
    Und wenn die anvisierten 250.000 Touristen mehr auch nur ein Zahlenfehler sind? Wer zahlt dann?

  • Stefanie sagt:

    Laut Aussagen des Zoodirektors Udo Nagel wurden 40.000qm eingezäunt. Das Darwineum wird eine Fläche von 20.000qm haben. Der Rest wird als Sicherheitsabstand zu den Gehegen benötigt.
    Bei einem Gespräch mit Pressevertretern Anfang Dezember letzten Jahres wies er auf geschützte Pflanzenarten auf dem Gelände des Zoos hin, die es aus naturschutzrechtlichen Gründen nicht möglich machen, diese Flächen zu bebauen.
    Zum Darwineumgelände soll ein artenschutzrechtlicher Fachbeitrag vorliegen.Danach sei eine Ausnahmegenehmigung nicht erforderlich. Deshalb wurden auch die Naturschutzverbände nicht um eine Stellungnahme gebeten.
    Das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) wird sich mit dieser Sache auch noch einmal befassen.

  • Thorsten Steffen sagt:

    Oh Mann, wo sind wir hier gelandet. Rumkritisiert wird hier an allem, wenn es mal nen großes Projekt gibt werden schnell Sachen gefunden die stören. Ich sage nur, wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Wenn ich schon die Gesichter sehe, derer die sich da beschweren, ich glaube es es haben ne Menge Leute einfach zu viel Freizeit in Rostock…

  • Ruthilde Schuchmilsky sagt:

    Gut, daß es noch Leute mit Visionen gibt, welche neue moderne Attraktionen zur Verlängerung der Saison und für die Rostocker Bürger hervor bringen. Seit Jahren steht im REAL eine Spendenbox mir “Schaffen für die Affen”, in dutzenden Zeitungsartikeln und im NDR ist das Projekt in den letzten Jahren vorgestellt worden. Jeder konnte sich ein Bild machen. Und da kommen kommen wenige Querulanten und wollen dieses Projekt torpedieren. Einfach schäbig. Wo waren diese, als die öffentlichen Diskussionen statt fanden und der Bebauungsplan auslag? Diese “Dagegenmentalität” wird langsam nervig. Jeder kann sich auch bei der Planung einbringen. Über 500000 Besucher erfüllen den Zoo mit Leben und wenn es durch das „Darwineum“ mehr werden, umso besser. Straßenbahn, Busse, Taxiunternehmen, die Anlagen im Barnstorfer Wald u.v.a. profitieren davon, aber am meisten die Menschenaffen, die endlich ein artgerechtes Zuhause bekommen. Also meine Vorredner, laßt daß Gemecker und bringt euch vernünftig ein.

  • Benny sagt:

    O.M.G.
    Wenn man die Kritiken der Gegner so liest, kommt man auf den Gedanken, daß sie nicht das Recht wahrgenommen haben, sich rechtzeitig zu informieren. Ich selbst lebe seit ca 6 Jahren in Dänemark und weiß über das Projekt besser bescheid, als dieser *gelöscht* Bausenator. Die meisten Gegener sind doch nur sauer, weil sie sich jetzt neue Trampelpfade suchen müssen (obwohl jederman weiß, daß Wald-Jogging für die Wirbelsäule schädlich ist). Wo waren diese *gelöscht* als große Feuchtbiotope trockengelegt wurden, die riesigen, nur halb ausgelasteten Eikaufscentern weichen mußten?
    Vielleicht wäre es ja auch besser, den Zoo ganz zu schließen und die Hanse-Sail zu verbieten. Der Strand in Warnemünde sollte eingezäunt werden und nur gegen eine Gebür von 50,-€ betretbar sein.

    Wachstum verursacht manchmal ebend Narben. Aber wenn man sie vernünftig salbt, tut es nichteinmal weh. Soll Rostock sich entwickeln und wachsen?
    Ich bin keinen Tag zu früh weggezogen.
    Rostock gute Nacht!!!
    BENNY

  • Olaf sagt:

    Ich kann zwar verstehen, dass dieses Thema etwas polarisiert, möchte aber dennoch darum bitten, in der Wortwahl nicht beleidigend zu werden, ansonsten wird hier gelöscht.

  • Matthias sagt:

    Wenn jemand meint, dass man in Rostock 27 Millionen in eine Affenhaus-Museums-Kombination investieren sollte, weil Zukunft und so (jay!), dann meinetwegen.

    Aber warum so? Gab es denn keine Lösung mit noch mehr Kollateralschaden?
    Wenn mich jemand gefragt hätte, was die blödstmögliche Positionierung für das Darwineum gewesen wäre, ich glaube mir wäre DAS nicht eingefallen. Wie meine Grossmutter gerne sagte: so doof kann ich gar nicht denken.

  • Matthias und Sabine sagt:

    Es ist traurig wie hier einige Menschen (Ex Bausenator Möhner an erster Stelle) Stimmung in allen Zeitungen gegen etwas Fortschrittliches machen, sind wir hier in Stuttgart Herr Möhner? Sie Herr EX Bausenator Möhner, werfen in der Zeitung mit Zahlen um sich, zählen sogar Kosten für die Bauschuttentsorgung auf. Was tut das alles zur Sache, hier geht es um die Zukunft der Stadt, um eine neue touristische Attraktion die gleichzeitig ein neues zu Hause für die armen in der Gefangenschaft lebenden Affen ist. Aller Wahrscheinlichkeit stört sie bestimmt als Pensionär in der Zukunft das erhöhte Autoaufkommen in Ihrer Wohnnähe?
    Hätten Sie nicht in Ihrer EX Funktion die Aufgabe gehabt die Rostocker vor dem Entstehen der Kosten zu informieren? Was mich wundert, die Deutschen sind in der letzten Zeit gegen alles was für die Zukunft des Landes und auch die armen Kreaturen Notwendig ist. Bitte keine Strommasten im Sichtfeld, keine Kohlekraftwerke neben meinem Wohnfeld, keine Atomkraftwerke, keine neuen Bahnhöfe, keine Windkraft für der Haustür usw.
    Kein Mensch regt sie über die ständige Schuldenaufnahme der Regierung auf, keiner über die steigenden Benzinpreise, keiner über die ständig steigenden Kosten im gesamten Lebensumfeld (Strom, Wasser, Gas, Lebensmittel) aber das der so beliebte Laufweg dann nicht mehr vorhanden ist, das ist sehr sehr Wichtig für Deutschland.

  • Maria sagt:

    Was ist daran fortschrittlich, wenn ein Buchenwald abgeholzt wird? Und was ist an einem überdimensionierten Affenhaus mit Gastronomieteil und Souveniershop fortschrittlich? Und für Darwins Theorie muss wohl keiner mehr großen Nachhilfeunterricht erhalten.

  • Mimi sagt:

    Also historisch betrachtet, ging Fortschritt doch meistens mit Abholzung einher. Unsere Autobahnen, Wohnsiedlungen, Felder und Einkaufsparadise hätten zwischen Bäumen auch schwerlich Platz gefunden.
    Beim Darwineum werden ja auch nicht alle Bäume entnommen und die Fläche komplett zubetoniert, wie das ja oft von den Kritikern übertrieben dargestellt wird.
    Ich finde es auch etwas zweifelhaft dem Zoo seine große Fläche im Vergleich zu Anzahl der gezeigten Tiere zum Vorwurf zu machen, nur weil das Laufen etwas anstrengend sein kann. Es sollte doch eigentlich ein gutes Zeichen sein, wenn die Tiere ausreichend Platz haben. Wenn man nicht alles mit einem Besuch schafft, hat man einen guten Grund wieder zu kommen und dafür gibt es die Jahreskarte.
    Die Lehrpläne in MV sehen vor, dass sich Kinder bereits im Religionsunterricht der Grundschule mit der biblischen Schöpfungslehre beschäftigen. Wie das Leben nach der Evolutionstheorie von Darwin entstanden ist, damit befassen sie sich laut Plan erst ab der 9. Klasse, also mit etwa 15 Jahren. Da finde ich das Bildungsangebot, was zu dem auch noch sehr anschaulich zu werden scheint, eine schöne und sinnvolle Ergänzung gerade auch für jüngere Menschen.

  • Matthias und Sabine sagt:

    @ Maria

    1. Es werden nur so viel Bäume abgeholzt wie nötig.
    2. Der Bildungsstandard unser deutschen Kinder ist wohl überdurchschnittlich (siehe Pisa), toll was Sie hier so in 3 Zeilen schreiben. Darwins Theorien gehören im Übrigen zum Allgemeinwissen.

  • el Lobo sagt:

    Torsten Steffen
    …Rumkritisiert wird hier an allem…ne Menge Leute…zu viel Zeit…

    Ruthilde Schuchmilsky
    …wenige Querulanten und wollen dieses Projekt torpedieren…schäbig…
    meine Vorredner, laßt das Gemecker…

    Benny
    …Gegner…Trampelpfade…jedermann weiß, daß Wald-Jogging für die Wirbelsäule schädlich ist…Ich bin keinen Tag zu früh weggezogen. Rostock gute Nacht!!!

    Mathis und Sabine
    …die Deutschen sind…gegen alles…was für die Zukunft…notwendig ist…

    Beschlussvorlage BV 1675 v. 5.11.2010 Hauptausschuss der Bürgerschaft, öffentlich,
    Kämmerei und Finanzvwerwaltungsamt,
    Seite 2/5
    Ohne die Erhöhung des Zuschusses um …470 T € ist die Zahlungsfähigkeit der
    Gesellschaft bis zum 31.12.2010 nicht mehr gewährleistet. Damit kann die
    Versorgung der 1700 Tiere nicht mehr sichergestellt werden sowie anfallende
    Betriebskosten und Löhne für 110 Mitarbeiter nicht mehr gezahlt werden.
    Seite 4/5
    …das Gelände mußte von Bauschutt…beräumt werden Kosten 40 T €
    mit geliehener Technik..

  • Maria sagt:

    @Mimi: Den Religionsunterricht hier anzuführen ist schon mehr als affig. Dies ist kein Pflichtfach. Es gibt dafür, wer nicht Religion, wählt, ein Ersatzfach.
    Und Fortschritt = Abholzen gleichzusetzen ist ebenfalls etwas sehr plakativ.
    Es wäre besser gewesen, hätte der Zoo die Tiere bereits vor Jahren in andere Zoos abgegeben und nicht jahrelang diese Tierquälerei durchgeführt. Gleiches gilt für die Elefanten. Dann hätte der Zoo immensen Platz gehabt, die Affenanlage auf dem Areal, auf dem sich jetzt die Menschenaffen, Esel und Elefanten befinden zu bauen. Und das Fällen von Bäumen wäre gar nicht notwendig geworden. Hier vermisse ich Weitsicht des Zoos. Immer die Natur weiter beschneiden, frei nach dem Motto, uns gehört der Wald, was schert uns der normale erholungssuchende Rostocker Bürger! Und falls es noch jemand nicht begreift: Das Darwineum ist der Anfang vom Ende des Waldes! Die nächsten Wünsche von Herrn Nagel werden sicherlich ab 2012 präsentiert…

  • Gerard sagt:

    ich schau mir das heute mal an und vergleiche….
    Wie ich vom Volk gehört habe sind schon Bäume abgeha(c)kt wurden.

    Gerard, Musiker

  • Gerard sagt:

    Was ich nun sehe, ist:
    Ein zertrenntes Waldstück und ein Imageverlust bei der hiesigen Bevölkerung für „unseren“ Rostocker Zoo (ich schätze mal so bei 30%. Was infolge eventuell zu starken Eintrittskartenverlusten für den Zoo nach sich ziehen könnte. Bis die reichen Amerikaner von den Fahrgastschiffen kommen, sollte noch ein bisschen Zeit vergehen.
    Und wenn’s Christen sind, bleiben die e fern.
    Wie sagte doch gleich ein erkannter Mitarbeiter von LORO:
    „Das ist reine Spekulation“
    Gab’s da Rehe?

    sorry für die doppelpost.

    Gerard

  • Susanne sagt:

    Ich wünsche dem Darwineum viel Erfolg!

    Sollte dieser sich nicht so einstellen, wie erhofft, dann haben sicher auch diejenigen Anteil daran, die das Projekt lautstark schlechtreden.
    Nichts gegen Kritik. Sie kann helfen Fehler zu vermeiden und wer will nicht auf Fehler verzichten?
    Aber haltlose Spekulationen und teilweise aggressives Verhalten sind mMn absolut fehl am Platz.
    Aber ja so ein Streit hat natürlich auch einen gewissen Unterhaltungswert. Und das sind meine 2 Cts. dazu.

    Prost Darwineum!

  • Georg sagt:

    Ich bin diesem Projekt nicht generell abgeneigt. Aber warum gerade im Barnstorfer Wald? Wie das Beispiel der Stralsunder Meeresmuseen zeigt, kann man auch mit mehreren Standorten erfolgreich sein!
    Ich denke, dass sich der ehemalige IGA-Park als Standort für das Darwineum anbietet. Er ist sehr gut erschlossen, sämtliche Energieträger sind bereits vorhanden, eine vorzügliche moderne Verkehrsinfrastruktur existiert bereits. Unsere skandinavischen Gäste könnten das Darwineum vom Überseehafen durch den Tunnel schnell erreichen, die Kreuzfahrtgäste hätten Zugang über die S-Bahn, mit dem Bus auf dem direkten Weg über Groß Klein und über den Wasserweg (die Weiße Flotte wird es danken), die Autotouristen fänden ausreichend Parkplätze an der Messehalle. Selbst vom Flugplatz Laage ist über die Autobahn die Erreichbarkeit bestens gewährleistet. Kein Vergleich mit dem abgeschiedenen Zoogelände ohne Parkmöglichkeiten!
    Es stellt sich die Frage, ob nicht auch die wenig genutzte Messehalle kostengünstig in das Konzept des Darwineums eingebunden werden könnte – die Stadthalle sollte Rostock als Gebäude für Großveranstaltungen reichen. In einem anderen Bundesland klappte die Umnutzung einer fehlgeplanten Luftschiffbauwerft in ein riesiges Tropenparadies bekanntlicherweise ja auch.
    Visionär gesehen, könnten sogar die Botanischen Gärten in ferner Zukunft in ein gemeinsames Konzept mit dem Darwineum („Evolution der Fauna und Flora als eine Einheit“) einfließen und in den IGA-Park „umgesiedelt“ werden.
    Vermutlich könnten durch die Nutzung der vorhandenen Ressourcen des IGA-Parks die Infrastruktur-Kosten für das Darwineum erheblich gesenkt werden, die Vermarktung für nationale und internationale Kundengruppen wäre weitaus besser möglich.

  • Holger sagt:

    Weitere „News“ von Zoo-Eskapaden:
    – Kältezelle mit Lärmbelastung im Barnstorfer Wald
    – Abholzungen von mehr als 150 weiteren Bäumen auf der dem Zoo gegenüberliegenden Seite
    – „zufällig“ falsche Stimmenauszählung
    – „Parkplatznot“ des Zoos
    – Eisbären sollen im nächsten Jahr ein neues Zuhause bekommen (NNN, 07.01.2012)
    – geplante Ausbreitung des Zoos in das Wohngebiet Wohn- und Sportpark Tannenweg
    – Rausschmiss NDR und Bürgerinitiative beim Richtfest Darwineum

    Der Zoo wird mittlerweile sehr unsympathisch!

  • Frank sagt:

    @Holger,gefährliches Halbwissen,ich hab`nen krampf wenn ich sowas lese, womit breitet sich der Zoo denn im Tannenweg aus? Mit der Tierklinik? Wo die ja, wie eine gewisse Frau Kiesendahl, behauptet ein Tochterunternehmen vom Zoo ist.
    Und für die gegenüerliegende Seite,ist da das Grünamt verantwortlich?

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