Kulturhistorisches Museum Rostock kauft wertvollen Deckelbecher an

Mit dem silbernen Deckelbecher der Herzogin Sophie Charlotte zu Mecklenburg-Schwerin gelang dem Kulturhistorischen Museum Rostock ein bedeutender Ankauf

7. Juli 2015
Silberner Deckelbecher der Herzogin Sophie Charlotte von Mecklenburg-Schwerin, um 1735 (Foto: Kulturhistorisches Museum Rostock)
Silberner Deckelbecher der Herzogin Sophie Charlotte von Mecklenburg-Schwerin, um 1735 (Foto: Kulturhistorisches Museum Rostock)

Dem Kulturhistorischen Museum Rostock gelang jetzt der bedeutende Ankauf eines besonderen Beispiels barocker Goldschmiedekunst. Es ist es dem Rostocker Museum damit gelungen, ein herausragendes Stück für unser Land zu sichern. Der exzellent erhaltene Silberbecher entstammt einer renommierten Privatsammlung und konnte vom Kulturhistorischen Museum Rostock über ein Londoner Auktionshaus erworben werden.

Der Ankauf ist für die Sammlung des größten Rostocker Museums ein besonderer Glücksfall. Die außergewöhnlich schöne kunsthandwerkliche Arbeit entstand in der Blütezeit der Rostocker Goldschmiedekunst und steht darüber hinaus als Zeugnis für eine besonders bewegte Epoche der Stadt- und Landesgeschichte. Der Rostocker Goldschmiedemeister Lorentz Johann Roeper fertigte um 1735 diesen massiven silbernen Deckelbecher mit schöner Innenvergoldung im Auftrag der Mecklenburgischen Herzogin Sophie Charlotte.

Die Wandung des wertvollen Bechers trägt das Allianzwappen des Herzogs Friedrich Wilhelm von Mecklenburg-Schwerin (1675 – 1713) und seiner Gemahlin Sophie Charlotte, geborene Landgräfin von Hessen-Kassel (1678 – 1749). Jedoch war Herzog Friedrich Wilhelm zu Zeit der Anfertigung des Bechers bereits seit etwa 20 Jahren tot. Da er kinderlos verstorben war, entbrannten um seine Nachfolge jahrelange politische Auseinandersetzungen, in die auch Rostock verwickelt war und die das Land an den Rand eines Bürgerkrieges führten.

In dieser Zeit innen- und außenpolitischer Konflikte betonte die verwitwete Herzogin Sophie Charlotte mit der Verwendung des herzoglichen Allianzwappens auf einem solchen repräsentativen Silbergefäß ihre eigenen dynastischen Interessen und die des Hauses Mecklenburg.

Quelle: Hansestadt Rostock, Pressestelle, Foto: Kulturhistorisches Museum Rostock

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